Rattengift in Hipp-Babynahrung: Verdächtiger festgenommen


Dieses Foto zeigt das Logo auf einem Babynahrungsglas des deutschen Babynahrungsherstellers HiPP in Paris am 21. April 2026.

Der Babynahrungshersteller Hipp wurde wohl erpresst.

Quelle: AFP/Charlotte Simeon


Im Fall des Erpressungsversuchs gegen den Babykosthersteller Hipp haben die österreichischen Ermittler einen Verdächtigen festgenommen. Es handele sich um einen 39-jährigen Mann, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Eisenstadt der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Der Verdächtige sei in Österreich festgenommen worden, so die Staatsanwaltschaft.

Hipp-Babykostgläschen stehen auf einem Tisch.

In Österreich ist einem Glas Babynahrung des Herstellers Hipp Rattengift entdeckt worden.

19.04.2026 | 0:22 min


Vergiftetes Gläschen mit Babynahrung entdeckt

Details zur Identität des Verdächtigen wurden unter Verweis auf ermittlungstaktische Gründe nicht bekanntgegeben. Der 39-Jährige werde derzeit verhört, hieß es von der Polizei des Bundeslandes Burgenland, die den Mann mit Unterstützung des österreichischen Bundeskriminalamtes festgenommen hatte.

Mit Rattengift in Babynahrung hatte ein Unbekannter versucht, den deutschen Babykosthersteller zu erpressen. In Österreich, Tschechien und der Slowakei wurden laut Polizei insgesamt fünf manipulierte Babynahrungsgläser mit Rattengift entdeckt. In einem in Österreich sichergestellten 190-Gramm-Gläschen „Karotten mit Kartoffeln“ fanden die Ermittler insgesamt 15 Mikrogramm Rattengift – welcher Art das Gift war, ist bis jetzt nicht bekannt.

29.02.2020, Russland, Moskau: Der russische Oppositionsaktivist Alexej Nawalny nimmt am 29. Februar 2020 an einer Demonstration zum Gedenken an den Oppositionsführer Boris Nemzow teil. Der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny ist nach Angaben der Justiz in Haft gestorben.

Eine Vergiftung, die um die Welt ging. 2024 starb der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny im Gefängnis.

14.02.2026 | 0:15 min


Zweites vergiftetes Gläschen vermutet

Nach einem zweiten möglicherweise vergifteten Glas in Österreich wurde zuletzt noch gesucht. Das deutsche Sortiment war nach Angaben des Unternehmens im oberbayerischen Pfaffenhofen an der Ilm nicht betroffen.

„Hipp ist Opfer einer Erpressung“, hatte das Unternehmen im oberbayerischen Pfaffenhofen an der Ilm am 20. April mitgeteilt. Das Unternehmen schrieb auf seiner Homepage: „Unmittelbar nach Kenntnisnahme haben wir sofort die zuständige Polizei und Behörden informiert und einen internen Krisenstab eingerichtet.“

Mehrfach waren in der Vergangenheit namhafte Unternehmen Ziel von Erpressungsversuchen mit vergifteten Lebensmitteln geworden. Nicht zum ersten Mal war Babynahrung das Ziel.

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Quelle: dpa

Über dieses Thema berichteten verschiedene Sendungen, etwa ZDFheute Xpress am 19.04.2026 um 14:19 Uhr im Beitrag „Rattengift in Babynahrung entdeckt“ und die heute-Nachrichten am 02.05.2026 ab 19 Uhr.



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