USA News: Bericht: Pentagon stoppt Entsendung von 4000 Soldaten nach Europa – Politik


Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.

Wichtige Updates

US-Senat bestätigt Trump-Kandidaten Warsh als neuen Fed-Chef

Trump: Keine Spannungen mit China wegen Iran-Krieg

US-Regierung zahlt Importeuren Milliarden an Zöllen zurück

US-Haushaltsamt: Trumps Raketenschild würde 1,2 Billionen Dollar kosten

US-Berufungsgericht setzt Trumps weltweite Zölle vorerst wieder in Kraft 

Bericht: Pentagon stoppt Entsendung von 4000 Soldaten nach Europa

Das US-Verteidigungsministerium hat Medienberichten zufolge die Entsendung von mehr als 4000 Soldaten nach Europa gestoppt. Die Kampfbrigade sollte eigentlich für einen neunmonatigen Einsatz nach Polen verlegt werden, berichtet unter anderem das Wall Street Journal unter Berufung auf Pentagon-Beamten. Teile der Ausrüstung und einige Soldaten seien bereits unterwegs gewesen.

Der Einsatz sollte im Rahmen der „Operation Atlantic Resolve“ Nato-Partner in Europa unterstützen. Das Programm war 2014 als Reaktion auf die russische Annexion der Krim gestartet worden. Erst vor knapp zwei Wochen hatte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth den Abzug von rund 5000 US-Soldaten aus Deutschland angeordnet. Polen hatte danach erklärt, weitere US-Soldaten aufnehmen zu wollen; derzeit sind dort fast 10.000 US-Soldaten stationiert. 

Trump-Regierung kappt Mittel für neue Hospize in Kalifornien

Die US-Regierung verschärft ihren Kurs im Kampf gegen mutmaßlichen Betrug im Sozial- und Gesundheitssystem – und nimmt dabei vorwiegend demokratische Bundesstaaten ins Visier. Wegen milliardenschweren Betrugs werde bis auf Weiteres kein neues Hospiz mehr Bundesmittel bekommen, teilte der Leiter der staatlichen Gesundheitssysteme Medicare und Medicaid, Mehmet Oz, im Weißen Haus mit. Bundesstaaten und die Regierung teilen sich die Kosten für Medicaid.

„Ein Drittel aller dieser Programme im ganzen Land befindet sich in Los Angeles. Fragen Sie sich doch einmal: Wie ist das möglich?“, sagte Oz zu den Hospizen. Der Grund sei, dass dort Bundesmittel veruntreut würden. Deshalb seien bereits 800 Hospize von der Förderung abgeschnitten worden. Auch einem Programm, das sich der Pflege von Menschen in den eigenen vier Wänden widmet, werde keine neue Förderung mehr bewilligt.

Vizepräsident J. D. Vance sagte zudem, dass vorgesehene Medicaid-Zahlungen an Kalifornien in Höhe von 1,3 Milliarden Dollar (1,1 Milliarden Euro) zurückgestellt würden. „Der einfache Grund dafür ist, dass der Bundesstaat Kalifornien Betrugsfälle nicht sehr ernst genommen hat.“ Vor allem demokratische Staaten gehen Vance zufolge kaum oder gar nicht juristisch gegen Betrugsfälle vor. Deshalb sei es nun an der Zeit, den Druck zu erhöhen.

Der Schritt gleicht dem Vorgehen der US-Regierung im demokratisch regierten Minnesota. Dort fror sie ihren Zuschuss für arme Menschen mit der Begründung ein, es gebe einen systematischen Missbrauch. Besonders Somalier stellte Präsident Donald Trump dort unter Verdacht. 

US-Senat bestätigt Trump-Kandidaten Warsh als neuen Fed-Chef

Der Kandidat von US-Präsident Donald Trump für den Chefposten der Notenbank Federal Reserve (Fed), Kevin Warsh, ist vom Senat bestätigt worden. Die Senatoren sprachen sich mit einer Mehrheit von 54 zu 45 Stimmen für den früheren Fed-Gouverneur aus. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg war dies „die knappste Bestätigungsmehrheit, die es je für einen US-Zentralbankchef gegeben hat“.

Zuvor hatte Ende April ein Bankenausschuss des Senats grünes Licht für Warsh gegeben. Während dort alle 13 Republikaner für Trumps Kandidaten stimmten, votierten alle 11 demokratischen Senatoren gegen ihn. Sie warnten vor politischem Einfluss auf die Notenbank, während Republikaner Warsh als erfahrenen Kandidaten lobten.

