Neue Friedensgespräche zwischen Iran und USA?


Jared Kushner und Steve Witkoff

Stand: 24.04.2026 • 20:44 Uhr

Die Friedensverhandlungen zwischen Iran und den USA liegen derzeit auf Eis. Das könnte sich nun ändern: Irans Außenminister ist nach Pakistan gereist. Am Samstag werden auch die US-Gesandten Witkoff und Kushner erwartet.

Stehen am Wochenende neue Gespräche zwischen Iran und den USA an? Nachdem am Nachmittag bekannt wurde, dass Irans Außenminister Abbas Araghtschi nach Pakistan reist, hat das Weiße Haus mitgeteilt, dass US-Präsident Donald Trump seinen Schwiegersohn Jared Kushner und den Sonderbeauftragten Steve Witkoff nach Islamabad schickt.

Pressesprecherin Karoline Leavitt sagte in Washington, sie könne bestätigen, dass Witkoff und Kushner am Samstag nach Pakistan aufbrechen werden, um Gespräche mit Vertretern der iranischen Delegation zu führen. Die Iraner hätten sich nach einem Aufruf von US-Präsident Trump „an uns gewandt und um dieses persönliche Gespräch gebeten“.

Vizepräsident JD Vance, der die amerikanische Delegation in der ersten Gesprächsrunde angeführt hatte, werde die beiden Unterhändler nicht begleiten, sei aber weiterhin intensiv eingebunden. Er stehe zusammen mit Außenminister Marco Rubio und dem nationalen Sicherheitsteam des Präsidenten in Washington bereit, falls eine Reise nach Pakistan notwendig werden sollte.

Gespräche mit mehreren pakistanischen Offiziellen

Zuvor hatte Araghtschi seine Reise nach Pakistan, in den Oman und nach Russland angekündigt. Die geplanten Stopps in den jeweiligen Hauptstädten Islamabad, Maskat und Moskau dienten der „engen Abstimmung mit unseren Partnern in bilateralen Angelegenheiten und Beratungen über regionale Entwicklungen“, erklärte er in einem Social-Media-Beitrag.

Ob er direkt mit US-Verhandlungsführern zusammentreffen wird oder nicht, ist jedoch unklar. Erneute Gespräche mit den USA wurden von iranischer Seite bisher nicht bestätigt.

Inzwischen soll Araghtschi in Islamabad gelandet sein. Dem offiziellen Telegram-Kanal des iranischen Außenministers zufolge telefonierte Araghtschi im Vorfeld mit Pakistans einflussreichem Militärchef Asim Munir und Außenminister Ishaq Dar.

„Der Präsident will der Diplomatie immer eine Chance geben“

Pakistan vermittelt im Iran-Krieg und hatte vor zwei Wochen bereits Gespräche über eine Beendigung des Konflikts zwischen Vertretern Irans und der USA ausgerichtet, die jedoch ohne Ergebnis blieben. Zu den größten Streitpunkten gehörten die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus und das iranische Atomprogramm.

Trump hatte eine Öffnung der von Teheran weitgehend blockierten Straße von Hormus zur Bedingung für die Waffenruhe gemacht – zugleich hält er jedoch an der eigenen Blockade iranischer Häfen fest.

Am Dienstag verlängerte der US-Präsident die Waffenruhe kurz vor ihrem Ablauf für unbestimmte Zeit. „Der Präsident will der Diplomatie immer eine Chance geben“, sagte Trumps Sprecherin Leavitt. Die Hoffnung auf neue Gespräche zwischen den USA und dem Iran ließ den Ölpreis sinken.



Source link

Ähnliche Beiträge