Krieg – Russland greift Ukraine mit Oreschnik-Hyperschallrakete an


Kiew: Nach einem massiven russischen Luftangriff steigt bei Sonnenaufgang Rauch über der Stadt auf.

Erneuter russischer Angriff auf Kiew. (AP / dpa / Zoya Shu)

Die Rakete sei gegen Bila Zerkwa abgefeuert worden, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft. Die Großstadt liegt im Kiewer Gebiet. Russland bestätigte mittlerweile den Einsatz.

Bundesregierung verurteilt russischen Angriff mit Oreschnik-Rakete

Bundeskanzler Merz schrieb im Onlinedienst X, die Bundesregierung verurteile „diese rücksichtlose Eskalation scharf“. Deutschland stehe weiter fest an der Seite der Ukraine. Die Oreschnik-Rakete kann sowohl konventionelle als auch atomare Sprengköpfe tragen. Ihre hohe Geschwindigkeit von bis zu 12.000 Kilometer pro Stunde und ihre Reichweite von bis zu 5.000 Kilometer machen sie zu einer potenziellen Gefahr für den gesamten europäischen Kontinent, wie die Deutsche Presse-Agentur schreibt.

Russland hat die ballistische, atomwaffenfähige Rakete bereits zweimal in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine eingesetzt – einmal in der Großstadt Dnipro und zuletzt im Januar in der Westukraine. Nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russisch besetzte Region Luhansk in der Nacht zum Freitag hatte Moskau mit Vergeltung gedroht.

Russische Angriffe: Zahl der Toten in Kiew und Umgebung auf vier gestiegen

Laut der ukrainischen Flugabwehr hat Russland in der vergangenen Nacht insgesamt 600 Drohnen und 90 Raketen abgefeuert. Allein in Kiew sollen vier Menschen getötet und 50 verletzt worden sein.

Die ukrainische Armee beschoss ihrerseits erneut russische Öl-Infrastruktur – unter anderem eine Verladestation in der Region Krasnodar am Schwarzen Meer.

Diese Nachricht wurde am 24.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



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