Bundesliga: Gelingt Mainz 05 im Spiel gegen FC Bayern die Überraschung?



Mehr Außenseiterdasein ging nicht, als der FSV Mainz 05 im Dezember in den 14. Spieltag ging. Ihres Zeichens leicht abgeschlagener Tabellenletzter mussten die Rheinhessen bei dem der Konkurrenz bereits enteilten Tabellenführer, dem FC Bayern München, ran. Obendrein hatten sie noch das drei Tage zurückliegende Conference-League-Spiel bei Sigma Olmütz. Die Begegnung in der Tschechischen Republik war Urs Fischers erstes Spiel als Mainzer Trainer, in der Münchner Arena gab er sein Comeback nach mehr als zwei Jahren Pause – und was für eines.

Mit einer eigens auf diesen Gegner ausgerichteten und seither nicht mehr angewandten Taktik, einer 5-4-1-Formation mit einem Mittelfeld, dessen Hauptaufgabe darin bestand, alle Räume zuzulaufen, die sich den Bayern hätten bieten können, erkämpften die 05er ein 2:2; den Ausgleich mussten sie erst kurz vor Schluss hinnehmen.

Inzwischen hat sich die Mannschaft deutlich weiterentwickelt. Zum einen dank der im Winter erfolgten Nachverpflichtungen, zum anderen weil Fischer entgegen mancher Befürchtungen keineswegs nur Beton anrührt, sondern auch offensiven Fußball pflegt, je nach Gegner auch sehr hoch anlaufen lässt, um nach Ballgewinnen auf kurzen Wegen vors Tor zu kommen.

Welche Taktik der Trainer im nächsten Aufeinandertreffen mit den seit vorigem Wochenende als Meister feststehenden Münchnern wählen wird, verrät er nicht. Womöglich hängt die auch davon ab, welche Besetzung sein Kollege Vincent Kompany am Samstagnachmittag (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-Bundesliga und bei Sky) in der Arena am Europakreisel auflaufen lässt.

Bietet Kompany eine „B-Elf“ auf?

Ob es für die Mainzer ein Vorteil wäre, sollten sie auf eine „B-Elf“ des Rekordmeisters treffen, sei dahingestellt. Auch die zweite Reihe von Kompanys Kader verfügt über reichlich Qualität – und allen Beteiligten dürfte daran gelegen sein, ihr Potential abzurufen, um sich für die Königsklasse anzubieten. „Am Ende des Tages ist es egal, wer kommt“, sagt Fischer, „du musst für jedes Spiel bereit sein.“ Er gehe zudem davon aus, dass Kompany ähnlich an seine Aufgaben herangehe wie er: „Das nächste Spiel ist immer das wichtigste.“ Aber wie sagte der Belgier: PSG im Hinterkopf zu haben, sei normal.

Als wichtig für die Mainzer im Saisonendspurt kann es sich erweisen, dass außer den Langzeitverletzten Silas, Jae-sung Lee und Maxim Leitsch alle Akteure wieder fit sind. Auch Robin Zentner, der seit Anfang Oktober ausgefallen war, zuletzt wieder auf der Bank saß und gewiss auf sein Comeback brennt.

Ob er am Samstag seinen Vertreter Daniel Batz verdrängen wird, der im Dezember Lasse Rieß als Nummer zwei abgelöst und seitdem national und international so formidabel gehalten hat? Fischer lässt sich in dieser Personalie nicht in die Karten schauen. Nur so viel: Zentner werde im Kader stehen. „Wer dann anfängt, lasst euch überraschen.“



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