Theater Magdeburg bringt Spätfolgen des Weihnachtsmarkt-Attentats auf die Bühne – Kultur


Die wichtigste Aufführung dieses neuen Stücks am Theater Magdeburg war vielleicht nicht die Premiere am vergangenen Samstag, sondern die Hauptprobe, zwei Tage vorher. Sie war nicht nur ein Praxistest darauf, ob Kevin Rittberger mit „Wunde Stadt“ ein gutes Stück geschrieben hat und ob dem Regisseur Sebastian Nübling eine schlüssige Uraufführung gelungen ist. Es ging um viel mehr: um Trauer und Mitgefühl und am Ende um so etwas wie Wahrhaftigkeit. Und es ging um den Umgang mit traumatisierten Menschen und den Verletzungen, die deren Leben auf lange Zeit beschädigt haben. Bei dieser Hauptprobe am Donnerstag saßen etwa 30 der Menschen im Zuschauerraum, von denen das Stück erzählt. Ob sie es akzeptieren, was da auf der Bühne stattfindet, ob sie sich und ihre Gefühle in dem Theaterstück wiederfinden, war für den Autor und das Theater deutlich wichtiger als der Applaus bei der Premiere.



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