News zu Iran: Iran verurteilt US-Angriffe als groben Verstoß gegen Waffenruhe – Politik


Viele Angaben stammen von Konfliktparteien und lassen sich teilweise nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.

Wichtige Updates

Israel weitet Militäreinsatz in Libanon aus 

Israel will neuen Hamas-Chef im Gazastreifen angegriffen haben

Syrische Übergangsregierung: Reste von Assads Chemiewaffenprogramm gefunden

Chamenei: Es wird für die USA keinen sicheren Hafen mehr in der Region geben

Libanon meldet zwölf Tote nach israelischen Angriffen

Iran verurteilt US-Angriffe als groben Verstoß gegen Waffenruhe   

Das iranische Außenministerium hat die jüngsten US-Angriffe als groben Verstoß gegen die Waffenruhe verurteilt und mit Vergeltung gedroht. „Zweifellos wird die Islamische Republik Iran keinen provokativen Akt unbeantwortet lassen und nicht das geringste Zögern bei der Verteidigung der nationalen Souveränität Irans dulden“, heißt es in einer Erklärung des Ministeriums. Diese aggressiven Handlungen hätten den „boshaften Willen“ der US-Regierung offenbart.

Mehr zu den Hintergründen der erneuten Angriffe der USA lesen Sie hier:

UN-Sicherheitsrat verurteilt Angriff auf Atomkraftwerk in den VAE 

Der ⁠UN-Sicherheitsrat verurteilt den Angriff auf das Atomkraftwerk Barakah in ​den ​Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Der ‌Angriff verstoße gegen ‌das Völkerrecht, teilt das Gremium in einer Erklärung ​mit. Verantwortliche ​für die Attacke nennt ​der Rat nicht. Die VAE hatten vergangene Woche mitgeteilt, aus ‌dem Irak seien sechs Drohnen gestartet, von ‌denen ‌eine das Kraftwerk getroffen habe. ​Im Irak hatten sich von Iran unterstützte ​Milizen während des Krieges ‌zwischen den USA, Israel und Iran zu Angriffen auf „feindliche Stützpunkte im Irak und in der Region“ ⁠bekannt. 

Israel weitet Militäreinsatz in Libanon aus 

Israel hat Libanon nach Angaben aus deren Sicherheitskreisen mit über 120 Luftschlägen angegriffen. Dies sei eine der schwersten Bombardierungen seit Wochen, heißt es. Bei einem Angriff auf die Stadt Burdsch al-Schamali im Süden des Landes werden der staatlichen Nachrichtenagentur NNA zufolge mindestens zehn Menschen getötet. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärt, das Militär weite seine Einsätze in dem Land aus. 

Netanjahu teilte mit, Israel vertiefe seine Vorstöße im Nachbarland. Das Militär sei mit starken Kräften im Einsatz und bringe Gebiete unter seine Kontrolle. „Wir befestigen den Sicherheitsstreifen, ​um die nördlichen Gemeinden zu schützen“, erklärte der Regierungschef. 

Zwei Insidern zufolge rückten die israelischen Truppen über ⁠die Demarkationslinie hinaus vor. Diese sogenannte Gelbe Linie hatte Israel selbst nach einer Feuerpause mit der radikal-islamischen Hisbollah-Miliz vom 16. April gezogen. Sie ​ist Teil ​einer geplanten Pufferzone, die fünf bis zehn Kilometer tief ‌in den Südlibanon reicht. Ein israelischer Militärangehöriger ‌sagte, die Armee gehe gezielt jenseits dieser Verteidigungslinie vor, um Bedrohungen für die israelische Bevölkerung abzuwenden.

Bislang ist offen, ob ein mögliches Waffenstillstandsabkommen mit ​Iran auch ​die Kämpfe zwischen Israel und der vom Iran ​unterstützten Hisbollah beenden würde. Die Miliz erklärte am Dienstag, sie habe anrückende israelische Truppen nahe der südlibanesischen Stadt Sawtar al-Scharkija mit Drohnen, Raketen und Artillerie angegriffen. Das ‌israelische Militär bombardierte seinerseits mehrere Städte im Südlibanon sowie in der Bekaa-Ebene und forderte die Bevölkerung ‌zur Räumung bestimmter Gebiete auf. 

