Tunesien entlässt Trainer nach nur einem Spiel

Für Sabri Lamouchi ist die Fußball-Weltmeisterschaft nach nur einem Spiel vorbei. Der Trainer der tunesischen Fußball-Nationalmannschaft wurde nach der ernüchternden 1:5-Auftaktniederlage seiner Mannschaft gegen Schweden mit sofortiger Wirkung entlassen. Das bestätigte der tunesische Verband (FTF) am Montag. Als Nachfolger übernimmt Lamouchis französischer Landsmann Hervé Renard.
Aus nach fünf Spielen und vier Niederlagen
Lamouchi hatte seinen Job als Nationaltrainer erst Mitte Januar übernommen. Der frühere französische Nationalspieler folgte auf den Tunesier Sami Trabelsi, der nach dem Achtelfinal-Aus beim Afrika-Cup hatte gehen müssen. Seit Januar 2024 war Lamouchi bereits der fünfte Nationaltrainer Tunesiens.
Er betreute das Team allerdings nur bei fünf Spielen und kassierte dabei vier Niederlagen. Schon die Generalprobe zur WM gegen Belgien war mit einem 0:5 enttäuschend ausgefallen, der einzige Sieg unter Lamouchis Führung gelang gegen WM-Teilnehmer Haiti.
Frühe Trennung auch 1998 in Frankreich
Dass Tunesien seinen Trainer während einer WM entlässt, kommt nicht zum ersten Mal vor. Henryk Kasperczak musste bei der Endrunde 1998 in Frankreich nach zwei Niederlagen seinen Platz auf der Bank räumen. Damals waren auch Südkoreas Trainer Bum-Kun Cha und Saudi-Arabiens brasilianischer Coach Carlos Alberto Parreira vorzeitig rausgeworfen worden.
Im staatlichen Fernsehen gab Moez Nassari, der Präsident des tunesischen Fußballverbands, nun bekannt, dass Lamouchis Nachfolger Renard „bis zum Ende der Weltmeisterschaft 2026 die Leitung der Nationalmannschaft übernehmen“ werde. „Renard wird am Dienstag in Monterrey eintreffen, wo er die erste Trainingseinheit mit der Mannschaft leiten wird.“
Renard war bis April als Nationaltrainer Saudi-Arabiens tätig, dann aber entlassen worden. Sein erster Auftritt an der Seitenlinie steht am Sonntag im Spiel gegen Japan an. Will Tunesien noch die K.o.-Runde erreichen, braucht die Mannschaft Punkte. Zum Abschluss geht es dann gegen die Niederlande.
