SpaceX kündigt Mega-Börsengang an – trotz Milliardenverlusten
Trotz Milliardenumsätzen schreibt SpaceX rote Zahlen: Kurz vor dem Börsengang meldet Elon Musks Firma einen Verlust von fast fünf Milliarden Dollar – wegen der Entwicklungskosten für Starship.
21.05.2026 | 0:19 min
SpaceX-Gründer Elon Musk hat Pläne für einen der größten Börsengänge aller Zeiten für sein Raumfahrtunternehmen angekündigt.
Der Börsengang könnte Berichten zufolge rund 75 Milliarden Dollar einbringen und damit Saudi Aramco als größten Börsengang der Geschichte übertreffen.
SpaceX schreibt 2025 Milliardenverluste
Vor dem geplanten Rekord-Börsengang von SpaceX zeigen frisch veröffentlichte Zahlen, dass die Weltraumfirma von Musk Milliardenverluste schreibt. So gab es im vergangenen Jahr rote Zahlen von rund 4,94 Milliarden Dollar bei einem Umsatz von 18,67 Milliarden Dollar (16 Milliarden Euro). Ein Grund für das Minus sind die hohen Kosten für die Entwicklung der großen Rakete Starship.
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27.04.2026 | 18:20 min
Experten trauen SpaceX eine Marktkapitalisierung von 1,75 Billionen Dollar zu. Damit könnte Musk, der bereits als reichster Mensch der Welt gilt, zum ersten Billionär der Geschichte aufsteigen. Zu seinem Firmenimperium gehört unter anderem der Elektroautobauer Tesla, dessen Börsenwert derzeit bei etwa 1,5 Billionen Dollar liegt.
Zwei Aktienklassen – Musk sichert sich Rechte zu
Aus den bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Dokumenten geht hervor, dass Musk SpaceX auch nach dem Sprung aufs Parkett dominieren wird. Durch eine Struktur mit zwei Aktienklassen sichert sich der Milliardär 85,1 Prozent der Stimmrechte und wird weiterhin als Vorstandschef, Technikvorstand und Verwaltungsratsvorsitzender fungieren. SpaceX warnte potenzielle Investoren, dass dies deren Einfluss auf Unternehmensentscheidungen stark einschränken oder ausschließen könne.
Anleger, die auf Ausschüttungen hoffen, werden jedoch enttäuscht: SpaceX will auf absehbare Zeit keine Dividenden zahlen. Musks Vergütung selbst ist an ehrgeizige Ziele geknüpft, darunter die Errichtung einer dauerhaften menschlichen Kolonie auf dem Mars sowie der Bau von Rechenzentren im Weltall.
Datenmengen wachsen rasant, Rechenzentren stoßen an ihre Grenzen. Eine Idee: Server im All. ZDFheute live erklärt die Vor- und Nachteile.
05.02.2026 | 11:41 min
Mond und Mars als feste Ziele
Das Unternehmen erklärte, dass das Geld Projekte finanzieren soll, um Menschen auf den Mond und möglicherweise eines Tages auf den Mars zu bringen, im Bestreben, den Menschen zu einer intergalaktischen Spezies zu machen. In der Einreichung heißt es:
Wir wollen nicht, dass Menschen dasselbe Schicksal wie die Dinosaurier erleiden.
SpaceX
Mit “Artemis 2” fliegen seit über 50 Jahren wieder Menschen zum Mond. Vier Astronauten sollen den Mond umrunden. Damit ist diese Crew so weit im All wie noch kein Mensch zuvor.
02.04.2026 | 39:19 min
SpaceX wurde 2002 gegründet und absolviert jährlich mehr Weltraum-Missionen als sämtliche anderen staatlichen und privaten Anbieter zusammen. Der Konzern revolutionierte die Branche mit wiederverwendbaren Raketen und betreibt mit Starlink ein Netzwerk aus rund 10.000 Satelliten, das weltweites Breitband-Internet anbietet. Dieser Geschäftsbereich steuert etwa 80 Prozent zum Konzernumsatz bei.
Spannung vor Starship-Testflug
Von zentraler Bedeutung für Musks Weltraum-Ambitionen ist der für Freitag geplante Testflug von Starship. Dabei handelt es sich um eine wiederverwendbare Schwerlastrakete und eine Raumkapsel, die irgendwann Menschen zum Mond und zum Mars fliegen soll.
Eine Starship-Rakete des Raumfahrtunternehmens SpaceX hat einen elften Testflug absolviert. Bei früheren Tests hatte es massive Probleme gegeben.
14.10.2025 | 0:17 min
In die Riesenrakete Starship investierte SpaceX insgesamt mehr als 15 Milliarden Dollar. SpaceX geht davon aus, dass die Rakete nach Abschluss aller Tests im zweiten Halbjahr kommerzielle Flüge machen kann. Sie soll die Kosten für die Beförderung ins All deutlich senken. Mit Starship sollen auch Starlink-Satelliten in die Umlaufbahn gebracht werden, mit denen Internet aus dem All direkt auf Smartphones nutzbar wird.
Quelle: AP, Reuters, dpa