Israel will neuen Hamas-Chef im Gazastreifen angegriffen haben

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte mit, das Militär habe einen Angriff gegen den neuen Chef des bewaffneten Flügels der Hamas, Mohammed Odeh, ausgeführt. Der Angriff habe sich im Gazastreifen ereignet. Weitere Details nannte Netanjahu zunächst nicht. Mohammed Odeh sei einer der Drahtzieher des Terrorüberfalls vom 7. Oktober 2023, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz am Abend. 

Aus Israel und dem Gazastreifen gab es zunächst keine Angaben dazu, ob Odeh tatsächlich getroffen oder gar getötet wurde. Aus medizinischen Kreisen im Gazastreifen hieß es allerdings, dass bei einem israelischen Angriff auf ein Haus in der Stadt Gaza mehrere Menschen ums Leben gekommen seien. Zudem habe es dabei mehrere Verletzte gegeben. Es war zunächst aber unklar, ob es sich bei dem Luftschlag um den Angriff auf Odeh handelte. 

Iran lässt angeblich 25 Schiffe Straße von Hormus passieren 

Nach Angaben der iranischen Revolutionsgarde passierten in den vergangenen 24 Stunden 25 Öltanker, Containerschiffe und andere Handelsschiffe die Straße von Hormus mit Erlaubnis Irans. Dies meldet die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf die Marine der Elitetruppe. 

Dax knickt ein – Nahost-Lage bleibt fragil 

Der deutsche Aktienmarkt zollt seiner jüngsten Kursrallye Tribut. Angesichts der wieder angespannteren Lage im Iran-Krieg hielten sich die Gewinnmitnahmen in Grenzen. Allerdings „wachsen schon wieder die Zweifel, ob es tatsächlich zeitnah zu einer schnellen und reibungslosen Einigung zwischen den Kriegsparteien kommen kann“, warnte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. Und für die Experten von Index-Radar „bleibt der fundamentale Nährboden dieser Rally fragil“.

Der Dax schloss 0,80 Prozent tiefer bei 25 184,89 Punkten. Am Pfingstmontag hatte der Leitindex dank der anhaltenden Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs wieder die 25 000-Punkte-Marke geknackt und war zeitweise bis auf 25 438 Punkte geklettert – nahe an das Rekordhoch vom Januar bei 25 507 Punkten. Für den MDax, der die mittelgroßen Börsenunternehmen enthält, ging es am Dienstag letztlich um 0,33 Prozent auf 32 698,65 Punkte bergab.

Belastung kam von den gestiegenen Ölpreisen, die einen Teil der jüngsten Verluste wieder wettmachten. US-Militärschläge gegen iranische Raketenstellungen und Boote trotz der Waffenruhe dämpften Hoffnungen auf ein Abkommen zum Ende des Iran-Kriegs sowie zur Öffnung der Straße von Hormus und sorgten für Preisauftrieb am Ölmarkt.

Syrische Übergangsregierung: Reste von Assads Chemiewaffenprogramm gefunden

Die syrische Übergangsregierung hat nach eigenen Angaben Überreste des geheimen Chemiewaffenprogramms des ehemaligen syrischen Präsidenten Baschar al-Assad aufgespürt. Darunter seien Grundstoffe und Munition, die denen ähnelten, die während des langen Bürgerkriegs für tödliche Gasangriffe verwendet worden seien, sagt Mohamad Katoub, Syriens Ständiger Vertreter bei der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) in Den Haag, der Nachrichtenagentur Reuters. Die Behörden hätten zudem 18 Verdächtige wegen mutmaßlicher ​Beteiligung an Assads Chemiewaffenprogramm festgenommen, darunter hochrangige Militärs, Politiker und technische Experten.   