Die Nominierung fällt in eine Phase wachsender Spannungen zwischen dem Weißen Haus und der Notenbank. Trump hatte wiederholt vergeblich niedrigere Zinsen gefordert und dabei auch den bisherigen Fed-Chef Jerome Powell attackiert. Seine Angriffe auf die Federal Reserve lösten an den Finanzmärkten Sorgen um die politische Unabhängigkeit der Institution aus. 

US-Präsident in Peking gelandet

Donald Trump ist zu seinem China-Besuch in Peking angekommen. Wie im chinesischen Staatsfernsehen zu sehen war, erreichte der Republikaner den Hauptstadtflughafen mit der Air Force One am Abend (Ortszeit). Vize-Präsident Han Zheng empfing den Republikaner am Flughafen unter Sprechchören von Fahnen schwenkenden Jugendlichen.

Mit Trump stieg sein Sohn und Unternehmer Eric Trump und dessen Ehefrau Lara aus der Regierungsmaschine aus. Der US-Präsident wird zudem von hochrangigen Wirtschaftsvertretern begleitet. Zu sehen war etwa Tech-Milliardär Elon Musk. 

Trump soll am Donnerstag Staats- und Parteichef Xi Jinping treffen und nach den Gesprächen am Freitag wieder in die USA zurückfliegen. Beide dürften dann unter anderem über den Iran-Konflikt, den pausierten Zollstreit und die Handelsbeziehungen der beiden größten Volkswirtschaften der Welt sprechen. Der 79-Jährige war zuletzt während seiner ersten Amtszeit 2017 in der chinesischen Hauptstadt und ist auch der erste US-Präsident, der seitdem wieder in die Volksrepublik reist. 

Trump: Keine Spannungen mit China wegen Iran-Krieg

US-Präsident Donald Trump hat vor seiner Reise nach Peking Differenzen mit China im Iran-Krieg heruntergespielt. Im Mittelpunkt seines Treffens mit Staatschef Xi Jinping stünden vor allem Handelsfragen, sagte Trump vor Journalisten in Washington. Iran sei dagegen kein zentrales Thema, denn die USA hätten die Lage „sehr unter Kontrolle“.

Tatsächlich bleibt Chinas Rolle ein Spannungspunkt zwischen Washington und Peking. China ist der wichtigste Abnehmer iranischen Öls und fordert eine rasche Wiederöffnung der Straße von Hormus. Die USA haben zuletzt mehrfach Sanktionen gegen chinesische Firmen verhängt, die nach amerikanischer Darstellung unerlaubt Handel mit Iran treiben.

Trump lobte dennoch sein Verhältnis zu Xi als „fantastisch“ und sagte mit Blick auf China und Iran: „Schauen Sie auf die Seeblockade – keine Probleme.“ Hilfe Pekings im Iran-Krieg brauche Washington nicht.

Charlotte Walser erklärt, was die US-Delegation rund um Donald Trump in China erreichen will:

Niederlage für Trump bei Wahlkreisreform in South Carolina

In South Carolina ist der Versuch gescheitert, den einzigen demokratischen Kongressbezirk des Bundesstaates abzuschaffen. Mehrere Republikaner stimmten gegen den Plan und widersetzten sich damit Präsident Donald Trump. Damit dürfte der Demokrat Jim Clyburn seinen Sitz bei den Zwischenwahlen im November behalten.

In Missouri bestätigte das Oberste Gericht dagegen eine republikanische Neugliederung, durch die einer von zwei demokratischen Sitzen wegfallen dürfte. Die Entscheidungen zeigen, wie hart der Streit um Wahlkreisgrenzen vor den Zwischenwahlen geführt wird. Hintergrund ist auch ein Urteil des Supreme Court, das Bundesstaaten mehr Spielraum beim Zuschnitt von Bezirken mit schwarzer oder lateinamerikanischer Mehrheit gibt.

Lesen Sie hier mehr zu den Konsequenzen der Supreme Court-Entscheidung:

US-Regierung zahlt Importeuren Milliarden an Zöllen zurück

Die US-Regierung hat mit der Rückzahlung von mehr als 35,5 Milliarden Dollar an Importeure begonnen, die erfolgreich Erstattung für Zölle beantragt haben. Das berichtet Bloomberg unter Berufung auf neue Gerichtsunterlagen. Hintergrund ist ein Urteil des Supreme Court vom Februar, wonach Präsident Donald Trump seine umstrittenen Zölle auf Grundlage des Notstandsgesetzes IEEPA rechtswidrig verhängt hatte.

