Nach langer Feuerpause – US-Armee greift wieder Ziele im Iran an


Das schwarze Flugzeug in der Luft vor hellblauem Himmel. es isz von der Seite auf gleicher Höhe fotografiert.

Ein F15-Kampfjet der US-Luftwaffe (Archivbild). (picture alliance / ZUMAPRESS.com / Usaf / U.S. Air)

Den Angaben zufolge wurden Raketenstellungen im Süden des Landes sowie Boote im Bereich der Straße von Hormus attackiert, die Minen verlegen sollten. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt. Das Zentralkommando betonte aber, grundsätzlich übe man sich im Rahmen der seit April geltenden Waffenruhe in Zurückhaltung. Iranische Medien berichteten von mehreren Todesopfern nach einem amerikanischen Angriff auf die Insel Larak in der Straße von Hormus.

Widersprüchliche Angaben von Trump

US-Präsident Trump hatte zuletzt widersprüchliche Angaben zu Gesprächen mit dem Iran über ein Ende des Krieges gemacht. Er erklärte zunächst, ein Abkommen sei bereits weitgehend ausgehandelt, und die Details würden in Kürze bekanntgegeben. Später teilte er mit, er habe seine Unterhändler angewiesen, nichts zu überstürzen.

Korrespondent Weber: Es gab immer wieder Zwischenfälle

ARD-Hörfunkkorrespondent Benjamin Weber wies im Deutschlandfunk darauf hin, dass es während der Waffenruhe immer wieder Konflikte gegeben habe, bei denen auch geschossen worden sei, etwa in der Straße von Hormus. Die große Eskalation sei aber bei all diesen Zwischenfällen ausgeblieben. Auch befinde sich der Iran ja weiterhin mitten in Gesprächen. Eine hochrangige Delegation mit Parlamentspräsident Ghalibaf und Außenminister Aragtschi sei derzeit zu Beratungen in Katar, um das immer wieder diskutierte Rahmenabkommen mit den USA voranzutreiben.

Korrespondent Barenberg: kein Ende der Verhandlungen

Unser USA-Korrespondent Jasper Barenberg sagte im Deutschlandfunk, aus seiner Sicht bedeuteten die Angriffe nicht das Ende der Verhandlungen. Auch Präsident Trump setze sich gerade sehr dafür ein, eine Einigung zu erzielen, vor allem mit Blick auf eine freie Schifffahrt in der Straße von Hormus. Zugleich seien bei den Beratungen zentrale Fragen bislang offengeblieben, etwa was die Zukunft des Atomprogramms oder die Freigabe von eingefrorenen iranischen Vermögenswerten angehe.

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Diese Nachricht wurde am 26.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



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