Eli Lilly und Boehringer Ingelheim


Auf einer Edelstahltafel steht das Firmenlogo des Pharmakonzerns Boehringer Ingelheim, (Rheinland-Pfalz, Ingelheim am Rhein )

Der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim kürzt Investitionen, nach Ansicht des IW ist das ein Warnsignal (picture alliance / dpa / Andreas Arnold)

Die Pharmaexpertin des IW, Jasmina Kirchhoff, sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Entwicklung sei sehr ernst zu nehmen. Viele andere Unternehmen hätten ähnliche Überlegungen. Angesichts der Gesundheitsreform fehle den Firmen Planungssicherheit. Sie hoffe, die deutsche Politik habe spätestens jetzt verstanden, dass es einen ernsthaften Konflikt zwischen gesundheits- und wirtschaftspolitischen Zielsetzungen gebe. Deutschland habe den größten Gesundheitsmarkt in Europa, andere Länder koppelten ihre Preise an deutsche Arzneimittelpreise, betonte Kirchhoff.

Eli Lilly wollte am Produktionsstandort im rheinland-pfälzischen Alzey bislang 2,5 Milliarden US-Dollar ausgeben, nun soll es nur noch die Hälfte sein. Boehringer streicht nach eigenen Angaben 900 Millionen Euro, die vor allem für den Ausbau von Infrastruktur vorgesehen waren, etwa für neue Laborgebäude. Beide Unternehmen nannten zur Begründung die geplanten Sparmaßnahmen der Bundesregierung im Rahmen der Gesundheitsreform.

Eine Sprecherin von Gesundheitsministerin Warken (CDU) verteidigte zuletzt den politischen Kurs. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Schnieder, ebenfalls CDU, hatte sich indes besorgt geäußert. Er kündigte an, im laufenden Gesetzgebungsverfahren in Berlin vermittelnd Einfluss zu nehmen.

Diese Nachricht wurde am 07.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



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