Iran News: Iran hat Antwort auf US-Vorschlag an Pakistan übermittelt – Politik
Viele Angaben stammen von Konfliktparteien und lassen sich teilweise nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.
Wichtige Updates
Flüssigerdgas-Tanker passiert erstmals seit Kriegsbeginn Straße von Hormus
Iran: Oberster Führer Chamenei berät mit Militärchef
Kuwait und Emirate fangen feindliche Drohnen ab
Iran droht USA im Falle von weiteren Angriffen mit Vergeltung
Israel greift Ziele in Libanon an und fordert Menschen in neun Dörfern zur Flucht auf
Iran: Antwort auf US-Vorschlag an Pakistan übermittelt
Irans Regierung hatte vor wenigen Tagen mitgeteilt, man prüfe einen Vorschlag aus den USA. Dabei handelt es sich um eine 14 Punkte umfassende Absichtserklärung. Deren Ziel ist es unter anderem, einen Rahmen für zunächst 30 Tage dauernde Verhandlungen zu schaffen, um den Krieg zu beenden.
Diskutiert werden Medienberichten zufolge auch eine Lockerung von US-Sanktionen und Vereinbarungen zur Zukunft der Straße von Hormus. Zudem soll eine Grundlage für Verhandlungen über Irans umstrittenes Atomprogramm geschaffen werden.
Flüssigerdgas-Tanker passiert erstmals seit Kriegsbeginn Straße von Hormus
Die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Tasnim meldete unter Berufung auf iranische Behörden, Schiffe von Ländern, die sich an die US-Sanktionen hielten, würden bei der Durchfahrt der Meerenge auf Probleme stoßen. Katars Außenminister Mohammed bin Abdulrahman al-Thani warnte seinen iranischen Kollegen Abbas Araqchi in einem Telefonat, die Straße von Hormus als Druckmittel zu benutzen. Dies werde die Krise nur verschärfen.
Iran: Oberster Führer Chamenei berät mit Militärchef
Abdollahi habe das geistliche und politische Oberhaupt der Islamischen Republik über die Einsatzbereitschaft der Truppen unterrichtet. Die Streitkräfte seien bereit, jeder Aktion der amerikanisch-israelischen Feinde entgegenzutreten, wurde Abdollahi zitiert. Im Falle eines Fehlers des Feindes werde Iran schnell, hart und entschlossen reagieren.
Wann das Treffen stattfand, ließ die Agentur offen. Chamenei war zum Nachfolger seines Vaters ernannt worden, nachdem dieser zu Beginn des Kriegs getötet worden war. Er soll allerdings selbst verletzt worden sein. Öffentlich ist er seit seiner Ernennung nicht in Erscheinung getreten, was Spekulationen über seinen Gesundheitszustand schürt.
Kuwait und Emirate fangen feindliche Drohnen ab
Auch die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten heute neuen Beschuss. Die Flugabwehr habe zwei iranische Drohnen erfolgreich abgewehrt, teilte das emiratische Verteidigungsministerium mit. Opfer habe es nicht gegeben. Insgesamt habe Iran die Emirate im Krieg bisher mit rund 550 Raketen, 30 Marschflugkörpern und 2200 Drohnen angegriffen.
Nachdem die USA und Israel Ende Februar den Krieg gegen Iran begonnen hatten, reagierte Teheran mit Angriffen unter anderem in den Golfstaaten. Hier liegen unter anderem wichtige US-Militärstützpunkte und -Botschaften. Kuwait wurde zusammen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten dabei besonders stark angegriffen.
Drei Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen
Bei einem weiteren Angriff seien der Leiter der Kriminalpolizei in Chan Yunis und sein Assistent getötet worden, teilte das von der Hamas geführte Innenministerium mit. Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht dazu. Israel hat seine Angriffe auf die Polizei im Gazastreifen zuletzt verstärkt, weil die Extremisten die Einsatzkräfte israelischen Aussagen zufolge nutzten, um in den von ihnen kontrollierten Gebieten wieder Regierungsstrukturen aufzubauen.
