Wirtschaftsweise warnt vor weiteren Rabatten


Ein Flugzeug vom Typ Airbus A320 der Fluggesellschaft Eurowings wird am Flughafen Stuttgart mit Kerosin vom Typ Jet A-1 betankt. (Archiv)

Auch für Flugzeuge wird der Treibstoff durch die Sperrung der Straße von Hormus teurer.

Quelle: dpa


Die Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, hat angesichts steigender Kerosinpreise davor gewarnt, Flugreisen in den Sommerferien schuldenfinanziert zu subventionieren. „Ich sehe schon mit Beginn der Sommerferien die nächste Rabatt-Diskussion aufziehen, schließlich wird Kerosin knapper und teurer“, sagte Schnitzer der „Augsburger Allgemeinen“ einem Vorabbericht zufolge.

Wirtschaft: "In einer strukturellen Krise"

Unterstützung, sollten nur die bekommen, die es wirklich brauchen, meint Prof. Jörg Rocholl zum neu beschlossennen Tankrabatt.

27.04.2026 | 4:52 min


Wenn es nicht mehr genug Kerosin gebe, müssten Urlaubspläne geändert werden, man könne aber auch ohne zu fliegen einen schönen Urlaub machen.

Wir können nicht den Sommerurlaub durch Schulden auf Kosten unserer Kinder subventionieren.

Monika Schnitzer, Vorsitzende der Wirtschaftsweise

Finanziell gesichert in den Sommerurlaub

Aufgrund der steigenden Preise und Kersoinmangel, soll man „überlegen, ob es eine Flugreise sein muss“, sagt „Finanztip“-Chefredakteur Hermann-Josef Tenhagen.

28.04.2026 | 4:42 min


Schnitzer: Tankrabatt ist „großer Fehler“

Den bereits beschlossenen Tankrabatt bezeichnete die Ökonomin als „großen Fehler“ und sozial ungerecht. Höhere Spritpreise signalisierten die Knappheit von Öl, sagte Schnitzer. Verbraucher müssten diese Entwicklung spüren, um ihren Verbrauch anzupassen.

Wenn die Menschen es spüren, fahren sie langsamer und weniger.

Monika Schnitzer, Vorsitzende der Wirtschaftsweise

Zwei Kunden tanken an Trigema-Tankstelle

Es knirscht in der CDU – Auslöser sind die Entlastungsmaßnahmen angesichts hoher Energie- und Mobilitätskosten.

21.04.2026 | 8:50 min


Auch ein Tempolimit oder Maßnahmen wie die autofreien Sonntage während der Ölkrise 1973 könnten helfen, den Verbrauch zu senken.

Die Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung kritisierte den Tankrabatt auch aus Verteilungsgründen. „Denn reichere Menschen mit großen Autos, die viel Benzin verbrauchen, profitieren überproportional von der Senkung der Mineralölsteuer“, argumentierte sie. Hilfen sollten gezielt denjenigen zugutekommen, die sie tatsächlich benötigten.

Berlin, Deutschland, 01.05.2026: Preistafel an einer Shell-Tankstelle am Morgen des 1. Mai nach Wirksamen des sogenannten Tankrabatt

Seit 1. Mai gilt der neue Tankrabatt von 17 Cent pro Liter. Ob die Entlastung bei den Verbrauchern ankommt, ist unklar.

01.05.2026 | 2:18 min


Schnitzer zur Öl-Krise: Schlimmste Folgen kommen noch

Zugleich verwies Schnitzer auf mögliche weitere wirtschaftliche Folgen der Öl-Krise, etwa steigende Lebensmittel- und Transportkosten sowie zunehmenden Inflationsdruck. Sollte sich dieser verfestigen, könnte die Europäische Zentralbank gezwungen sein, die Zinsen anzuheben.

Die schlimmsten Folgen der Sperrung der Straße von Hormus kommen noch auf uns zu.

Monika Schnitzer, Vorsitzende der Wirtschaftsweise

Von links: Isabella M. Weber, Thorsten Frei, Maybrit Illner, Felix Banaszak, Moritz Schularick, Helene Bubrowski

Welt im Öl-Schock – unterschätzt die Regierung die Krise? Darüber wird bei „maybrit illner“ gesprochen.

23.04.2026 | 65:21 min


Vorwürfe, ihre Position sei realitätsfern, wies die Ökonomin zurück. Sie habe sowohl Zustimmung als auch Kritik erhalten, so Schnitzer. Zugleich verwies sie auf ihre eigene Herkunft aus einfachen Verhältnissen und betonte, sie kenne den Umgang mit knappen finanziellen Mitteln aus eigener Erfahrung.

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Quelle: Reuters, dpa

Über dieses Thema berichteten verschiedene Sendungen, etwa das gemeinsame Morgenmagazin von ARD und ZDF am 27.04.2026 ab 05:30 Uhr und das heute journal am 01.05.2026 ab 22:00 Uhr.



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