USA greifen Raketenstellungen und Minenleger-Boote in Iran an


Iran: Bandar Abbas: Schiffen liegen in der Straße vor Hormus.

Ungeachtet der Bemühungen um ein dauerhaftes Kriegsende und einer eigentlich geltenden Waffenruhe haben die USA nach eigenen Angaben Ziele im Iran angegriffen. (Archivbild)

Quelle: dpa


Ungeachtet der Bemühungen um ein dauerhaftes Kriegsende und einer eigentlich geltenden Waffenruhe haben die USA nach eigenen Angaben Ziele im Iran angegriffen.

US-Militär bestätigt Angriffe

Zu den US-Angriffen auf Raketenstellungen kam es laut dem US-Militär im Süden des Landes. Im Bereich der Straße von Hormus wurden Boote attackiert, die Minen in der Meerenge verlegen wollten.

Die „Angriffe zur Selbstverteidigung“ dienten dem Schutz der Truppen vor Bedrohungen durch das iranische Militär, erklärte Tim Hawkins, Sprecher des zuständigen Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom) am Montag. Das US-Militär übe sich im Rahmen der aktuellen Waffenruhe in Zurückhaltung, verteidige aber seine eigenen Verbände.

sgs thevessen abkommen

Laut Präsident Trump stehen die USA und der Iran kurz vor einem Rahmenabkommen. Vorgesehen ist auch eine Verlängerung der Waffenruhe. ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen ordnet ein.

24.05.2026 | 2:53 min


Iranische Medien: Tote nach US-Angriff nahe Insel Larak

Iranische Medien berichteten, es habe nach einem US-Angriff im Bereich der Insel Larak in der Straße von Hormus mehrere Tote gegeben. Das US-Militär machte zunächst keine Angaben zu möglichen Opfern und nannte keine weiteren Details zu den Angriffen auf die iranischen Ziele.

Obwohl die Waffenruhe im Iran-Krieg weitestgehend hält, hat es rund um die Straße von Hormus schon mehrere gegenseitige Angriffe gegeben. Anfang Mai etwa attackierte der Iran US-Militärschiffe in der Meerenge mit Raketen und Schnellbooten, die USA griffen Ziele auf dem iranischen Festland an.

US-Außenminister Marco Rubio spricht zu den Journalisten, bevor er sein Flugzeug am Indira Gandhi International Airport in Neu-Delhi, Indien, besteigt.

US-Außenminister Rubio hat sich optimistisch zu den Verhandlungen mit Iran geäußert: Die USA würden der Diplomatie eine Chance geben, bevor man Alternativen prüfe. Eine Einigung sei möglich.

25.05.2026 | 0:20 min


Verhandlungen über Rahmenabkommen laufen

Seit Wochen verhandeln Iran und die Vereinigten Staaten über ein Rahmenabkommen, das den Krieg beenden soll. Am Wochenende hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, dass dieses „weitgehend“ ausgehandelt worden sei.

Später folgte, beide Seiten müssten sich „die nötige Zeit nehmen und alles richtig machen“. US-Außenminister Marco Rubio sagte, in dem Konflikt sei das übergeordnete Ziel, „dass der Iran niemals eine Atomwaffe besitzen“ dürfe. Niemand auf der Welt ginge so strikt dagegen vor wie der US-Präsident.

Iran: Keine unmittelbare Einigung mit USA in Sicht

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, erklärte am Montag, der Iran verhandle über ein Ende des Krieges und diskutiere derzeit keine Nuklearfragen. Es könne zwar ein Rahmenabkommen erzielt werden, eine Einigung zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran stehe aber nicht unmittelbar bevor.

Elmar Theveßen berichtet aus Washington

US-Präsident Trump bringt bei den Iran-Verhandlungen ein mögliches Rahmenabkommen ins Spiel. Die Chancen dieses Vorschlags ordnet Korrespondent Elmar Theveßen aus Washington ein.

24.05.2026 | 1:22 min


Eine hochrangige iranische Delegation traf in Katars Hauptstadt Doha ein. Wie die Nachrichtenagentur AFP aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen erfuhr, soll sie über ein Abkommen mit den USA sowie konkret über die Freigabe eingefrorener Gelder verhandeln. Strittig in den Verhandlungen zwischen Washington und Teheran ist weiterhin die Zukunft des iranischen Atomprogramms. 

Trump drängt auf Abraham-Abkommen

Trump äußerte am Montag die Erwartung, dass der Iran sein angereichertes Uran an die USA übergebe – oder es im Iran unter Aufsicht internationaler Beobachter vernichtet werde. Zudem drängte er am Montag mehrere Länder der muslimischen Welt, im Zuge einer möglichen Friedensvereinbarung mit dem Iran den sogenannten Abraham-Abkommen über eine Normalisierung der Beziehungen mit Israel beizutreten.

ZDF-Reporter Stefan Schlösser in Istanbul. Im Hintergrund das Meer.

In den Verhandlungen mit Iran gehe es Trump vor allem um das Ende des iranischen Atomprogramms meint ZDF-Reporter Stefan Schlösser. Davon hänge auch der Erfolg der USA ab.

24.05.2026 | 10:03 min


In einem langen Beitrag in seinem Onlinenetzwerk Truth Social listete Trump die Länder auf, mit deren Führung er am Samstag über Möglichkeiten zur Beendigung des Iran-Kriegs gesprochen habe. Er nannte Ägypten, Jordanien, Katar, Pakistan, Saudi-Arabien und die Türkei. Für diese Länder sollte es „verpflichtend“ sein, gleichzeitig mit einer Vereinbarung zur Beendigung des Iran-Kriegs die Abraham-Abkommen zu unterzeichnen, schrieb der US-Präsident.

Er hatte während seiner ersten Amtszeit mit den Abraham-Abkommen eine historische Annäherung zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain, Marokko und dem Sudan vermittelt. Allerdings scheint eine Normalisierung der Beziehungen arabischer Länder zu Israel im Moment unwahrscheinlich – unter anderem wegen des aktuellen Geschehens im Libanon.

Aktuelle Entwicklungen der Eskalation

:Iran-Krieg: Alle Nachrichten im Liveblog

Die Waffenruhe zwischen den USA und Iran ist fragil – das Tauziehen um die Straße von Hormus geht weiter. Alle Entwicklungen im Liveblog.

Die Halle im Azadi-Sportkomplex in der iranischen Hauptstadt liegt in Trümmern, nachdem eine Reihe von Angriffen der USA und Israels die Anlage zerstört hat

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Quelle: dpa, AFP

Über dieses Thema berichteten verschiedene Sendungen, etwa ZDFheute Xpress am 25.05.2026 ab 09:45 Uhr, das heute journal am 24.05.2026 ab 21:45 Uhr und die heute-Nachrichten am 24.05.2026 ab 19 Uhr.



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