Betroffen sind mehr als acht Millionen Importvorgänge. Insgesamt wurden durch das Urteil Zölle in Höhe von 166 Milliarden Dollar aufgehoben. Für einen Teil der Einträge ist das Verfahren allerdings komplizierter, weitere Phasen des Erstattungsprogramms stehen noch aus.

Trump will Freilassung aller politischer Gefangener in Venezuela 

US-Präsident Donald Trump hat die Freilassung aller politischen Gefangenen in Venezuela in Aussicht gestellt. „Wir werden sie alle herausholen“, sagte der Republikaner vor seiner Abreise nach China vor Journalisten in Washington. Trotz des US-Militäreinsatzes im Januar zur Festnahme des autoritären Präsidenten Nicolás Maduro sind nach Angaben von Menschenrechtlern weiterhin Hunderte Regierungskritiker in dem südamerikanischen Land inhaftiert.

Maduro und seine Frau wurden Anfang des Jahres in der Hauptstadt Caracas festgenommen und nach New York ausgeflogen. Ihnen soll dort wegen Drogenschmuggels der Prozess gemacht werden. Nun ist die frühere Vizepräsidentin Delcy Rodríguez als geschäftsführende Präsidentin an der Macht – und arbeitet mit Washington unter anderem in Erdölfragen zusammen. Venezuela hat die größten nachgewiesenen Erdölvorkommen der Welt.

„Delcy leistet großartige Arbeit“, sagte Trump. Die Menschen in Venezuela seien von dem Wandel im Land begeistert. Eigentlich fordert die venezolanische Opposition einen wirklichen Machtwechsel im Land mit rund 29 Millionen Einwohnern und die Freilassung aller politischen Gefangenen. Laut der Nichtregierungsorganisation Foro Penal wurden seit Januar mehr als 600 politische Häftlinge auf freien Fuß gesetzt. Mehr als 450 befinden sich demnach jedoch weiterhin in Haft. Einen Zeitplan für freie Wahlen zur Demokratisierung des Landes gibt es bisher nicht. 

US-Haushaltsamt: Trumps Raketenschild würde 1,2 Billionen Dollar kosten

Das von ​US-Präsident Donald Trump geplante Raketenabwehrsystem Golden Dome könnte nach Schätzungen des unabhängigen Haushaltsamtes des Kongresses (CBO) in den kommenden 20 Jahren rund 1,2 ​Billionen Dollar kosten. Damit überträfen die Ausgaben für Entwicklung, Aufbau und Betrieb ⁠die bisherige Prognose des zuständigen Pentagon-Direktors von 185 Milliarden Dollar um ein Vielfaches, teilte die Behörde ​mit. Allein die Beschaffungskosten bezifferte das ‌CBO auf etwas mehr als ‌eine Billion Dollar. Davon entfielen etwa 70 Prozent auf die geplante weltraumgestützte Komponente, die ein ​Netzwerk aus 7800 Satelliten ​umfassen soll.

Golden Dome sieht neben ​dem Ausbau bodengestützter Abwehrraketen, Sensoren und Kommandozentralen auch satellitengestützte Waffen vor. Sie sollen Bedrohungen aus der Erdumlaufbahn heraus erkennen, ‌verfolgen und gegebenenfalls ausschalten. Das System soll die gesamten USA einschließlich Alaska ‌und Hawaii abdecken ‌und einen Angriff einer Regionalmacht wie Nordkorea ​vollständig abwehren können. Das CBO warnte jedoch, dass der Schutzschild bei ​einem großangelegten Angriff Russlands oder Chinas an ‌seine Grenzen stoßen könnte.

Das Präsidialdekret zur Schaffung von Golden Dome sieht einen ehrgeizigen Zeitplan vor: Bis 2028 soll ein umfassendes Raketenabwehrsystem für das ⁠US-Territorium einsatzbereit sein.

Lesen Sie dazu auch: 

US-Berufungsgericht setzt Trumps weltweite Zölle vorerst wieder in Kraft 

Ein US-Berufungsgericht ​hat die von Präsident Donald Trump verhängten weltweiten Zölle von zehn Prozent für mehrere Kläger vorerst wieder in Kraft gesetzt. Das Gericht ​setzte am Dienstag eine Entscheidung aus der Vorwoche vorübergehend aus, die die ⁠pauschalen Abgaben für unzulässig erklärt hatte. Damit müssen zwei Unternehmen sowie der Bundesstaat Washington, die gegen ​die Maßnahme ​geklagt hatten, die Zölle vorerst wieder ‌zahlen. Washington war als Kläger aufgetreten, ‌da der Bundesstaat an der Westküste über die University of Washington als Importeur fungiert.

