Konsumklima-Index: Verbraucherstimmung sinkt deutlich


Passanten passieren diverse Geschäfte in der Kölner Fußgängerzone Hohe Straße am 23.10.2025.

Der Iran-Krieg hat Auswirkungen auf das Konsumklima in Deutschland. Die Menschen haben weniger Lust einzukaufen. Das zeigt die neueste Studie der Institute NIM und GfK.

27.04.2026 | 0:30 min


Angesichts des Krieges in Iran und seiner Folgen auch für die Geldbeutel der Menschen sinkt die Kauflust in Deutschland immer weiter. Das Konsumklima ist der neuesten Studie der Institute NIM und GfK zufolge zuletzt erneut abgesackt. Die Einkommenserwartungen sind förmlich eingebrochen und erreichen den niedrigsten Wert seit Februar 2023.

Die Bereitschaft, für größere Anschaffungen Geld auszugeben, ging zum dritten Mal in Folge zurück und erreichte den niedrigsten Stand seit zwei Jahren. Die Konjunkturerwartungen fielen auf ein Niveau wie vor Beginn des Ukraine-Krieges. Die Sparneigung gab allerdings ebenfalls leicht nach.

Konsumlaune in Deutschland

ZDFheute Infografik

Ein Klick für den Datenschutz

Für die Darstellung von ZDFheute Infografiken nutzen wir die Software von Datawrapper. Erst wenn Sie hier klicken, werden die Grafiken nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von Datawrapper übertragen. Über den Datenschutz von Datawrapper können Sie sich auf der Seite des Anbieters informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutzeinstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Meine News“ jederzeit widerrufen.

An einer Tankstelle sind die Preise für verschiedene Kraftstoffe vor 12:00 Uhr angezeigt.

Die Inflation in Deutschland ist auf dem höchsten Stand seit Januar 2024. Im März stieg sie auf 2,7 Prozent. Hintergrund sind vor allem die stark gestiegenen Energiepreise durch den Iran-Krieg.

10.04.2026 | 0:20 min


Inflationsangst lässt Einkommenserwartungen einbrechen

„Die Einkommenserwartungen sind eng mit der von den Verbrauchern erwarteten Inflation verknüpft“, heißt es in der Analyse der Nürnberger Konsumforscher. Der NIM-Konsum-Experte Rolf Bürkl sagte:

Die Einkommenserwartungen brechen infolge der gestiegenen Inflation regelrecht ein.

Rolf Bürkl, NIM-Konsum-Experte

„Und vor diesem Hintergrund erachten die Menschen auch den Zeitpunkt für größere Anschaffungen derzeit als weniger günstig“, so Bürkl. Die Inflationsrate war im März vor allem wegen der Verteuerung der Energiepreise auf 2,7 Prozent geklettert. 

Inflation in Deutschland (insgesamt, Energie, Nahrung)

ZDFheute Infografik

Ein Klick für den Datenschutz

Für die Darstellung von ZDFheute Infografiken nutzen wir die Software von Datawrapper. Erst wenn Sie hier klicken, werden die Grafiken nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von Datawrapper übertragen. Über den Datenschutz von Datawrapper können Sie sich auf der Seite des Anbieters informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutzeinstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Meine News“ jederzeit widerrufen.

Es verstärke sich die Sorge der Verbraucher, dass der vorsichtige Aufschwung der deutschen Wirtschaft einen ernsthaften Dämpfer erhalten könnte – vor allem dann, wenn der Krieg in Nahost weiter anhalte und Maßnahmen der Regierung keine Wirkung zeigten.

Das Konsumklima gilt als wichtiger Indikator für das Konsumverhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher, welches wiederum eine wichtige Säule der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland ist. Das NIM führt dafür monatlich Interviews mit Verbraucherinnen und Verbrauchern. Sie werden nach ihrer Konjunktur- und Einkommenserwartung, ihrer Anschaffungs- und Sparneigung gefragt. Für die aktuelle Erhebung wurden vom 2. bis 13. April rund 2.000 Menschen befragt.

Quelle: AFP


Iran-Krieg: Unsicherheit bei Unternehmen

Auch bei den Unternehmen herrscht wegen des Iran-Kriegs und seiner Auswirkungen derzeit große Unsicherheit. Dies drückt die Stimmung in den Chefetagen der Wirtschaft auf das niedrigste Niveau seit Beginn des Jahrzehnts.

Das Ifo-Geschäftsklima sank im April um 1,9 auf 84,4 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut jüngst zu seiner Umfrage unter rund 9.000 Führungskräften mitteilte. Dies ist der niedrigste Stand seit Mai 2020 – als die Wirtschaft noch im Würgegriff der Corona-Pandemie war.

Quelle: dpa, Reuters



Source link

Ähnliche Beiträge