La Pochette Surprise: Die besten Ideen kommen manchmal beim Kiffen
Es begann mit Kassetten. Und einer Tüte Gras. Im Jahr 2013 nahm Velvet Bein mit seiner Band Sick Hyenas ein paar Songs auf. Sie hatten keinen Plattenvertrag und kaum Geld, also stellte Bein seinen Laptop in den Proberaum und nahm die Songs selbst auf. Später überspielte er die Aufnahme auf leere Tapes, so oft, bis sich in seiner Altonaer Wohnung die Kassettenboxen stapelten, und faltete ein Cover nach dem anderen. »Aber ganz ohne Label, das sah irgendwie doof aus«, erzählt Bein heute. Deshalb schrieb er kurzerhand einen ausgedachten Labelnamen auf die Hüllen: La Pochette Surprise. Die Idee sei ihm gekommen, als er mit Freunden einen Joint rauchte. »Mir gefiel die Idee eines Labels, das nicht auf ein Genre festgenagelt ist. Wie eine Wundertüte, man weiß nie genau, was drin ist. Und auf Französisch klang’s einfach cooler.«