Britische Behörde: Frachter vor Katar von Projektil getroffen
Ein Frachter ist vor der Küste Katars von einem unbekannten Projektil getroffen worden. Der Vorfall habe sich etwa 40 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Doha ereignet, teilt die britische Seeschifffahrtsbehörde UKMTO mit. Es sei ein kleines Feuer an Bord ausgebrochen, das jedoch gelöscht worden sei. Dem Kapitän zufolge gab es weder Verletzte noch Umweltschäden. Die Behörden untersuchten nun die Herkunft des Projektils, hieß es weiter. Schiffe in der Region seien zur Vorsicht aufgerufen worden.
Iran droht USA im Falle von weiteren Angriffen mit Vergeltung
Iran droht den USA im Falle von weiteren Angriffen auf iranische Handelsschiffe im Persischen Golf mit Vergeltung. Jeder Angriff auf iranische Schiffe werde eine massive Attacke auf eines der US-Zentren in der Region und feindliche Schiffe nach sich ziehen, warnt die iranische Revolutionsgarde – die Elitestreitmacht der Islamischen Republik – laut Staatsmedien am Abend. Ob Iran die von US-Präsident Donald Trump erwartete Antwort auf einen US-Friedensvorschlag mittlerweile übergeben hat, ist weiterhin unbekannt. Weder die iranische Seite noch die US-Regierung äußerten sich bislang dazu.
Großbritannien verlegt Kriegsschiff in den Nahen Osten
Großbritannien verlegt den Zerstörer HMS Dragon in den Nahen Osten. Das Kriegsschiff soll sich auf einen möglichen multinationalen Einsatz zum Schutz der Schifffahrt in der Straße von Hormus vorbereiten, teilt ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mit. Großbritannien und Frankreich arbeiten an einem gemeinsamen Plan zur Sicherung der wichtigen Handelsroute. Frankreich verlegt dafür einen Flugzeugträgerverband ins südliche Rote Meer. Die Vorbereitungen laufen vor dem Hintergrund des seit zehn Wochen andauernden Krieges zwischen den USA, Israel und Iran.
Israel greift Ziele in Libanon an und fordert Menschen in neun Dörfern zur Flucht auf
Zuvor teilte die israelische Armee mit, sie habe innerhalb von 24 Stunden 85 Ziele der Hisbollah-Miliz in Libanon angegriffen. Dazu gehörten Waffenlager, Abschussrampen sowie weitere militärische Infrastruktur.
In der Bekaa-Ebene sei eine unterirdische Anlage zerstört worden, die von der Hisbollah zur Herstellung von Waffen genutzt worden sein soll, hieß es weiter. Zudem griffen israelische Kräfte Kämpfer der Hisbollah-Miliz in Südlibanon an.
Die Armee begründete ihren Einsatz mit Verletzungen einer geltenden Waffenstillstandsvereinbarung durch die Hisbollah-Miliz. Diese soll in den vergangenen Tagen mehrere Raketen auf Soldaten in Südlibanon abgefeuert haben. Es habe keine Verletzten gegeben. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben ist derzeit nicht möglich.
Katar ermahnt Kriegsparteien: Verhandlungen als Chance für Frieden
Am Donnerstag hatten sich Iran und die USA trotz einer Waffenruhe gegenseitig angegriffen. Pakistan gilt im Iran-Krieg als offizieller Vermittler, Katar agiert eher im Hintergrund. Vertreter Katars seien ein wichtiger inoffizieller Kanal zwischen den USA und Iran in den diplomatischen Bemühungen für eine Vereinbarung zur Beendigung des Kriegs, berichtete das US-Nachrichtenportal Axios. Die Kataris nutzen demnach auch ihre Kontakte zu ranghohen Generälen der Islamischen Revolutionsgarde.
