Israels Militär bestätigt Tod von Hamas-Chef im Gazastreifen
Iss al-Did al-Haddad war nach der Tötung von Mohammed Sinwar zum Militärchef der Hamas im Gazastreifen aufgerückt. Nach israelischen Angaben gehörte er zu den dienstältesten Kommandeuren der Hamas. Er habe sich der Terrororganisation schon in ihrer Gründungsphase angeschlossen, hieß es. Die Hamas wird nicht nur von Israel, sondern auch von zahlreichen weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.
Bestätigung auch durch die Hamas
Inzwischen hat auch die Hamas erklärt, dass al-Haddad getötet wurde. Von der Familie heißt es, bei dem israelischen Angriff in einem Stadtteil von Gaza am Freitag seien außer ihm auch seine Frau und eine seiner Töchter ums Leben gekommen. Israel hat in den vergangenen Jahren eine Reihe politischer und militärischer Führer der Hamas gezielt getötet.
Das israelische Verteidigungsministerium bezeichnete al-Haddad als einen der „wichtigsten Architekten“ des Massakers vom 7. Oktober 2023, dem nach Angaben des Militärs etwa 1200 Menschen zum Opfer gefallen waren; rund 250 Personen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt.
Beim darauffolgenden israelischen Militäreinsatz wurden nach Zahlen der Hamas-Behörden mehr als 72.000 Menschen in dem Palästinensergebiet getötet. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.
Ihre Waffen gibt die Hamas bislang nicht heraus
Eine maßgeblich von den USA vermittelte Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas ist seit Oktober 2025 in Kraft. Beide Seiten werfen sich immer wieder Verstöße vor. Die derzeitige zweite Phase der Waffenruhe sieht vor, dass die Hamas ihre Waffen abgibt. Bisher ist dies aber nicht geschehen.
haz/jj/hf (dpa, afp, rtr)
