Apple-Aktie auf Allzeithoch – dank Donald Trump?
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Apple-Aktie auf Allzeithoch – dank Trump?
US-Präsident Donald Trump wird in China von einer namhaften Wirtschaftsdelegation begleitet und kaufte sich zuvor in diese Firmen ein. Vor allem Apple zählt zu den Profiteuren
US-Präsident Donald Trump hat in den Monaten vor seiner China-Reise kräftig in den Tech-Konzern Apple investiert, dessen Chef Tim Cook ihn in Peking begleitet. Bis zu 7,2 Mio. Dollar (rund 6,2 Mio. Euro) investierte Trump in den ersten drei Monaten des Jahres in Apple, wie aus Daten der US-Behörde für Regierungsethik hervorgeht. Die genauen Geldbeträge lassen sich nicht ablesen, angegeben sind in der verpflichtenden Aufstellung wie üblich nur ungefähre Spannweiten.
Seine Investitionen in Apple hat Trump allerdings erheblich aufgestockt, wie aus den Daten hervorgeht. Der größte Zukauf ist auf Anfang Februar datiert und hatte einen Wert zwischen einer und fünf Mio. Dollar. Ob die Investitionen in Aktien oder andere Finanzinstrumente flossen, wird aus den Daten nicht klar.
Auch mit Boeing und Nvidia trieb Trump Handel
Ob es das Trump-Investment war, dass die Apple-Aktie auf ein neues Allzeithoch über 300 Dollar hievte, dürfte schwer zu belegen sein. Die Gründe für die Rally sind vielfältig: Der neue Chef John Ternus, in den Anleger KI-Fantasie einpreisen, etwa. Oder, dass Apple im Vergleich zu anderen Mag 7-Aktien weiterhin über einen hohen Free Cash-Flow verfügt – also bislang wenig in KI investiert – was sich als weitsichtig herausstellen könnte. Aber auch Trumps Unterstützung dürfte eine Rolle spielen.
Der US-Präsident wird bei seinem Staatsbesuch von einer großen Wirtschaftsdelegation begleitet, darunter nicht nur der scheidende Apple-Chef Tim Cook, sondern auch Tesla-CEO Elon Musk sowie der Chef des Chipherstellers Nvidia, Jensen Huang, und Boeing-Chef Kelly Ortberg. Trump kaufte sich teilweise auch hier in den Monaten ein, allerdings lässt sich aus den Daten keine klare Tendenz ablesen, ob Käufe oder Verkäufe überwogen.
Boeing sicherte sich in China einen Auftrag über 300 Flugzeuge im Wert von über 37 Mrd. Dollar, den auch Trump verkündete – dabei allerdings eine andere Zahl nannte. An der Börse war derweil ein noch größerer Auftrag erwartet worden, weshalb die Aktie deutlich verlor.
Nvidia versucht gerade, wieder in den chinesischen Markt reinzukommen. Der Konzern, der die führende Rolle bei Chips für Künstliche Intelligenz spielt, machte einst auch in China Milliardengeschäfte. Doch dann kamen Exportbeschränkungen der US-Regierung sowie Anweisungen Pekings, Technik eigener Hersteller wie Huawei zu kaufen. Für Nvidia geht es bei den Beziehungen zu China um viel Geld: Dem Konzern entgehen nach Schätzung Huangs allein in diesem Jahr China-Erlöse von rund 50 Mrd. Dollar.
Bemerkenswert ist in Trumps Aufstellung auch die Menge der Transaktionen, die der wohlhabende einstige Immobilienunternehmer nun meldet: Allein bei den Zukäufen finden sich für die drei Monate über 2300 Einträge. Zumindest ein Teil der Transaktionen wurden allerdings nicht von Trump selbst, sondern von verwalteten Konten gesteuert. Die größten Geschäfte stellten Verkäufe von Tech-Werten dar. Sowohl von Microsoft als auch von Amazon und Meta verkaufte Trump demnach Einzelpapiere im Wert von bis zu 25 Mio. Dollar – allesamt am 10. Februar.
dpa/jti/ms
