Foodwatch fordert Gesetzentwurf für Zuckersteuer von Finanzminister Klingbeil

Nachdem sich Gesundheitsministerin Warken (CDU) dafür ausgesprochen habe, liege der Ball bei Klingbeil, hieß es. Eine Zuckersteuer zahle sich doppelt aus. Sie senke ernährungsbedingte Krankheitskosten und bringe Einnahmen, die in bessere Gesundheitsvorsorge investiert werden könnten. Laut Foodwatch unterstützen 4.000 Ärztinnen und Ärzte einen aktuellen Appell.
Eine von Warken eingesetzte Expertenkommission sprach sich jüngst für die Einführung einer gestaffelten Steuer auf zuckergesüßte Erfrischungsgetränke aus. Die CDU-Politikerin unterstützte den Vorstoß. Zudem brachte die schwarz-grüne Landesregierung in Schleswig-Holstein eine entsprechende Initiative in den Bundesrat ein. Ob die Länderkammer zustimmen wird, ist unklar.
Laut Daten des Marktforschungsinstituts Euromonitor nehmen die Menschen in Deutschland im Schnitt täglich 26 Gramm Zucker allein durch Getränke zu sich. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, über Getränke sowie Essen nicht mehr als 25 Gramm pro Tag zu konsumieren, um das Risiko für Übergewicht und damit verbundene Erkrankungen zu senken.
Diese Nachricht wurde am 25.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
