Großrazzia gegen Rockergruppe in NRW



Mit einer groß angelegten Razzia geht die Polizei in Nordrhein-Westfalen gegen die Rockergruppe „Hells Angels“ vor. 1.200 Beamte seien in 28 Städten im Einsatz, erklärte das Innenministerium in Düsseldorf. Zuvor hatte die Behörde den Verein „Hells Angels Motorcycle Club Leverkusen“ verboten.

Ministerium: Einer der bislang größten Einsätze dieser Art in NRW

Die Razzia begann um 4 Uhr morgens. Durchsucht wurden mehr als 50 Objekte – darunter Wohnungen und Geschäftsräume von Vereinsmitgliedern und Unterstützern. In Hilden wurde ein Vereinsheim der „Hells Angels“ durchsucht. Vor Ort waren vermummte und bewaffnete Polizisten zu sehen.

Es handelt sich dem Ministerium zufolge um einen der größten Einsätze zur Bekämpfung der Rockerkriminalität in der Geschichte des Landes. Neben der Suche nach Beweisen ging es der Polizei auch um die Sicherung von Vermögenswerten. Bei einer früheren Razzia gegen die Rocker waren unter anderem Motorräder und Bargeld beschlagnahmt worden.

„Hells Angels“ sind größter Rocker-Club in NRW

Federführend sind die Polizei Düsseldorf und die Spezial-Staatsanwaltschaft der Zentral- und Ansprechstelle für die Verfolgung Organisierter Straftaten. In dem Ermittlungsverfahren geht es unter anderem um den Verdacht der Bildung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung.

In NRW waren in den vergangenen Jahren bereits andere „Hells Angels“-Ableger – sogenannte Chapter – verboten worden. Wie die „Neue Westfälische“ vor wenigen Tagen unter Berufung auf das Landeskriminalamt berichtete, sollen die „Hells Angels“ zuletzt 29 Chapter in NRW gehabt haben. Mit 469 Mitgliedern sei der Club zuletzt stark gewachsen – unter anderem durch Überläufer der verfeindeten „Bandidos“.

Quelle: dpa

Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress am 28.04.2026 ab 08:00 Uhr.



Source link

Ähnliche Beiträge