Ukraine will Putins Waffenruhe-Angebot prüfen


Mit Blick auf das russische Angebot einer Feuerpause während der Siegesparade in Moskau am 9. Mai hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj seinen Wunsch nach weiteren Informationen bekräftigt. Sein Team werde nähere Details über das Angebot des Kremls aus Washington erfragen, machte Selenskyj deutlich: „Wir werden klären, worum es sich dabei genau handelt – um ein paar Stunden Sicherheit für eine Parade in Moskau oder um mehr.“

Russlands Staatschef Wladimir Putin hatte den Vorschlag über eine temporäre Waffenruhe in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump am Mittwoch unterbreitet. Putin sagte laut Kreml-Berater Juri Uschakow in dem Gespräch, er sei bereit, für die Dauer der Feierlichkeiten zum Tag des Sieges eine Waffenruhe anzuordnen“.  Trump habe den Vorschlag demnach „aktiv unterstützt“ und darauf hingewiesen, „dass dieser Feiertag unseren gemeinsamen Sieg markiert“.

„Unser Vorschlag ist ein dauerhafter Frieden“

Selenskyj machte deutlich, die Ukraine wolle ein Ende des Krieges mit Russland. „Unser Vorschlag ist ein langfristiger Waffenstillstand, verlässliche und garantierte Sicherheit für die Menschen und ein dauerhafter Frieden.“ Die Ukraine sei bereit, darauf in jedem „würdevollen und effektiven“ Format hinzuarbeiten, so Selenskyj. 

Panzer rollen über den Roten Platz, die Besatzung salutiert (09.05.2025)
Moskauer Parade zum „Tag des Sieges“ über Nazi-Deutschland (2025): Diesmal ohne schweres militärisches GerätBild: /Sergey Bobylev/SNA/IMAGO

Am 9. Mai wird in Russland und anderen früheren Sowjetrepubliken an den Sieg über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg erinnert. In Westeuropa und seit 2023 auch in der Ukraine findet das Gedenken bereits am 8. Mai statt. 

Die russische Regierung kündigte am Mittwoch an, dass wegen möglicher ukrainischer Angriffe auf die Parade in diesem Jahr kein schweres militärisches Gerät aufgefahren werden soll. Normalerweise demonstriert Russland bei dem Aufmarsch auf dem Roten Platz in Moskau alljährlich seine militärische Stärke.

gri/AR (afp, dpa)



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