USA feuern auf iranische Öltanker – Trump erwartet Antwort auf Friedensvorschlag
Die neuen Angriffe folgen auf einen Schusswechsel zwischen US-Militär und Iran in der Straße von Hormus am Vortag. Nach iranischen Angaben war dieser durch einen früheren US-Angriff auf einen weiteren iranischen Tanker ausgelöst worden.
„Ich bekomme angeblich heute Abend einen Brief“
Donald Trump
Der am Mittwoch übermittelte Plan sieht vor, dass Iran die Straße von Hormus wieder öffnet und die USA ihre Seeblockade iranischer Häfen innerhalb eines Monats beenden. Teheran prüfe die Antwort noch, sagt Außenamtssprecher Esmail Baghaei der staatsnahen Nachrichtenagentur Tasnim.
Zugleich erhöhen die USA den Druck auf Teheran: Washington verhängt neue Sanktionen gegen Personen und Firmen in China und Hongkong, die Irans Militär Zugang zu Ausrüstung und Kriegsmaterial verschafft haben sollen. Die Maßnahmen kommen kurz vor einem geplanten Treffen Trumps mit Chinas Staatschef Xi Jinping in Peking.
Bericht: Iran kann Seeblockade laut CIA noch Monate widerstehen
Iran kann einer Seeblockade nach Einschätzung des US-Geheimdienstes CIA noch vier Monate standhalten. Zudem hätten die von US-Präsident Donald Trump als Erfolg gefeierten Bombardements die iranische Führung nicht zum Einlenken gezwungen, berichtet die Zeitung Washington Post unter Berufung auf einen Insider. Der Konflikt dürfte der Analyse zufolge trotz Trumps Bemühungen um ein rasches Ende vorerst andauern.
Irans Militär: Gefechte in Straße von Hormus beendet
Nach iranischer Darstellung war der Beschuss eines unbeladenen Öltankers unter iranischer Flagge durch US-Streitkräfte am Mittwoch Auslöser für die jüngste Eskalation. Darauf hatte die iranische Marine auf die „Verletzung der Feuerpause“ reagiert. In der vergangenen Nacht hatten sich die beiden Konfliktparteien gegenseitig angegriffen. Iran attackierte US-Militärschiffe, die USA griffen Ziele auf iranischem Territorium an.
In einem weiteren Bericht der Tasnim hieß es, die Marine habe in der vergangenen Nacht bei einem kombinierten Raketen- und Drohneneinsatz US-Schiffe mit acht Marschflugkörpern und 24 Kamikazedrohnen attackiert. Ein Marschflugkörper und drei Drohnen hätten amerikanische Zerstörer getroffen und Brände verursacht. Eine Bestätigung von US-Seite lag zunächst nicht vor.
Washington: Israel und Libanon verhandeln am 14. und 15. Mai
Zuletzt hatte der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam ein baldiges Spitzentreffen auf dem Niveau von Präsidenten oder Regierungschefs abgelehnt. Zuerst müsse die mit Israel vereinbarte Waffenruhe eingehalten werden, hatte Salam gesagt.
Bildungskrise an iranischen Universitäten
Die Regierung sei immer noch dabei, die im Krieg bombardierten Universitäten wiederaufzubauen. Dafür seien jedoch erhebliche finanzielle Mittel notwendig. Bereits seit Wochen unterrichten Lehrende an iranischen Hochschulen nur online. Informierten Kreisen zufolge soll es dabei jedoch auch massive Probleme geben. Dazu kommt die Netzsperre, die Irans Bevölkerung vom weltweiten Internet abgeschnitten hat.
Studierendenverbände beklagten unterdessen anhaltend harte Repressionen nach den inzwischen verstummten Massenprotesten vom Januar. Die Hochschulzeitung Amir-Kabir berichtete etwa, einem Studenten, der an den Demonstrationen teilgenommen habe, drohe die Hinrichtung. An mehreren Universitäten seien zudem Studierende wegen mutmaßlicher Protestteilnahme exmatrikuliert worden.
