Welche Regeln braucht die digitale Welt?
Guten Morgen,
haben Sie heute schon bei Instagram oder Facebook reingeschaut? Was Sie da von wem gesehen haben, hängt von Regeln ab, die Mark Zuckerbergs Meta-Konzern erstellt. In der digitalen Welt entscheiden inzwischen sehr wenige über Informationen für sehr viele. Was die Macht der Tech-Konzerne für Demokratien bedeutet, ist ein zentrales Thema auf der re:publica. Unter dem Motto „Never gonna give you up“ beginnt heute Europas wichtigste Digital – und Gesellschaftskonferenz in Berlin.
Wie kann demokratisches Miteinander in der digitalen Welt funktionieren? Was tun gegen Desinformation, Hass und digitale Gewalt? Drei Tage lang wird das auf zwanzig Bühnen diskutiert. Mit dabei auch Politiker, neben Bundesdigitalminister Karsten Wildberger tritt unter anderem Altkanzlerin Angela Merkel auf. Weiteres großes Thema in diesem Jahr ist die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz. Welche Regeln braucht es, was bedeuten automatisierte Entscheidungsprozesse – die re:publica 2026 wird da auch ganz praktisch, mit Panels etwa zur Elektronischen Patientenakte oder zur digitalen Verwaltung.
„Was passiert da eigentlich mit uns, mit diesem Internet?“, formuliert es plakativ Markus Beckedahl, Mitgründer der Digitalmesse. Die digitale Öffentlichkeit ist auch Thema für uns Medienmacher. Das ZDF ist auf der re:publica mit vielen Veranstaltungen dabei. Über den Stellenwert der Öffentlich-Rechtlichen geht es beim Talk „ARD und ZDF zwischen Auftrag, Akzeptanz und Algorithmen“ mit den Intendanten der Sender. Mit auf der Digitalkonferenz sind diesmal auch Dunja Hayali und Rudi Cerne, die sich Fragen stellen und konkrete Einblicke in ihre Arbeit geben. Für alle, die es nicht nach Berlin zur re:publica schaffen, bietet die Konferenz übrigens ein umfangreiches Streaming an.
Der diesjährige Konferenz-Titel „Never gonna give you up“ erinnert an den Internetscherz aus den 2000er Jahren, das „Rickrolling“: Da verwiesen User massenhaft auf das Video des gleichnamigen Songs vom damals recht vergessenen Sänger Rick Astley. Der machte bei dem Spaß mit und erlebte prompt ein Comeback: „Nicht aufgeben“ war schon immer ein gutes Motto.
Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Woche,
Dorthe Ferber, Korrespondentin im ZDF-Hauptstadtstudio
Was im Iran-Krieg passiert ist
Trump droht Iran wieder mit Zerstörung: Der US-Präsident hat Teheran ein weiteres Mal mit vollständiger Vernichtung gedroht. „Für den Iran tickt die Uhr, und sie sollten sich besser schnell bewegen, sonst wird von ihnen nichts mehr übrig bleiben“, schrieb Trump. Israel ist offenbar bereit, die Angriffe gegen Iran wieder aufzunehmen.
Aus irakischem Luftraum kommende Drohnen laut Saudi-Arabien abgefangen: Saudi-Arabien meldet erneut Drohnenangriffe. Drei unbemannte Flugobjekte seien abgefangen und zerstört worden, nachdem sie aus dem irakischen Luftraum eingedrungen seien, heißt es in einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums auf X. Man behalte sich das Recht vor, zu einem geeigneten Zeitpunkt und an einem geeigneten Ort zu reagieren. Die Regierung werde „alle nötigen Maßnahmen“ ergreifen, um auf gegen die Souveränität und die Sicherheit des Königreichs gerichtete Angriffsversuche zu reagieren.
Weitere News-Updates zur Lage und zu Reaktionen erhalten Sie jederzeit auch in unserem Liveblog zum Angriff auf Iran. Alle Berichte rund um Iran finden Sie auf unserer Themenseite.
Was im Ukraine-Krieg passiert ist
Russland meldet laut Agentur Abschuss von Tausenden ukrainischen Drohnen: Russland meldet einem Agenturbericht zufolge die Zerstörung von mindestens 3.124 ukrainischen Drohnen innerhalb der vergangenen Woche. Die staatliche Nachrichtenagentur RIA beruft sich dabei auf Daten des Verteidigungsministeriums. Die meisten Drohnen seien am 13. und 17. Mai mit 572 beziehungsweise 1.054 Einheiten abgeschossen worden, vor allem über dem europäischen Teil Russlands.
Wohngebäude in Odessa bei Drohnenangriff getroffen: Bei einem Drohnenangriff auf die südukrainische Region Odessa wurden nach Angaben des dortigen Gouverneurs Wohngebäude getroffen. Informationen über mögliche Opfer und Schäden lägen zunächst nicht vor, teilt Gouverneur Oleh Kiper über den Kurznachrichtendienst Telegram mit.