Die US-Regierung ​hatte gegen ​das erstinstanzliche Urteil Berufung eingelegt. Die ​Kläger haben nun sieben Tage Zeit, sich gegen eine längere Aussetzung des zu ihren Gunsten gefällten Urteils zu wehren.

Die ‌Zölle waren im Februar in Kraft getreten. Trump hatte sich dabei auf ‌ein Handelsgesetz aus ‌dem Jahr 1974 berufen. Das unterinstanzliche Handelsgericht ​hatte jedoch geurteilt, dass dieses Gesetz die Abgaben nicht rechtfertige. Die ​Maßnahme vom Februar folgte auf eine Entscheidung ‌des Obersten Gerichtshofs der USA, der zuvor den Großteil von Trumps Zöllen aus dem Jahr 2025 gekippt hatte. Die aktuellen weltweiten Zehn-Prozent-Zölle laufen im Juli aus, sofern der Kongress ⁠sie nicht verlängert. 

Iran-Krieg heizt Inflation in den USA kräftig an

Die ​im Zuge des Iran-Krieges gestiegenen Energiepreise befeuern die Inflation in den USA. Die Verbraucherpreise stiegen im ​April um 3,8 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Arbeitsministerium ⁠mitteilte. Der Ende Februar ‌ausgebrochene Konflikt hatte ‌die Teuerungsrate im März bereits auf 3,3 Prozent getrieben.

Auch die Kerninflation, bei ​der ​schwankungsanfällige Preise für Energie und ​Lebensmittel ausgeklammert werden, legte im April zu – und zwar auf 2,8 Prozent, nach 2,6 ‌Prozent im März. Diese Teuerungsrate bildet den zugrunde liegenden Inflationstrend ‌gut ab ‌und wird daher von der ​Notenbank Federal Reserve besonders stark beachtet.

US-Senat macht Weg für neuen Fed-Chef Warsh frei

Der Weg für ​Kevin Warsh an die Spitze der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) ist frei. Der Senat bestätigte den Juristen und Finanzexperten mit 51 zu ​45 Stimmen zunächst für eine 14-jährige Amtszeit als Fed-Gouverneur. Zugleich leitete die ⁠Kongresskammer das Verfahren für seine Ernennung zum neuen Notenbankchef ein. Darüber könnte am Mittwoch abschließend abgestimmt werden. ​

Warsh soll auf ​Jerome Powell folgen, dessen vierjährige Amtszeit ‌als Fed-Vorsitzender am Freitag endet. Der ‌designierte Notenbankchef hat einen Kurswechsel angekündigt: Er strebt eine engere Abstimmung mit der Regierung von Präsident ​Donald Trump an ​und will die Bilanz der Notenbank ​verkleinern.

Der Führungswechsel fällt in eine Phase, in der die politische Unabhängigkeit der Notenbank auf die Probe gestellt wird. Trump ‌fordert vehement Zinssenkungen und versucht auf beispiellose Weise, Einfluss auf die Fed ‌zu gewinnen. Dazu gehören ‌der Versuch, Fed-Gouverneurin Lisa Cook zu entlassen, sowie ​eine inzwischen eingestellte Untersuchung des Justizministeriums gegen Powell. Als Reaktion auf ​diese juristischen Angriffe plant Powell den ungewöhnlichen Schritt, auch ‌nach dem Ende seines Vorsitzes als regulärer Gouverneur im Führungsgremium der Fed zu verbleiben.

Lesen Sie im Text von Ann-Kathrin Nezik mehr über den designierten neuen Fed-Chef:

BBC: Grönland und USA verhandeln über drei neue US-Stützpunkte

Grönland verhandelt derzeit ​mit den USA über eine verstärkte US-Militärpräsenz in dem arktischen Gebiet. Dies sei Teil der laufenden Gespräche mit der Regierung in Washington, sagte der grönländische Ministerpräsident ​Jens-Frederik Nielsen. Einem Bericht des Senders BBC zufolge ⁠streben die USA die Errichtung von drei neuen Stützpunkten im Süden Grönlands an, die möglicherweise zu US-Hoheitsgebiet erklärt werden sollen. ​

