Was bleibt vom Speed-Dating mit Xi?


Donald Trump mit erhobener Faust als Schattenriss vor US-Flagge, darunter Schriftzug: "Der Trump Effekt - Speed-Dating mit Xi", rechts Foto von Putin und Xi Jinping

Zuerst stattete US-Präsident Donald Trump Peking einen Besuch ab. Nur wenige Tage später ist Wladimir Putin bei Xi Jinping. Was bedeutet das für die Weltordnung?

21.05.2026 | 52:08 min


Nur wenige Tage nachdem US-Präsident Donald Trump dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping einen Besuch abgestattet hat, reist der russische Präsident Wladimir Putin auch nach Peking. Aber was bleibt von den jüngsten Treffen der Staatschefs?

Theveßen: Trump übernimmt Narrative von Xi

In der neuen Podcast-Folge von „Der Trump Effekt“ analysiert Elmar Theveßen, Leiter des ZDF-Studios in Washington, D.C., dass Trump mit Blick auf Xi und Putin gerne „der Dritte im Bunde sein“ würde. Trump übernehme Narrative der beiden.

Bei einem Interview mit „Fox News“ hat Trump gewissermaßen das Narrativ von Xi übernommen, dass Taiwan eigentlich der Böse in diesem Spiel ist, weil es nach Unabhängigkeit strebt.

Elmar Theveßen, Leiter des ZDF-Studios Washington

Donald Trump mit erhobener Faust als Schattenriss vor US-Flagge, darunter Schriftzug: "Der Trump Effekt - Trump bei Xi - Die Analyse", rechts Foto Trump und Xi bei Staatsbesuch in China

Trump spricht von „fantastischen Deals“: Was bleibt vom China‑Besuch? Die Analyse zu Handel, Taiwan und Iran. 

15.05.2026 | 52:33 min


Für Elmar Theveßen steht dahinter ein grundlegender Wandel: „Werte, Regeln, Institutionen – das stört ja alles das, was sie wollen, nämlich Geschäfte machen.“ Das zeige sich auch bei Taiwan, wo es Trump auch um Deals gehe. Die Folge sei eine Welt, in der Großmächte wie Russland, China und die USA Einflusssphären unter sich aufteilen.

Xi wünscht sich neue multipolare Weltordnung

Mit Blick auf die Beziehung zwischen Putin und Xi erklärt ZDF-Korrespondentin in China, Elisabeth Schmidt, dass keiner den jeweils anderen auf offener Bühne kritisiere. Den Ukraine-Krieg auf der einen Seite und die Gebietsansprüche auf Taiwan auf der anderen Seite definiere man „als innere Angelegenheit“. Das sei die neue multipolare Weltordnung, die sich Xi wünscht, also mehrere Großmächte, die nebeneinander koexistieren und sich gegenseitig nicht kritisieren.

Vladimir Putin bei seinem Besuch in Peking schüttelt Präsident Xi die Hand, während beide in rotem Leder gebundene Umschläge halten. Hinter ihnen sind die Nationalflaggen von China und Russland zu sehen.

Auf Trump folgt Putin: Auch der russische Präsident besucht jetzt Chinas Staatschefs Xi. Warum Peking so wichtig ist in der Weltpolitik – ZDFheute live analysiert.

20.05.2026 | 39:33 min


Xi habe beim Treffen in Peking nicht auf Putin eingewirkt und auf ein Ende des Krieges gepocht. Das schmälere die Hoffnungen der Europäer, bemerkt Ulf Röller, Leiter des ZDF-Studios in Brüssel.

Wer verteidigt die Demokratie? Der amerikanische Präsident ist es jedenfalls nicht mehr.

Ulf Röller, Leiter des ZDF-Studios Brüssel

Ulf Röller sieht Europa in der Pflicht: „Wir müssen die Karten spielen, die wir haben“, sagt Ulf Röller im Podcast. Die Schlagkraft aus Washington oder Peking hätte man zwar nicht, aber die Europäer müssten nun eine eigene diplomatische Strategie entwickeln.

Wichtiger Hinweis in eigener Sache

Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt.

Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt – geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick.

→ Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen


Quelle: ZDF

Über dieses Thema berichtete auslandsjournal – der Podcast: „Der Trump-Effekt“ am 21.05.2026 um 12:00 Uhr.



Source link

Ähnliche Beiträge