Italien: Autofahrer fährt in Modena in Menschenmenge



In der norditalienischen Stadt Modena ist Mann mit einem Auto in eine Menschenmenge gefahren und hat acht Menschen verletzt, vier davon schwer. Das teilte der Bürgermeister der Stadt, Massimo Mezzetti, mit. Unter den Schwerverletzten seien auch eine deutsche Touristin und eine Frau aus Polen. Der Fahrer hatte nach Behördenangaben psychische Probleme.

Nach bisherigem Ermittlungsstand war der Mann am Samstagnachmittag mit hoher Geschwindigkeit in eine belebte Straße der Altstadt von Modena gerast. Sein Wagen habe dabei mehrere Passanten erfasst, bevor er in ein Schaufenster krachte und zum Stehen kam, teilte die Präfektin von Modena, Fabrizia Triolo, mit. Der Mann habe danach das Auto mit einem Messer in der Hand verlassen und versucht zu fliehen. Passanten hätten den Fahrer aber überwältigt. Die Polizei nahm den Mann fest.

Mann wurde in der Psychiatrie behandelt

Laut den Provinzbehörden von Modena handelt es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen 31 Jahre alten Italiener aus Bergamo mit marokkanischen Eltern, der in der Vergangenheit »eine psychische Störung« durchgemacht hatte. Er war Triolo zufolge 2022 in einer psychiatrischen Klinik behandelt worden, danach habe sich seine Spur aber verloren. Der Fahrer stand laut Triolo nicht unter dem Einfluss von
»psychotropen Substanzen«. Seine Wohnung in der Nähe von Modena wurde
durchsucht.

Die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni sprach von einem
»äußerst schwerwiegenden« Vorfall. Bürgermeister Mezzetti äußerte sich »zutiefst betroffen«. Er sagte, es sei noch unklar,
ob es sich um einen Anschlag handele. Der Präsident der Region
Emilia-Romagna, Michele de Pascale, verwies darauf, dass noch »keine
klaren Fakten« vorlägen. Es müsse das Ergebnis der Ermittlungen
abgewartet werden.

Auf Aufnahmen von Sicherheitskameras in der Gegend war zu sehen, wie der
Kleinwagen mehrere Menschen erfasst und diese regelrecht durch die
Luft schleudert. Eine Frau sei am Ende gegen ein Schaufenster
gedrückt worden, berichteten Medien übereinstimmend. Einer schwer verletzten Frau mussten die Beine amputiert werden, berichtete der Bürgermeister.

Auch in Deutschland ist es in den vergangenen Jahren immer wieder zu tödlichen Vorfällen gekommen, bei denen Autofahrer in Menschenmengen gerast sind. Zuletzt tötete ein Mann Anfang Mai in der Leipziger Innenstadt mit seinem Fahrzeug zwei Menschen und verletzte weitere schwer. Die Polizei ging von einer »Amokfahrt« aus.



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