WM 2026: Jubel über Haaland-Tore lässt in Norwegen die Erde zittern – Sport
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Wichtige Updates
Vozinhas Mutter darf in die USA einreisen
Die WM der Silberrücken – das brachte die Nacht
Sechs Tore, viel Spektakel: England gewinnt 4:2 gegen Kroatien
„Ich sehe nichts Falsches daran“: Rüdiger spricht über das WM-Gebet von Felix Nmecha
Ein Paraguayer pfeift das Deutschland-Spiel
Jubel über Haaland-Tore lässt in Norwegen die Erde zittern
Etwas schwächere Signale gab es demnach auch zum Anpfiff, zu den anderen Toren, zur Gelben Karte für den irakischen Abwehrspieler Zaid Tahseen und zum Abpfiff. „Wenn viele Menschen gleichzeitig auf große Sportmomente reagieren, können ihre gemeinsamen Bewegungen Vibrationen im Boden erzeugen, die von empfindlichen Seismometern registriert werden“, hieß es zur Erklärung vom Institut Norsar. Das sei bei Großereignissen nicht ungewöhnlich: Ähnliche Signale hätten im Sommer 2024 Konzerte von Ed Sheeran im norwegischen Nationalstadion ausgelöst.
Katar macht es möglich: WM-Party auf Staatskosten
Die Flüge habe Katars Emir Scheich Tamim bin Hamad Al Thani gechartert. Demnach sei eigens ein Staatsfonds zur Finanzierung der Fanreisen aufgelegt worden. Dieser bezahle Flüge, Hotels, Transportkosten vor Ort und andere Ausgaben. Nach Angaben des katarischen Fußballverbandes sei das Ziel, „eine lebendige Stadionatmosphäre zu schaffen, die den Spielern hilft, die bestmöglichen Ergebnisse auf der globalen Bühne zu erzielen.“ Auch katarische Studenten in den USA und Kanada seien eingeladen worden.
Mehr als 300 Fake-Portale für WM-Tickets entdeckt
Der US-Inlandsgeheimdienst FBI warnte bereits Ende Mai vor möglichen Betrugsmaschen und empfahl Fans, die Internetseite des Weltverbands Fifa direkt aufzurufen statt den Weg über Suchergebnisse oder gesponserte Anzeigen zu gehen. Nach FBI-Angaben betrugen die bis dahin gemeldeten Schäden mehrere Hundert bis zu mehrere Tausend Dollar pro Fall. Vor allem gefälschte Angebote für Tickets und Hospitality-Pakete seien dafür ursächlich.
Schotten feiern ausgiebig in Boston, Bars ordern „Notfalllieferung“
Die Boston Beer Co. teilte laut ESPN in einer Pressemitteilung mit, dass die Schotten von Donnerstag bis Sonntag viermal so viel Bier getrunken hätten, wie das Unternehmen normalerweise während einer typischen viertägigen Feiertagsphase wie dem 4. Juli vorrätig habe. Es sei eine „Notfalllieferung“ notwendig geworden. Der schottische Durst ist berüchtigt: Schon bei der EM 2024 feierten sie in München so ausgiebig, dass es zu Bier-Engpässen in Lokalen kam. Paul Morris von der Taverne The White Bull ergänzte: „Uns ist alles ausgegangen. Die Fans waren unglaublich. Sie sind großartig – sie haben Spaß, trinken, feiern – und genießen die Zeit in vollen Zügen.“
Den 1:0-Auftaktsieg der Schotten gegen Haiti am vergangenen Samstag in Foxborough hatten Medienberichten zufolge zwischen 40 000 und 50 000 Schotten in der Hauptstadt von Massachusetts verfolgt. Auch das zweite Gruppenspiel bestreitet Schottland in der Nacht zu Samstag im NFL-Stadion der New England Patriots, das Team von Nationaltrainer Steve Clarke hat gegen Marokko den erstmaligen Einzug in die K.-o.-Runde im Visier.
Deutschland hat schon den WM-Pokal – im Maisfeld
Auf rund 1,5 Hektar Fläche wachsen 120 000 Maispflanzen, einmal längs und einmal quer gesät. Die Wege, auf denen sich Besucher verlaufen können, erstrecken sich über insgesamt 3000 Quadratmeter. Eröffnet wird das Maislabyrinth Buggingen (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) mit dem Pokal-Motiv am kommenden Sonntag um 10 Uhr mit einem Fest.
Wer den Weg durch das Labyrinth gemeistert hat, kann zusätzlich an einem Gewinnspiel teilnehmen: An mehreren Stempelstationen müssen dafür sogenannte Weltmeisterfragen beantwortet werden. Bis die Maispflanzen im Herbst geerntet werden, dürfen Besucher den Weg durch den Pokal aus Mais suchen.
Vozinhas Mutter darf in die USA einreisen
Vozinha sagte nach dem 0:0 gegen Spanien, seine Mutter hätte nicht in die USA reisen können, weil man das Geld fürs Visum nicht rechtzeitig hatte aufbringen können. Reisende von den Kapverden müssen für ein US-Visum 15 000 Dollar Kaution hinterlegen.
