Mögliche Hormus-Mission: Bundeswehr verlegt Minenjagdboot ins Mittelmeer


Zwei Minenjagdboote der Bundeswehr liegen im Hafen von Kiel.

Stand: 25.04.2026 • 05:19 Uhr

Die Bundeswehr wird einen Minensucher ins Mittelmeer verlegen – um im Falle einer Mission in der Straße von Hormus Zeit zu sparen. Laut Verteidigungsminister Pistorius müssen dafür aber noch weitere Bedingungen erfüllt sein.

Zur Vorbereitung eines möglichen Einsatzes in der Straße von Hormus nach einem Ende des Iran-Kriegs will Verteidigungsminister Boris Pistorius bereits deutsche Marine-Einheiten ins Mittelmeer schicken. „Wir werden einen Minensucher ins Mittelmeer verlegen und ihm ein Führungs- und Versorgungsschiff zur Seite stellen“, sagte Pistorius der Rheinischen Post.

Ziel sei es, im Falle eines Mandats des Bundestages rasch handlungsfähig zu sein. „Um Zeit zu sparen, haben wir uns entschieden, einen Teil der deutschen Einheiten frühzeitig ins Mittelmeer zu verlegen, um dann – nach Mandatsbeschluss – keine weitere Zeit zu verlieren“, erklärte der Minister. Ähnlich sei er bereits im Vorfeld der EU-Marinemission „Aspides“ im Roten Meer vorgegangen, was den dortigen Einsatzstart erheblich beschleunigt habe.

„Richtig gut darin, Minen aufzuspüren“

Pistorius fügte hinzu: „Unsere Marine ist richtig gut darin, Minen aufzuspüren und zu räumen. Das könnten wir leisten, um in der Meerenge von Hormus zu einer freien und sicheren Schifffahrt und Navigation beizutragen.“

Ein tatsächlicher Einsatz am Persischen Golf ist Pistorius zufolge jedoch an strikte Bedingungen geknüpft. „Voraussetzung für einen deutschen Einsatz der Marine in der Straße von Hormus ist zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen“, betonte er. Als rechtlichen Rahmen brachte der Minister eine Ausweitung der bestehenden EU-Mission „Aspides“ ins Spiel, deren Mandat bislang auf die Abwehr von Gefahren im Roten Meer beschränkt ist.



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