Dobrindt (CSU) ließ Kooperation mit Terrorregime in Afghanistan für Abschiebungen intensivieren


Alexander Dobrindt lächelt.

Bundesinnenminister Dobrindt (CSU) (picture alliance / dpa / Kay Nietfeld)
Wie der NDR meldet, wurden in Kooperation mit den Bundesländern Dutzende afghanische Staatsbürger den von den Taliban benannten Diplomaten in Bonn und Berlin vorgeführt. Zweck sei es gewesen, die notwendigen Dokumente für die Abschiebung dieser Personen zu erlangen. Bund und Länder hätten sich auf Nachfrage zu den Details dieser Maßnahmen nur ansatzweise geäußert, heißt es. Auch das ZDF hatte über die Vorgehensweise berichtet. Reportern gelang es demnach, eine solche Vorführung durch die Bundespolizei in Bonn zu filmen.

Diese Woche wurden 25 Menschen nach Afghanistan abgeschoben. Dobrindt hatte danach betont, es habe sich um gefährliche Straftäter gehandelt. Er sei froh und dankbar, dass es eine Vereinbarung mit den Verantwortlichen in Afghanistan gebe, die regelmäßig und regulär Rückführungen erlaube, führte der CSU-Politiker aus. Die Männer waren den Angaben zufolge wegen Totschlag, Vergewaltigung, schwerer Körperverletzung und Drogendelikten verurteilt worden.

Die Grünen kritisierten den Innenminister. Der Bundestagsabgeordnete Emmerich sagte der Nachrichtenagentur AFP, Dobrindt agiere als „Türöffner der Taliban“. Er ignoriere komplett, dass das Regime in Afghanistan für Terror stehe, systematisch Menschenrechte verletze und Frauen massiv unterdrücke.

In Afghanistan haben die Taliban vor knapp fünf Jahren die Macht wieder an sich gerissen. Die Menschenrechtslage in dem Land wird von internationalen Organisationen als katastrophal eingestuft.

Diese Nachricht wurde am 02.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



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