Auch die USA brauchen Verbündete, nicht zuletzt für ihre Schulden
„It’s the economy, stupid“ ist ein inzwischen weltbekanntes Zitat aus dem Dokumentarfilm „The War Room“ von 1993. Politikberater James Carville, auf dem Sofa liegend, Telefon am Ohr, gefilmt im Wahlkampf für Bill Clinton, will diese Botschaft rüberbringen. Er spöttelt den Satz ins Ohr eines unwilligen Journalisten, der lieber über Clintons Affären sprechen möchte.
„War Room“ hatte seinerzeit nichts mit realem Krieg zu tun, war aber für Clintons zivile Wahlkampfzentrale Synonym für einen Ort des strategischen Denkens und der Definition von politischen Zielen. Auch die Republikaner hatten mal solche Orte für Strategie und Zukunftsdenken.
Und heute? Im Weißen Haus sitzt ein reicher Immobilienerbe, der sich schamlos unbehelligt auslebt. Wie er es sein Leben lang getan hat. Seine Wähler schreckte das nicht, nur langsam lernen sie sehen. Immer noch gefällt vielen Trumps Egozentrik.
Selbst reich werden, egal mit welchen Mitteln. Menschliche Kollateralschäden? Häme ist die Antwort. Der Erfolg gibt recht, wenn die Macht damit einhergeht. Dass das nicht für alle funktionieren kann? Auch das lernen Trumps Wähler gerade live und in Farbe in ihren Alltagsfinanzen.
