Manuel Neuer als Nummer 1 im DFB-Team dabei


Eine Überraschung war es nicht mehr, als Bundestrainer Julian Nagelsmann die „große Neuigkeit“ verkündete, denn Spekulationen und vermeintliche Enthüllungen gab es schon in den Tagen zuvor: Manuel Neuer, 40 Jahre alter Torhüter des FC Bayern München, wird von Nagelsmann für die WM 2026 reaktiviert und soll beim Turnier, das in den USA, Mexiko und Kanada stattfindet, als Nummer eins im deutschen Tor stehen.

Der bisherige Stammtorhüter, Oliver Baumann von der TSG Hoffenheim, wird degradiert und fährt nur als Ersatzkeeper mit. Eigentlich hatte Neuer seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft im August 2024 bekanntgegeben und war seitdem kein Nationalspieler mehr.

Nagelsmann über Baumann: „Weltklasse-1b-Lösung“

„Jeder weiß, welche Aura Manu umgibt. Wir planen mit ihm als Nummer eins. Die Entscheidung steht so und ist in meinen Augen die richtige“, sagte Nagelsmann bei der Vorstellung des Kaders. Die Entscheidung pro Neuer hatte schon im Vorfeld, als sich alles noch auf dem Niveau eines Gerüchts befand, für viel Kritik gesorgt. Im März hatte der Bundestrainer nämlich noch betont, dass Baumann die Nummer eins sei und sein volles Vertrauen genieße.

Es sei daher für Baumann ein Schlag gewesen, räumte der Bundestrainer ein, sprach aber von einer „Weltklasse-1b-Lösung“. In mehreren Telefonaten habe Baumann klargestellt, dass er der Mannschaft auch als Nummer zwei helfen wolle. Der 35-Jährige war nach dem mehrmonatigen Ausfall von Marc-André ter Stegen zum Stammtorwart der DFB-Auswahl aufgestiegen.

Deutschlans Nationaltorhüter Oliver Baumann läuft über den Platz
Bitter enttäuscht, aber dennoch dabei und bereit zu helfen: Oliver BaumannBild: Michael Memmler/Eibner-Pressefoto/picture alliance

Ebenfalls bereits bekannt war, dass neben Neuer, Baumann und Alexander Nübel vom VfB Stuttgart, der Bayern-Ersatztorhüter Jonas Urbig als vierter Torwart mitfährt, um das Trio im Training zu einem Quartett zu ergänzen, wodurch ein effizienterer und besserer Übungsbetrieb möglich wird.

Nominierungen via Social Media geleaked

In den Tagen vor der Pressekonferenz des Bundestrainers hatten sich auf Social Media die Meldungen überschlagen, in denen Sender oder Transferexperten mit guten Beziehungen zu Spielern und Beratern bereits exklusiv vorab verrieten, dass Spieler XY dabei ist oder eben nicht.

Erst am Donnerstagmorgen startete auch das Nationalteam seine Kampagne und präsentierte auf dem eigenen Instagram-Kanal nach und nach Videos zu den nominierten Spielern.

Darin sah man unter anderem Szenen der Spieler als Kind, mit der Familie und Freunden und neben dem Bundestrainer sprachen Freunde, Verwandte, Freundinnen oder Ehefrauen und teilweise auch die eigenen Kinder über die Stärken und Qualitäten des jeweiligen WM-Fahrers und gratulierten ihm zur Nominierung.

Die deutsche Mannschaft bestreitet am 31. Mai in Mainz gegen Finnland ein letztes Testspiel vor dem Abflug ins WM-Quartier in North Carolina. Am 6. Juni steht dann der letzte WM-Test gegen Co-Gastgeber USA in Chicago an.

In der Vorrunde trifft Deutschland auf WM-Neuling Curacao, die Elfenbeinküste und Ecuador.

Der deutsche WM-Kader im Überblick:

Tor: Manuel Neuer (FC Bayern München), Oliver Baumann (TSG Hoffenheim), Alexander Nübel (VfB Stuttgart), Jonas Urbig (Ersatz/FC Bayern München)

Abwehr: Jonathan Tah, Joshua Kimmich (beide FC Bayern München), Nico Schlotterbeck, Waldemar Anton (beide Borussia Dortmund), Nathaniel Brown (Eintracht Frankfurt), David Raum (RB Leipzig), Malick Thiaw (Newcastle United), Antonio Rüdiger (Real Madrid)

Mittelfeld und Angriff: Jamal Musiala, Aleksander Pavlovic, Leon Goretzka, Lennart Karl (alle FC Bayern München), Felix Nmecha, Maximilian Beier (beide Borussia Dortmund) Florian Wirtz (FC Liverpool), Nick Woltemade (Newcastle United), Kai Havertz (FC Arsenal), Deniz Undav, Jamie Leweling, Angelo Stiller (alle VfB Stuttgart), Nadiem Amiri (FSV Mainz 05), Pascal Groß (Brighton & Hove Albion), Leroy Sané (Galatasaray Istanbul)





Source link

Ähnliche Beiträge