Deutscher nach Spionagevorwurf auf Kreta wieder frei

Ein wegen Spionage-Verdachts auf Kreta festgenommener deutscher Tourist ist wieder frei. Die Festnahme und die Zeit in Gewahrsam seien für ihn, seine Frau und seine Tochter ein Schock gewesen, berichtete das kretische Onlineportal Neakriti unter Berufung auf den Anwalt des Mannes. Der 56-Jährige war am Samstag festgenommen worden, weil er Fotos am Flughafen von Chania gemacht hatte.
Der Tourist hatte demnach in einem sicherheitsrelevanten Bereich Flugzeuge sowie das Flughafengelände fotografiert. Dort ist die Polizei vor dem Hintergrund des Kriegs zwischen den USA und Israel einerseits und dem Iran andererseits derzeit besonders wachsam. So werden westliche Stützpunkte in der Region – darunter die Basis der US-Marine und US-Luftwaffe in Souda auf Kreta – verstärkt überwacht, unter anderem, um mögliche Spione dingfest zu machen.
Der Urlauber beteuerte seine Unschuld
Der Mann habe von Beginn an seine Unschuld beteuert, hieß es bei Neakriti.gr. Die Urlauber seien nicht über die dort geltenden Informationen informiert gewesen und hätten nicht gewusst, dass man nicht fotografieren dürfe. Sie wollen den Urlaub dem Bericht zufolge nun fortsetzen. Der 56-Jährige erklärte demnach, der Vorfall werde ihn nicht davon abhalten, künftig erneut nach Kreta zu reisen. (dpa)
