Weniger Flüchtlinge: Hessen schließt Unterkünfte

Weil in Hessen derzeit deutlich weniger Asylbewerber ankommen als in den vergangenen Jahren, baut die Landesregierung Kapazitäten in den Unterkünften ab. Wie das Sozialministerium mitteilte, werden die Notunterkunft in Alsfeld zum 30. September und die Erstaufnahmeeinrichtung in Bad Arolsen zum 31. Dezember geschlossen. An anderen Standorten sollen Leichtbauhallen, die als Unterkünfte genutzt werden, zurückgebaut werden.
„Das aktuelle Flucht- und Ankunftsgeschehen ermöglicht uns, die Kapazitäten anzupassen und dadurch auch mit Blick auf die Haushaltslage notwendige Einsparungen vorzunehmen“, teilte Sozialministerin Heike Hofmann (SPD) mit. Das Budget für die Erstaufnahmeeinrichtungen soll im nächsten Jahr um 35 Millionen Euro reduziert werden.
Sollten die Zahlen wieder steigen, will die Landesregierung in der Lage sein, kurzfristig zu reagieren. Die Flächen, die durch den Abbau der Leichtbauhallen frei werden, sollen möglichst dauerhaft frei gehalten werden. „Es ist unerlässlich, dass wir das Zugangsgeschehen permanent im Auge behalten und schnell reagieren, sollte es die Situation erfordern“, sagte Hofmann.
Die von der Schließung betroffenen Personen werden an andere Standorte verlegt. Außer der zentralen Aufnahmeeinrichtung in Gießen gibt es Unterkünfte in sieben weiteren Städten, unter anderem in Friedberg und in Fuldatal. Bisher können insgesamt rund 11.800 Personen untergebracht werden. Belegt sind derzeit nur 2671 Plätze.
