Trump nennt „nächste Woche“ für mögliche Iran-Einigung
Iranische Medien: Teheran beendet Kommunikation mit den USA
Einer Meldung der staatsnahen iranischen Nachrichtenagentur Tasnim zufolge beenden die iranischen Verhandlungsführer die Kommunikation mit den USA. Der Grund sei die Offensive der israelischen Armee im Libanon. Der Iran behalte sich zudem vor, die Straße von Hormuz erneut komplett zu blockieren. Die Ölpreise stiegen nach der Meldung um mehr als sieben Prozent, der Dax und die US-Börsen fielen ins Minus.
Tasnim zufolge soll es erst dann neue Gespräche geben, wenn die Forderungen des Irans erfüllt sind. Dazu gehörten ein sofortiges Ende des israelischen Kampfeinsatzes im Libanon und der Rückzug aus den im Libanon besetzten Gebieten.
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi schrieb auf X: „Ein Bruch des Waffenstillstands an einer Front ist ein Bruch an allen Fronten.“ Die USA und Israel seien für die Folgen verantwortlich.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte zuvor angeordnet, die südlichen Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut anzugreifen – nach israelischen Angaben, um dort gegen die radikal-islamische Hisbollah-Miliz vorzugehen. Die Hisbollah ist mit der iranischen Regierung verbündet. Damit steht eine neue Eskalation des Konflikts bevor. Nach israelischen Warnungen begannen zahlreiche Menschen, aus dem Süden Beiruts zu fliehen.
Die USA bemühten sich, den Konflikt zu entschärfen. US-Außenminister Marco Rubio schlug einen Plan zur schrittweisen Deeskalation vor, über den er mit Israel und dem Libanon spreche. Der Vorschlag sieht vor, dass die Hisbollah ihre Angriffe einstellt und Israel im Gegenzug auf Luftschläge auf Beirut verzichtet.