Was heute noch wichtig ist
Was am Montag wichtig wird – der Ausblick im heute journal update.
16.05.2026 | 0:47 min
Amnesty veröffentlicht Bericht zu Todesstrafe: Insbesondere durch die Exekutionen in Iran ist die Zahl der weltweit erfassten Hinrichtungen im vergangenen Jahr massiv gestiegen. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International verzeichnete 2025 mindestens 2.707 Hinrichtungen in 17 Ländern – so viele wie seit 44 Jahren nicht mehr.
Finanzminister der G7-Staaten treffen sich: Die Finanzminister der führenden westlichen Industriestaaten (G7) beraten in Paris ab heute über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Kriegs und der Blockade der Straße von Hormus. Aus Deutschland reist Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zu dem Treffen an.
Ausführlich informiert
Im Kongo verbreitet sich eine tödliche Ebola-Variante. Wie gefährlich ist der Ausbruch und wie wird das Virus übertragen? Epidemiologe Maximilian Gertler ordnet die Lage bei ZDFheute live ein.
ZDFheute live, 17.05.2026, 14 Uhr
17.05.2026 | 12:08 min
Highlights der Fußball-Bundesliga
Der VfL Wolfsburg hat sich gerettet – vorläufig. Mit dem 3:1-Sieg beim FC St. Pauli sichern sich die Wölfe den Relegationsplatz und schießen die Hamburger in die Zweite Liga.
Sportstudio, 16.05.2026, 0 Uhr.
18.05.2026 | 10:24 min
In der Relegation treffen die Wölfe auf den SC Paderborn. Die Westfalen überholten auf der Ziellinie noch Hannover 96. Die Niedersachsen spielten daheim nur 3:3 gegen den 1. FC Nürnberg – und verspielten so noch Rang drei.
heute journal, 17.05.2026, 21:45 Uhr
17.05.2026 | 1:34 min
Das wohl verrückteste Tor gab es am Wochenende übrigens in der Frauen-Bundesliga. Nürnbergs Torfrau Lourdes Romero traf per Freistoß – aus der eigenen Hälfte:
Sportstudio, 17.05.2026, 18:31 Uhr
17.05.2026 | 0:09 min
Zahl des Tages
1,99 Euro kostete am Wochenende ein Liter Diesel im bundesweiten Tagesdurchschnitt. Der Kraftstoff war damit zum ersten Mal seit Anfang März wieder billiger als die günstigste gängige Benzinsorte E10. Noch Anfang April – zur Zeit der Höchststände bei den Spritpreisen – war Diesel zwischenzeitlich mehr als 25 Cent teurer als E10 – obwohl der Kraftstoff niedriger besteuert wird.
ZDFheute Xpress, 17.05.2026, 11:41 Uhr.
17.05.2026 | 0:21 min
Ein Lichtblick
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) möchte lesbischen Paaren eine sogenannte Mitmutterschaft ermöglichen. „Ich halte einen solchen Schritt für richtig – gerade mit Blick auf das Kindeswohl“, erklärte Hubig in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Derzeit müssen lesbische Paare in Deutschland ein Adoptionsverfahren durchlaufen, bevor beide Frauen rechtlich Eltern desselben Kindes sind. Hubig betonte, der Umweg über das Adoptionsverfahren sei zeitaufwendig und mühsam.
Gesagt
Nicht nur das musikalische Leben in unserem Land wäre um viele und vieles ärmer ohne Ihr so langjähriges und nachhaltiges Dazutun.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu Udo Lindenberg
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Geburtstagswünsche an Udo Lindenberg zu dessen 80. Geburtstag gerichtet. Der Bundespräsident lobte den Sänger dafür, einer der Ersten gewesen zu sein, der die deutsche Sprache in der Rockmusik etablierte. Auch seine Positionierung gegen Rechtsextremismus und sein Engagement für humanitäre und soziale Projekte innerhalb der Udo-Lindenberg-Stiftung würdigte Steinmeier.
heute journal, 17.05.2026, 21:45 Uhr
17.05.2026 | 3:20 min
Weitere Schlagzeilen
Terra X – die Wissens-Kolumne
Die Nachrichten im Video
Kurznachrichten im ZDF – immer auf dem Laufenden
18.05.2026 | 2:28 min
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So wird das Wetter heute
Am Montag ist es von der Ostsee bis nach Niederbayern freundlich und meist trocken. Sonst überwiegen die Wolken und es gibt Schauer und Gewitter. Die Temperatur steigt auf Werte von 14 bis 22 Grad.
Zusammengestellt von der ZDFheute-Redaktion.
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