Israel enteignet heilige Stätte des Islam in besetzten Gebieten 

Mit dem Grab des Propheten Samuel hat Israel erstmals eine islamische heilige Stätte in den besetzten palästinensischen Gebieten enteignet. Nach Angaben der israelischen Friedensorganisation „Peace Now“ erließ Israels Zivilverwaltung einen Enteignungsbeschluss für insgesamt knapp 11 Hektar Land in Nabi Samuel nahe Jerusalem. Auf dem Gebiet befinde sich auch die Moschee mit der als Grab des Propheten Samuel verehrten Stätte. Sie ist bisher im Besitz der islamischen Waqf-Behörde, die auch die heiligen islamischen Stätten auf dem Tempelberg verwaltet.

2018 war nach Einsprüchen von Anwohnern zunächst ein 2013 vorgelegter Bebauungsplan für das Gebiet abgelehnt worden. Nun setzte die israelische Koordinationsstelle für Regierungsaktivitäten in den besetzten Gebieten (Cogat) das Vorhaben durch.

Auf dem enteigneten Gebiet liegen laut „Peace Now“ auch ein archäologischer Park, Ackerflächen, eine Quelle sowie Zufahrtsstraßen. Die Organisation wirft der Behörde unter Finanzminister Bezalel Smotrich (Religiöser Zionismus) vor, auf diese Weise die Annektierung des Westjordanlands voranzutreiben. Die Enteignung einer religiösen Stätte drohe, „einen politischen Konflikt in einen Religionskrieg zu verwandeln“.

Vor Oman: Treibstoff nach Explosion an Tanker ausgetreten

Vor der Küste Omans hat sich nach einem mutmaßlich iranischen Angriff an einem Tanker eine Explosion ereignet. Der Kapitän habe eine Explosion am Schiffsrumpf gemeldet, teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) mit. Die Besatzung sei in Sicherheit, es sei aber Treibstoff ausgetreten und ins Meer geströmt. Schiffe in der Nähe wurden aufgerufen, die Gegend vorsichtig zu befahren. Weil sich die Explosion nahe der Wasserlinie ereignete, könnte es sich um einen Angriff mit einem Drohnenboot handeln oder mit einer Haftmine, die am Schiffsrumpf angebracht wurde.

Chamenei: Es wird für die USA keinen sicheren Hafen mehr in der Region geben

Die USA können sich nach einer Erklärung des obersten iranischen ​Führers Ayatollah Modschtaba Chamenei nicht mehr auf den Schutz ihrer Militärstützpunkte durch die Golfstaaten ⁠verlassen. Es werde für die USA in der Region keinen sicheren Hafen mehr geben, betont Chamenei in der Mitteilung auf seinem Telegram-Kanal.

Chamenei ​war ​zum Nachfolger seines Vaters ernannt worden, nachdem dieser ‌zu Beginn des Kriegs getötet worden war. ‌Er soll allerdings selbst verletzt worden sein. Öffentlich ist er seit seiner Ernennung nicht in Erscheinung getreten, was Spekulationen über ​seinen Gesundheitszustand schürt.

Auch die iranische Revolutionsgarde (IRGC) droht dem Erzfeind erneut: Man behalte sich das Recht auf Vergeltung vor – für jegliche Verletzungen der Waffenruhe durch die USA. Sie hätten auf eine US-Drohne vom Typ RQ-4 und ein Kampfflugzeug des Typs F-35 gefeuert und eine US-Drohne vom Typ MQ-9 Reaper geortet, hieß es in einer Mitteilung am Vormittag (Ortszeit). Die Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim berichteten, die IRGC hätte eine US-Kampfdrohne vom Typ MQ-9 abgeschossen.

Am frühen Nachmittag (Ortszeit) schrieb das iranische Außenministerium, die USA hätten in den vergangenen 48 Stunden grob gegen die Waffenruhe verstoßen. Dies zeuge inmitten diplomatischer Bemühungen von einem Vertrauensbruch, berichtete Tasnim unter Berufung auf die Stellungnahme. Es habe „mehrere Fälle von Piraterie gegen iranische Handelsschiffe gegeben“. Die iranische Führung bezeichnet die US-Seeblockade als Piraterie. Inmitten der Waffenruhe und laufenden Verhandlungen zur Beilegung des Kriegs hatte das US-Militär in der Nacht bekanntgegeben, Ziele in Iran angegriffen zu haben.