Ana Candida Evora würde sicherlich vor Stolz platzen, wenn ihr Sohn gegen Uruguay wieder kein Gegentor bekommen sollte.
Tah über Gebet auf dem Platz: „Es ist am Ende ein schönes Zeichen“
Auf Initiative von Nmecha hatten der 25-Jährige, Tah und Gegenspieler nach dem 7:1 beim WM-Auftakt des DFB-Teams gegen Curaçao einen Gebetskreis auf dem Platz gebildet. Die Szene in Houston hatte für Aufsehen gesorgt. Nmecha spricht öffentlich oft über seinen christlichen Glauben und persönliche Ansichten. In der Vergangenheit hatten seine Social-Media-Posts mehrfach auch Kritik ausgelöst.
Die WM der Silberrücken – das brachte die Nacht
Und sonst? Richtig: Harry Kane. Der tat gegen Kroatien zunächst etwas Unerhörtes – er verschoss einen Elfmeter. Aber weil Harry Kane eigentlich gar keine Elfmeter verschießen kann, tat ihm Kroatiens Torwart Dominik Livaković den Gefallen, und verließ die Torlinie zu früh. Kane durfte nochmal ran, traf mit 122 Kilometern pro Stunde, köpfte kurz darauf auch noch das zwischenzeitliche 2:1 und führte England zum umjubelten Sieg.
Warum der in England eine besondere Art der Euphorie auslöst, hat Sven Haist aufgeschrieben:
Im zweiten Spiel der England-Gruppe L lieferten sich Ghana und Panama ein, Pardon, über weite Strecken ereignisloses Match. Ehe die Afrikaner in der Nachspielzeit noch das Tor des Tages erzielten.
Neben Kane war ein zweiter Bayern-Spieler der Protagonist des Abends. Luis Díaz erzielte für Kolumbien das 2:1 beim 3:1-Sieg seiner Mannschaft gegen Usbekistan. Damit hat die FC-Bayern-Offensivreihe Kane, Olise, Díaz einen höchst erfolgreichen ersten WM-Spieltag hinter sich. Olise bereitet bei Frankreichs Sieg zwei Tore vor.
Glücksspielbehörde leitet offenbar Prüfverfahren gegen Fifa-Sponsor ein
Nach Angaben der GGL verfügt das Unternehmen in Deutschland über keine Glücksspiellizenz. Werben dürfen hierzulande nur Anbieter, die auf der sogenannten „Whitelist“ geführt werden. ADI Predictstreet ist bei den WM-Spielen mit Bandenwerbung präsent sowie auf den Sponsorenwänden bei offiziellen Interviews und Pressekonferenzen.
ADI Predictstreet sieht derweil keinen Gesetzesverstoß. Das Unternehmen betreibe keine Marketing- oder Werbeaktivitäten, die auf Deutschland ausgerichtet seien, teilte ein Sprecher dem RND mit. Der Weltverband Fifa äußerte sich nach RND-Angaben bislang trotz mehrfacher Nachfrage nicht. ZDF-Sprecher Thomas Hagedorn erklärte dem RedaktionsNetzwerk, dass die Bilder vom Host-Broadcaster zur Verfügung gestellt werden würden. Der Sender sowie die ARD hätten „auf die Bandenwerbung in den WM-Stadien, die Teil der realen Umwelt ist, keinen Einfluss. Die Darstellungen stehen im Einklang mit dem Medienstaatsvertrag.“
Die Fifa hatte die mehrjährige Partnerschaft mit dem Unternehmen, das zum Firmennetzwerk der Herrscherfamilie von Abu Dhabi gehört und einen sogenannten Prognosemarkt anbietet, am 2. April bekanntgegeben.
Südafrikas Nationaltrainer will wegen Rot-Sperre protestieren – und verweist auf Messi
Der Coach kündigte einen Einspruch an. Die Disziplinarkommission der Fifa hatte eine Sperre von drei Spielen aufgrund der Schwere des Vergehens ausgesprochen. Zwane hatte beim 0:2 zum Auftakt gegen Mexiko die rote Karte für eine Tätlichkeit gesehen – allerdings erst nach Eingriff des Videoschiedsrichters. „Die rote Karte war übertrieben“, meinte Broos.
Lionel Messi war nach einem harten Foul mit offener Sohle auf der Wade seines Gegenspielers im Spiel gegen Algerien in der Nacht zum Mittwoch mit einer Ermahnung davongekommen, der VAR hatte nicht eingegriffen. Es gab nicht einmal Gelb für Messi.
„Ich sehe nichts Falsches daran“: Rüdiger spricht über das WM-Gebet von Felix Nmecha
Nationalverteidiger Antonio Rüdiger hat auf einer Pressekonferenz im deutschen WM-Quartier in Winston-Salem seinen Teamkollegen Felix Nmecha verteidigt. „Es ist etwas Persönliches. Er hat das gemacht, und ich sehe nichts Falsches daran“, sagte Rüdiger zu dem Gebetskreis, den Nmecha mit Jonathan Tah und Gegenspielern nach dem 7:1 für das DFB-Team gegen Curaçao gebildet hatte.
