Israel sieht durch möglichen Iran-Deal eigene Sicherheit gefährdet
Auch nach einem Ende des Iran-Kriegs will Israel seine Streitkräfte in Teilen des benachbarten Libanon belassen. Es gehe darum, die eigene Sicherheit zu bewahren, schrieb Verteidigungsminister Katz.
Ein mögliches Abkommen für eine Waffenruhe zwischen den USA und Iran ist aus israelischer Sicht noch nicht in trockenen Tüchern. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz machte deutlich, die israelische Armee bleibe auch nach einer Unterzeichnung einer Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA in den besetzten Gebieten im Libanon, Syrien und im Gazastreifen.
Um die Grenzen des Landes zu schützen, sind wir gegen einen Rückzug der israelischen Armee aus dem Libanon, schrieb Katz auf X. Weder Bewohnern noch Terroristen sei die Rückkehr in den von Israel besetzten Süden des Libanons erlaubt. Der Verteidigungsminister drohte auch Iran. Sollte das Regime Israel attackieren, werde man mit voller Wucht antworten, so Katz.
Kritik aus der Opposition – Netanjahu schweigt
Netanjahu selbst hat sich noch nicht zu einem möglichen Abkommen der USA mit Iran geäußert. Israels rechter Minister für nationale Sicherheit Ben-Gvir schrieb auf X, Israel sei nicht an Trumps Vereinbarung gebunden.
Zweifel an einer möglichen Vereinbarung zwischen den USA und Iran, der laut Medien eine sofortige Waffenruhe an allen Fronten auch im Libanon bedeuten würde, kommt auch aus der Opposition. Eine solche Vereinbarung sei über die Köpfe der israelischen Bürger hinweg gemacht worden, schrieb der Anführer der Demokratischen Partei Israels, Yair Golan. Netanjahus Wahlgegner Naftali Bennett sagte, Israels Sicherheit sei durch den Deal unmittelbar gefährdet.
Eine offizielle Unterzeichnung der Waffenruhe hatte US-Präsident Trump für diesen Freitag angekündigt.

