Dritter Stolpersteinlauf am Samstag in Babelsberg
Die Potsdamer Initiative „Stolpersteinbewegung“ organisiert seit 2025 regelmäßig Stolpersteinläufe in Potsdam, mit denen Laufen und Erinnerungskultur verbunden werden sollen. Bei der mittlerweile dritten Gedenktour werden auf den 35 und 100 Kilometer langen Strecken Stolpersteine in Potsdam und Umgebung angelaufen oder mit dem Gravelbike angefahren.
Auf der Strecke wird es Gedenkstopps und Berichte von Stolperstein-Paten geben. Start- und Zielpunkt ist der Hiroshima-Nagasaki-Platz in Babelsberg, wo Kultur- und Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD) ein kurzes Grußwort sprechen und das Startsignal geben wird. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, jeder kann mitlaufen oder mitfahren. Das teilte die Stolpersteinbewegung mit.
Das Projekt Stolpersteine hat der 1947 in Berlin geborene Künstler Gunter Demnig im Jahr 1992 auf den Weg gebracht. Mit in den Boden eingelassenen Messingtafeln soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Mittlerweile wurden mehr als 100.000 Stolpersteine in Deutschland und 30 weiteren europäischen Ländern verlegt. In Brandenburg gibt es bislang rund 1470 Stolpersteine, in Potsdam über 70.