Die Szene im WM-Stadion von Houston hatte unterschiedliche Kommentare ausgelöst. Nmecha spricht öffentlich oft über seinen christlichen Glauben und persönliche Ansichten. In der Vergangenheit hatten seine Social-Media-Posts mehrfach auch Kritik ausgelöst. Es seien doch „schöne Bilder“ gewesen, meinte Rüdiger. Im DFB-Team sei das religiöse Bekenntnis des Dortmunders kein Thema, versicherte Rüdiger.
Der Abwehrspieler von Real Madrid war mehrfach selbst für seinen muslimischen Glauben in die Kritik geraten. Andere Internet-Kommentare richteten sich mehrfach gegen sein kontroverses Verhalten auf dem Platz. „Ich weiß nicht, ehrlich gesagt, warum das so ist. Wie gesagt, für mich, so in der Social-Media-Welt, da bin ich der Buhmann. Das ist auch für mich okay“, sagte der Berliner. „Seriöse Kritik ist immer bei mir willkommen“, versicherte er.
Felix Nmecha und die Glaubensfrage
Nmecha steht trotzdem in der Kritik. Nicht wegen seiner Performance auf dem Platz, sondern wegen seines Glaubens. Weil er Social-Media-Posts von fundamentalistischen Aktivisten gutgeheißen hatte, gab es 2023 in Dortmund Fans, die dagegen protestierten, ihn zu holen, und sei er noch so talentiert. Nmecha ist Teil des internationalen Netzwerks „Ballers in God“, dem man eine Nähe zu evangelikalen Freikirchen nachsagt, die unter anderem meinen, Homosexualität „heilen“ zu können.
Dass er an Gott glaubt, zeigte Nmecha am Sonntag auch auf dem Platz. Nach dem 7:1 gegen Curaçao bildete er mit seinem Teamkollegen Jonathan Tah und fünf Spielern von der Karibikinsel einen Kreis – und betete. Nmecha erklärte anschließend am Mikrofon:
„Wir sind alle Christen, wir sind Brüder. Wir haben ein kleines Gebet zusammen gemacht.“
Felix Nmecha, deutscher Nationalspieler
Kaum jemand zweifelt an der Klasse des Fußballers Felix Nmecha, aber über seine Frömmigkeit wird diskutiert. David Kulessa und Philipp Selldorf sind der Frage nachgegangen, ob Nmecha nur ein sanfter Mensch oder ein christlicher Missionar ist. Den Text lesen Sie hier:
Drohne beim Training? Südkorea befürchtet Spionage-Vorfall
Entdeckt wurden die vermeintlichen Spionageversuche von einem südkoreanischen Sicherheitsmitarbeiter, im Anschluss brachten die zuständigen Sicherheitsbeauftragten das Objekt zum Absturz. Große taktische Geheimnisse soll das Fluggerät allerdings nicht aufgedeckt haben – die Mannschaft um Kapitän Heung-Min Son befand sich den Berichten zufolge noch mitten in ihrem Aufwärmprogramm. Auch der Fifa soll der Vorfall schon gemeldet worden sein.
In der Nacht auf Freitag (3.00 Uhr MESZ) sind die „Taeguk Warriors“ wieder im Einsatz, im Estadio Akron, gelegen im Vorort Zapopan der Millionenstadt Guadalajara, geht es dann möglicherweise bereits um den Gruppensieg. In ihren Auftaktpartien feierten sowohl die Südkoreaner (2:1 gegen Tschechien) als auch die Mexikaner (2:0 gegen Südafrika).
WM-Reporter im Gangsta’s Paradise
Da bucht man eine Unterkunft in vermeintlich bester Lage, keine zehn Autominuten vom Fußballstadion entfernt, und dann stellt sich heraus: Das Stadtviertel heißt zwar „Sunnyside“, gehört aber zu den gefährlichsten Ecken der USA. Genau das ist meinem Kollegen Philipp Schneider passiert, der für die SZ aktuell die deutsche Nationalmannschaft begleitet – in diesem Fall nach Houston zum ersten Vorrundenspiel gegen Curaçao.
Philipp schreibt: „Sunnyside, verrät eine Blitzrecherche über Houstons Problem-Stadtviertel, die einer auch vor der Buchung hätte unternehmen können, war 2015 der zweitgefährlichste Ort in den USA! Zum Opfer eines Gewaltverbrechens, die Info spuckt das Internet zackig aus, wird einer in Sunnyside (beliebtestes Tattoo der Gangmitglieder: „Sunnyside Pride“) demnach mit der Wahrscheinlichkeit, dass Nico Schlotterbeck in einem Vorrundenspiel der WM einen fatalen Fehlpass spielt: 1:11! Die häufigsten Straftaten, heißt es, sind Körperverletzung, Einschüchterung und Raub.“
Die gesamte Kolumne lesen Sie hier:

