Luxusuhren: Die schönsten Uhrenneuheiten im Jahr 2026 – bisher

Uhrenmesse
So tickt Luxus: Die 50 schönsten Uhren-Neuheiten 2026
Luxusuhren trotzen der Weltlage: Die Uhrenbranche zeigt auf der Watches & Wonders in Genf Stärke – und entdeckt ihre Lust an neuen Marken. Das sind die Messe-Highlights
Wer ohne großes Zahlenwirrwarr wissen will, wie das Geschäft mit Luxusuhren gerade so läuft, der muss früh aufstehen. Ab acht Uhr vernimmt man an den prächtigen Ständen auf der weltgrößten Fachmesse Watches & Wonders in Genf entweder Stille – kein gutes Zeichen – oder den Klang guter Geschäfte. Sprachfetzen aus Ansprachen von CEOs sind zu hören, persönliche Belobigungen für die besten Verkäufer des Vortages, immer wieder Applaus und anerkennende Pfiffe. Solche Rituale gab es in der vorigen Woche häufig in den Hallen des Genfer Palexpo-Geländes. Bereits am Nachmittag des ersten Messetages zeigte sich die überwiegende Mehrheit der Gesprächspartner höchst zufrieden mit dem bisherigen Orderverlauf.
Dabei war die Branche durchaus auf Zurückhaltung der Kundschaft gefasst. Schließlich genügt ein Blick in die Schlagzeilen, um selbst vermögenden Kunden, Sammlern und letztlich auch ihren Juwelieren eine gewisse Kaufzurückhaltung zu verzeihen. Stattdessen präsentierte sich die Uhrenindustrie mit einer Mischung aus konzentriertem Kurshalten, technischem Innovationsdrang und einem Faible für farbenfrohe Designs. Man feierte Marken- und Modelljubiläen – etwa 100 Jahre „Oyster“-Gehäuse bei Rolex, 50 Jahre „Nautilus“ bei Patek Philippe und ein Jahrhundert Tudor. Nur auf das ganz große Spektakel wurde verzichtet. „Not the time“, da schien man sich in den C-Suiten einig.
Dafür bereicherten etliche Neuzugänge und Rückkehrer das Portfolio: allen voran Audemars Piguet mit einem märchenhaften Messestand, der dem ersten Stock der Messe Glanz und Zugkraft verlieh. Aber auch Debütanten wie Credor aus Japan, Sinn aus Frankfurt, Corum sowie Behrens aus China und Favre Leuba aus Solothurn in der Schweiz bereicherten die Messe. Gerade die „indie brands“, kleinere Manufakturen, die nicht zu einem Luxusgiganten gehören, konnten sich über eine deutlich gestiegene Aufmerksamkeit freuen. Die Neugier der Uhrenhändler und -sammler an Marken, die man noch für sich entdecken und bei ihrem Aufstieg begleiten kann, scheint so groß wie nie. Dazu zählt unbedingt auch das Wiedererwachen von Universal Genève, nun als Teil von Breitling. Eine Präsentation, die am Vorabend der Messe zum „hottest ticket“ gehörte.
Der ganz große Schwund mangels verlässlicher Flugverbindungen in die Golfregion ließ sich auf der Watches & Wonders anekdotisch nicht belegen, gerade am dritten Messetag schienen die Gänge, Stände und Eventflächen sehr gut gefüllt. Wie es an den Publikumstagen und insgesamt verlief, wird der Nachbericht der Veranstalter zeigen. Hier jetzt einmal – von der Messe in Genf wie auch von Marken ohne Auftritt dort – die 50 bisher spannendsten Neuheiten 2026.
