B-52-Bomber in den USA abgestürzt


Rauchwolken steigen von einem B-52-Bomber auf, der kurz nach dem Start auf einem Stützpunkt der US-Luftwaffe in Südkalifornien abgestürzt ist.

Nach Angaben der US-Luftwaffe sei die Maschine unmittelbar nach dem Abheben auf der Startbahn verunglückt.

Quelle: Uncredited/Debbie Reyes Katz/AP/dpa


Beim Absturz eines Bombers vom Typ B-52 in den USA sind alle acht Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich kurz nach dem Start des Langstreckenbombers, teilte der Militärstützpunkt Edwards Air Force Base im Bundesstaat Kalifornien mit. Rettungskräfte seien sofort vor Ort gewesen.

Es handle sich um „eine schreckliche Tragödie, bei der wir acht großartige Amerikaner verloren haben“, sagte Colonel James Hayes bei einer Pressekonferenz. Aktuell würden die Familien der Opfer verständigt. Erst danach könne er nähere Angaben zu den Getöteten machen.

An Bord sei eine gemischte Besatzung aus Militärangehörigen, zivilen Regierungsmitarbeitern und Beschäftigten von Vertragsfirmen gewesen, so Hayes. Wie der Flugzeugbauer Boeing mitteilte, waren zwei der Opfer Mitarbeiter des US-Konzerns.

B-52-Bomber absolvierte Testflug

Hayes zufolge sollte bei dem Flug am späten Montagvormittag (Ortszeit) ein neues Radarsystem getestet werden. Das Flugzeug hob demnach ab, stürzte unmittelbar danach ab und ging in Flammen auf.

Derzeit haben wir keinerlei Hinweise darauf, was die Ursache dafür war.

James Hayes, Luftwaffen-Oberst

Eine Kommission werde den Fall untersuchen. Danach werde entschieden, welche Informationen an die Öffentlichkeit gelangen dürften. Wegen Schäden an der Startbahn wurde der Flugbetrieb auf dem Stützpunkt bis mindestens Dienstag ausgesetzt.

Dieses Bild stammt aus einem von KABC zur Verfügung gestellten Video und zeigt Einsatzkräfte am 15.06.2026, die in der Nähe der Edwards Air Force Base in Kalifornien am Ort eines Flugzeugabsturzes im Einsatz sind.

Dieses Bild stammt aus einem von KABC zur Verfügung gestellten Video und zeigt Einsatzkräfte, die in der Nähe der Edwards Air Force Base in Kalifornien am Ort eines Flugzeugabsturzes im Einsatz sind.

Quelle: Uncredited/KABC/AP/dpa


Gouverneur Newsom: „Dankbar für alle Ersthelfer und Rettungskräfte“

Die Flugzeuge des Herstellers Boeing vom Typ B-52 sind Langstreckenbomber der US-Luftwaffe, bekannt auch als „Stratofortress“ (auf Deutsch etwa: „Festung in der Stratosphäre“). Im Normalfall haben sie fünf Besatzungsmitglieder an Bord. Sie können sowohl konventionelle Sprengsätze als auch Atombomben abwerfen.

Die Edwards Air Force Base befindet sich gut 100 Kilometer nördlich von Los Angeles in der Mojave-Wüste. Sie dient dem Militär unter anderem als Testgelände. In der Vergangenheit hatten die USA von dort aus unter anderem Tarnkappendrohnen und Jets mit sechsfacher Schallgeschwindigkeit getestet.

Ein strategischer Bomber vom Typ B-52 Stratofortress der US-Luftwaffe steht am 08.04.2026 auf dem Rollfeld des RAF-Stützpunkts Fairford in Gloucestershire, Großbritannien.

Die von Boeing gebaute B-52 „Stratofortress“ ist ein Langstreckenbomber, der sowohl nukleare als auch präzisionsgelenkte konventionelle Waffen tragen kann. Das Foto zeigt einen solchen Bomber in Großbritannien.

Quelle: epa


Der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, drückte den Opfern, Familien und Mitarbeitern sein Mitgefühl aus. Er sei „dankbar für alle Ersthelfer und Rettungskräfte, die derzeit vor Ort im Einsatz sind“.

B-52-Bomber kamen auch im Iran-Krieg zum Einsatz

Seit mehr als 60 Jahren bilden die B-52 das Rückgrat der Bomberflotte der USA. Sie dienen der nuklearen Abschreckung, kamen zuletzt aber auch immer wieder im Iran-Krieg zum Einsatz. Ein Grund dafür ist, dass sie auch besonders schwere, bunkerbrechende Bomben abwerfen können.

Montage: Zwei Militärjets fliegen am Himmel. Im Hintergrund sind die Flaggen der USA und der Sowjetunion zu sehen. Am Boden beobachtet ein Kamerateam eine große Atom-Explosion.

Im Kalten Krieg schicken die USA unter anderem nuklear bewaffnete B-52-Bomber rund um die Uhr in die Luft.

05.11.2025 | 44:28 min


Bereits im Jahr 2016 war ein B-52-Bomber der US-Luftwaffe auf der pazifischen Insel Guam verunglückt. Die Maschine hatte den Start bei hoher Geschwindigkeit abgebrochen, kam vom Rollfeld ab und ging in Flammen auf. Von den sieben Menschen an Bord wurde einer leicht verletzt.

Weit verheerender ging ein Unfall im Jahr 1966 aus, als ein B-52-Bomber in Spanien mit einem Tankflugzeug kollidierte. Beide Maschinen stürzten in der Nähe der Ortschaft Palomares ab. Die Atombomben an Bord der B-52 – mit einem Vielfachen an Sprengkraft der Hiroshima-Bombe – explodierten nicht. Zwei von ihnen platzten aber beim Aufprall auf den Boden auf und setzten radioaktives Plutonium frei. Sieben der insgesamt elf Besatzungsmitglieder der beiden Maschinen kamen ums Leben.

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Quelle: dpa, Reuters

Über dieses Thema berichtete das gemeinsame Morgenmagazin von ARD und ZDF am 16.06.2026 ab 05:30 Uhr.



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