Freigabe von EU-Geldern – Grünen-Europaabgeordneter Freund: „Historische Veränderung in Ungarn“

Das Europaparlament werde intensiv beobachten, welche Reformen das Land in die Wege leite, meinte Freund. Dazu gehörten der Beitritt Ungarns zur Europäischen Staatsanwaltschaft und Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung. Erst dann werde das bislang zurückgehaltene Geld an Ungarn fließen. Die EU habe daran allerdings ein großes Interesse, weil damit Projekte gegen den Klimawandel, für bessere Schulen und für Infrastruktur gefördert würden, betonte der Grünen-Politiker.
16 Milliarden werden freigegeben
Gestern hatte Magyar rund drei Wochen nach der Vereidigung der neuen ungarischen Regierung seinen Antrittsbesuch bei EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen in Brüssel absolviert. Diese kündigte dabei die Freigabe von mehr als 16 Milliarden Euro eingefrorener Finanzmittel für das Land an. Das Geld werde aufgrund der in kurzer Zeit erzielten „großen Fortschritte“ bei wichtigen Reformen freigegeben, sagte die Kommissionspräsidentin. Es müssten aber weitere Schritte getan werden. Magyar sprach von einem „historischen Tag für Ungarn“. Sein Team habe „um jeden Europa-Cent gekämpft“. Beide Seiten hatten seit der Parlamentswahl im April über die Freigabe der Gelder verhandelt.
Vorbehalte gegen vollständige Freigabe
Gegen eine vollständige Freigabe der Fördergelder gibt es allerdings noch Vorbehalte unter anderem im Europaparlament.
Diese Nachricht wurde am 30.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