Iranische Medien: Teheran fordert Freigabe von Vermögenswerten in Höhe von 24 Milliarden Dollar

In den Verhandlungen um ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Kriegs zwischen den USA und Iran machen iranische Medienberichte eine Forderung deutlich: Es geht auch um Geld. Mit Inkrafttreten eines Rahmenabkommens zwischen den Kriegsparteien müsste die Hälfte von insgesamt 24 Milliarden Dollar (rund 21 Milliarden Euro) eingefrorener Vermögenswerte zur Verfügung gestellt werden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf eine namentlich nicht genannte Quelle des iranischen Vermittlerteams. Die restliche Summe müsse innerhalb einer 60-Tage-Frist, die für das Rahmenabkommen von beiden Kriegsparteien genannt wurde, überwiesen werden, hieß es bei Tasnim weiter. Auch die Agentur Fars berichtete, ohne eine Freigabe von Geldern sei keine Einigung möglich.

Erst am Montag war eine hochrangige iranische Delegation um den Verhandlungsführer und Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf im Golfstaat Katar zu Gesprächen. Dabei sei es nach Tasnim-Informationen auch um die Forderungen zu den Vermögenswerten gegangen. In Katar sind iranische Einnahmen des sanktionierten Ölgeschäfts eingefroren. Schätzungen über die Menge der weltweit eingefrorenen iranischen Mittel gehen weit auseinander. Diese schließen teilweise Immobilien oder Buchungswerte mit ein, die in der Realität weniger wert sein könnten. Woher die iranische Zahl von 24 Milliarden Dollar stammt, blieb bisher unklar.

Libanon meldet zwölf Tote nach israelischen Angriffen

Bei israelischen Luftangriffen in Libanon sind nach libanesischen Angaben zwölf Menschen getötet worden. Bei den Angriffen auf einen Ort in der Bekaa-Ebene im Südosten des Landes am späten Montagabend seien weitere Menschen verletzt worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur NNA, ohne eine genaue Zahl zu nennen. Es seien dort mindestens acht Angriffe gezählt worden. 

Die israelische Armee teilte dazu mit, sie habe in dem Gebiet auf die Infrastruktur der libanesischen Hisbollah-Miliz gezielt, dabei seien auch „Terroristen ausgeschaltet“ worden. Insgesamt habe Israel mehr als 100 Hisbollah-Ziele in der Bekaa-Ebene und anderen Orten im Süden des Landes im Visier gehabt. Bei den Attacken in der Bekaa-Ebene seien „Terrorinfrastruktur-Stätten“ getroffen worden, darunter ein Hisbollah-Waffenlager. Die Hisbollah äußerte sich zunächst nicht.

Das israelische Militär rief zudem am Mittag (Ortszeit) die Bewohner der Stadt Nabatija im Süden des Landes zur Flucht auf. Zahlreiche Bewohner aus den südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut hatten bereits in der Nacht aus Angst vor israelischen Luftangriffen ihre Häuser verlassen. Nabatija ist eine der wichtigsten Städte im Süden und wurde im Zuge des Kriegs bereits großflächig zerstört. Es ist das erste Mal, dass die israelische Armee spezifisch die Bewohner der gesamten Stadt Nabatija zur Evakuierung auffordert.

Die Hisbollah hat in den Vororten eine starke Präsenz. Laut einem Bericht der libanesischen Nachrichtenseite L’Orient Today soll es am Montag zu 76 Luftangriffen auf 44 Ziele sowie zu weiteren Drohnen- und Artillerieeinsätzen gekommen sein. Beobachter befürchten, dass eine weitere Intensivierung der Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah auch die aktuell laufenden Verhandlungen zwischen den USA und Iran über ein Kriegsende erschweren könnten. Teheran besteht darauf, dass das angepeilte Rahmenabkommen beide Kriegsschauplätze umfassen müsse. 

