Eurogruppen-Chef: Größte Energiekrise wegen Nahostkonflikt


Johann Wadephul (CDU), Außenminister, geht während eines Besuchs bei den Vereinten Nationen an Flaggen vorbei.

Außenminister Wadephul hat in New York bei den Vereinten Nationen vor den Folgen des Iran-Krieges gewarnt. Die Auswirkungen reichten über die Golfregion hinaus, so Wadephul im UN-Sicherheitsrat.

28.04.2026 | 0:19 min


Wegen der Lage im Nahen Osten droht der Welt nach Ansicht des Präsidenten der Eurogruppe, Kyriakos Pierrakakis, eine historische Notlage.

Wenn die Straße von Hormus nicht rasch wieder vollständig geöffnet wird, hat diese Krise das Potenzial, die größte Energiekrise überhaupt zu werden.

Kyriakos Pierrakakis, Präsident Eurogruppe in Athen

Die Ausfälle bei Öl und Gas könnten größer sein als in früheren Krisen etwa in den 1970er Jahren oder nach Beginn des Ukraine-Kriegs.

IWF-Frühjahrstagung

Auf der Frühjahrstagung des IWF wird mit einem Voranschreiten der Energiekrise gerechnet. Außerdem hagelt es indirekt Kritik für deutsche Entlastungen wie die Einmalprämie.

16.04.2026 | 2:36 min


Folgen für Wirtschaft und Verbraucher

Die Auswirkungen würden weit über den Energiesektor hinausgehen, sagte Pierrakakis bei einer Veranstaltung am Montagabend. Auch wichtige Rohstoffe wie Düngemittel oder petrochemische Produkte könnten knapp werden. Besonders betroffen sei Asien, doch auch in Europa seien die Folgen bereits spürbar – vor allem durch steigende Energiepreise.

Die EU versuche gegenzusteuern, sagte Pierrakakis. Geplant seien gezielte und befristete Hilfen für Bürger und Unternehmen. Wichtig sei dabei, dass wirtschafts- und geldpolitische Maßnahmen gut aufeinander abgestimmt werden. Die aktuelle politische Lage spiele wieder eine deutlich größere Rolle in der internationalen Wirtschafts- und Finanzpolitik.

Wir erleben eine sehr starke Rückkehr der Geopolitik.

Kyriakos Pierrakakis, Präsident Eurogruppe in Athen

Schaltgespräch mit Omid Nouripour.

Bundestagsvizepräsident Nouripour bereist die Golfregion: Die Staaten fühlen sich durch Iran existenziell bedroht. Europa reagiere nur – statt eigene Initiativen zu ergreifen.

27.04.2026 | 5:28 min


Globalisierung neu bewertet

Früher habe seine Generation geglaubt, dass Globalisierung und neue Technologien geografische Faktoren weniger wichtig machen würden. „Wir lagen falsch“, sagte er. Heute werde die Weltwirtschaft stärker davon geprägt, wie sich Macht zwischen Regionen verschiebt, wie schnell sich Technologien entwickeln und welche Rolle neue Akteure neben Staaten spielen.

Schlange-an-Tankstelle-Asien-

Die geopolitische Lage am Persischen Golf schneidet Asien von Energie ab. Die Folgen sind drastisch: Produktionsstopps, Rationierungen und ein Alltag im Krisenmodus.

20.03.2026 | 2:38 min


Quelle: dpa



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