Die USA unterhalten ​aktuell mit der Pituffik Space Base im Nordwesten einen aktiven Stützpunkt auf der Insel. Ein Verteidigungsabkommen zwischen den USA und Dänemark ‌aus dem Jahr 1951 bilde eine mögliche Grundlage für eine Erweiterung, erklärte Nielsen. Experten ‌zufolge hat Dänemark faktisch ‌kaum Möglichkeiten, US-Anfragen im Rahmen dieses Paktes zu blockieren. ​Zwei der potenziellen neuen Standorte sind lokalen Medien zufolge Narsarsuaq und Kangerlussuaq, ​wo sich bereits ehemalige US-Stützpunkte mit Landebahnen und ‌Hafenanlagen befinden. Ein Gesandter aus den USA habe kürzlich die Anlagen in Narsarsuaq inspiziert, um eine etwaige Wiedereröffnung zu prüfen. In der kommenden Woche wird zudem der US-Vertreter Jeff Landry zu einer Wirtschaftskonferenz auf der Insel mit ⁠ihren 57 000 Einwohnern erwartet. 

US-Präsident ​Donald Trump hatte im Januar 2026 angekündigt, Grönland erwerben oder kontrollieren zu wollen, was ‌zu Spannungen zwischen Washington, Kopenhagen und der grönländischen Regierung in Nuuk führte. Als Antwort auf Trump hatte Grönland erklärt, dass die Souveränität des ​weitgehend autonomen dänischen Territoriums ​nicht verhandelbar sei. 

Früherer Nato-Chef wirbt für Aufbau von neuem Staatenbündnis – ohne die USA

Der frühere Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen wirbt für ein neues Bündnis demokratischer Staaten, das notfalls auch den USA die Stirn bieten kann. „Seit meiner Kindheit habe ich die USA bewundert und die Vereinigten Staaten als natürliche Führungskraft der freien Welt betrachtet“, sagte Rasmussen zum Copenhagen Democracy Summit an diesem Dienstag dem Nachrichtenagentur-Netzwerk Democracy News Alliance (DNA), dem auch die dpa angehört. Nun scheine es aber so, dass US-Präsident Donald Trump sein Land aus dieser Rolle zurückziehe. „Deshalb brauchen wir eine neue Führungskraft der freien Welt“, sagte er.

Als Wunschmitglieder für die neue Allianz sieht der Däne neben der EU, Großbritannien, Japan und Kanada auch Australien, Neuseeland und Südkorea. Diese Allianz könnte demnach in Anlehnung an die bereits existierende Gruppe der G-7-Gruppe der führenden westlichen Industriestaaten D-7 genannt werden, wobei das D für Demokratie stehen soll.

„Wenn wir gemeinsam handeln, wenn wir unsere Kräfte bündeln und geschlossen auftreten, dann stellen wir eine beeindruckende Macht dar“, sagte Rasmussen, der vor seiner Zeit als Nato-Generalsekretär (2009-2014) viele Jahre dänischer Ministerpräsident (2001-2009) war. Wenn man wirtschaftlichem Zwang ausgesetzt sei und darauf gemeinsam reagiere, werde das in Peking oder im Fall der Fälle auch in Washington für Respekt sorgen. Dafür könne innerhalb der D-7-Allianz, angelehnt an die berühmte Beistandsklausel der Nato, ein wirtschaftlicher Artikel 5 formuliert werden, nach dem ein ökonomischer Angriff auf einen als Angriff auf alle betrachtet werde.

Trump kündigt Steuersenkung für Benzin in den USA an

Die Unzufriedenheit der Amerikaner mit dem durch den Iran-Krieg deutlich gestiegenen Benzinpreis zwingt nun offenbar auch Präsident Donald Trump zum Handeln. Trump sagte dem Sender CBS, er wolle die Bundessteuer auf Benzin in Höhe von 18 Cent pro Gallone (knapp 3,8 Liter) für einen bestimmten Zeitraum aussetzen. „Und wenn die Benzinpreise sinken, ​werden wir sie wieder schrittweise einführen.“

Entlastungen für Fluggesellschaften lehnt er indes ab. Den Airlines „geht es gar nicht so schlecht“, sagt Trump. Neben dem Bund erheben auch die Bundesstaaten Steuern ⁠auf Benzin. Indiana, Kentucky und Georgia haben diese bereits gekürzt, um die Teuerung an den Zapfsäulen zu dämpfen. Aktuell kostet eine Gallone Benzin in den USA im Schnitt 4,52 Dollar. Vor dem Krieg waren es im Schnitt rund 3,10 Dollar. In den ​USA stehen ​im November Zwischenwahlen an. 



Source link

Ähnliche Beiträge