Jury der Kunstbiennale tritt geschlossen zurück


Der Eingang zum Zentralpavillon der Biennale in Venedig (Archivbild).

Stand: 30.04.2026 • 21:37 Uhr

Sie ist eine der weltweit wichtigsten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst: die Biennale in Venedig. Wenige Tage vor der Eröffnung ist es nun zum Eklat gekommen. Die internationale Jury ist geschlossen zurückgetreten.

Die Internationale Jury der Kunstbiennale in Venedig ist zurückgetreten. Der Schritt erfolgte nach dem Besuch von Inspektoren des italienischen Kulturministeriums. In den vergangenen Wochen hatte es zunehmend Spannungen zwischen dem Biennale-Präsidenten Pietrangelo Buttafuoco und der italienischen Regierung gegeben.

Grund dafür war die Entscheidung Buttafuocos, trotz des Ukraine-Krieges russische Künstler an der Biennale teilnehmen zu lassen. Dagegen hatte es international Widerstände gegeben, unter anderem hatte die EU-Kommission gedroht, der Biennale Fördergelder zu entziehen.

Italienische Regierung distanzierte sich

Die italienische Regierung hatte sich von Buttafuoco distanziert und auf die Autonomie der Biennale-Leitung verwiesen. Zudem hatte Italiens Kulturminister Alessandro Giuli angekündigt, die Eröffnung der Biennale zu boykottieren.

Einige italienische Medien berichten, Buttafuoco wolle nun das Publikum zur Jury machen. Jeder Biennale-Besucher könne abstimmen. Die Preise würden dann nicht wie gewohnt zu Beginn, sondern am Ende der Ausstellung, im November, vergeben. Die Kunstbiennale in Venedig wird am 9. Mai eröffnet.



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