Bodycams für Zugbegleiter und ein Notfallknopf



Rund drei Monate nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter will die Deutsche Bahn (DB) mit Motiven in Bahnhöfen und Zügen zu mehr Respekt gegenüber Bahnmitarbeitenden auffordern. Seit Dienstag seien dort Motive mit Sprüchen wie „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Auch für alle in Uniform“ zu sehen, erklärte der Konzern, der die Kampagne mit dem Bundesverkehrsministerium und dem Branchenverband VDV aufgelegt hat. 

Die Kampagne ist Teil eines Aktionsplans für mehr Sicherheit, der nach dem gewaltsamen Tod eines Zugbegleiters festgelegt wurde. Anfang Februar war der 36-Jährige von einem Schwarzfahrer in Rheinland-Pfalz lebensbedrohlich verletzt worden, er starb später im Krankenhaus. Die Tat löste bundesweit Entsetzen aus.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) erklärte am Dienstag, er sei „immer noch traurig und schockiert über den Tod“ des Mannes. Die neue Kampagne setze der „immer weiter zunehmenden Zahl von Beleidigungen und Angriffen“ ein klares Signal entgegen, sagte Schnieder. 

Im Rahmen des Aktionsplans, mit dem die Sicherheit für Reisende und das Bahn-Personal verbessert werden soll, sollen unter anderem alle Bahn-Beschäftigten mit Kundenkontakt im Regional- und Fernverkehr sowie an den Bahnhöfen mit Bodycams ausgestattet werden. Bisher sind laut DB bereits 2000 Bodycams konzernweit im Einsatz. Zudem sollen etwa zusätzliche Sicherheitskräfte eingestellt werden. 

Für alle Mitarbeitenden im Kundenbetrieb soll es einen Notfallknopf geben, auch sollen alle Beschäftigten Deeskalationstrainings bekommen. Als weitere Maßnahme zur Deeskalation soll ab dem 1. März in den Regionalbahnen die verpflichtende Ausweiskontrolle im Rahmen der Ticketkontrolle entfallen. (AFP)



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