Ölpreise ziehen wieder an

Die Ölpreise sind wieder gestiegen. Die US-Militärschläge gegen Iran haben die Hoffnung auf ein Abkommen zum Ende des Kriegs und zur Öffnung der Straße von Hormus gedämpft. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der globalen Referenzsorte Brent stieg um mehr als zwei Prozent auf 98,44 US-Dollar. Rohöl aus den USA wurde bei etwa 92 Dollar gehandelt.

Am Montag war der Preis für Öl der Sorte Brent in der Spitze um etwa acht Dollar je Barrel gefallen und hatte bei knapp 96 Dollar den tiefsten Stand seit Mitte April erreicht. US-Präsident Donald Trump hatte ein mögliches Rahmenabkommen mit Teheran als „weitgehend“ ausgehandelt bezeichnet – und so die Hoffnung auf eine Entspannung im Nahen Osten geschürt. Diese scheint nach den nächtlichen US-Angriffen auf Raketenstellungen und Boote in der Straße von Hormus wieder gesunken zu sein. 

US-Streitkräfte greifen Ziele im Süden Irans an

Das US-Militär hat trotz der Waffenruhe im Süden Irans in der Nacht Raketenstellungen angegriffen sowie im Bereich der Straße von Hormus, südlich der Insel Larak, Boote attackiert, die Minen in der Meerenge verlegen wollten. Es handele sich um Angriffe zur Selbstverteidigung, berichtete der Sender Fox News unter Berufung auf das US-Zentralkommando Centcom. 

Mehrere iranische Einsatzkräfte seien dabei getötet worden, berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Nour News, ohne weitere Details zu nennen. In der iranischen Stadt Bandar Abbas und weiteren Küstengebieten an der Straße von Hormus gab es iranischen Medienberichten zufolge in der Nacht Explosionen. Der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge waren in Bandar Abbas drei Detonationen zu hören. Die Agentur Fars meldet ähnliche Geräusche in der Nähe der Städte Sirik und Dschask an der Straße von Hormus. 

US-Präsident Donald Trump hatte erst wenige Stunden vorher angedeutet, dass eine Einigung über eine Waffenruhe und Wiedereröffnung der Meerenge unmittelbar bevorsteht. US-Außenminister Marco Rubio wiederum sagte Reportern während einer Reise in Indien, die Gespräche mit Iran könnten noch mehrere Tage dauern. Trump werde entweder einem guten Abkommen zustimmen oder überhaupt keinem Abkommen.

Trump: Irans angereichertes Uran soll zerstört werden

US-Präsident Donald Trump hat erklärt, das in Iran bereits angereicherte Uran solle in den USA oder an einem anderen Ort zerstört werden. Das Material werde entweder „sofort“ an die USA übergeben, in die Vereinigten Staaten gebracht und dort vernichtet, oder in Abstimmung mit Iran vor Ort oder anderswo zerstört, schreibt Trump auf Truth Social. Der Prozess solle von Atomenergie-Experten überwacht werden, Trump verwies dabei auf die „Atomenergie-Kommission“. Unklar blieb bislang, ob er damit eine US-Behörde oder die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) meint.

Offen ist auch, ob Trumps Aussage den Stand der Gespräche über ein mögliches Rahmenabkommen für ein Ende des Iran-Krieges widerspiegelt oder weiterhin bloß eine Forderung der US-Regierung ist. Der Umgang mit etwa 400 Kilogramm hochangereichertem Uran gilt als zentraler Streitpunkt. 

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte nach einem Telefonat mit Trump mit, beide seien sich einig: Ein endgültiges Abkommen müsse die nukleare Gefahr beseitigen. Dazu gehörten der Abbau iranischer Anreicherungsanlagen und die Entfernung der Bestände hochangereicherten Urans aus dem Land. 



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