Ebola-Ausbruch: Menschen in der DR-Kongo leben in Angst vor Virus
Im Osten der Demokratischen Republik Kongo sind die Menschen in Alarmbereitschaft. Die Zahl der Ebola-Toten steigt. Der Ausbruch ist besonders gefährlich, weil die betroffene Region Ituri nur schwer zu erreichen ist.
Ein Alltag mit Angst. Menschen sind auf den Straßen von Bunia, der Provinzhauptstadt der betroffenen Region Ituri, unterwegs. Sie kaufen an kleinen Marktständen Obst und Gemüse. Hier im äußersten Nordosten der Demokratischen Republik Kongo sind viele in großer Sorge wegen des Ebola-Ausbruchs.
Einer von ihnen ist Jean Marc Asimwe. Er arbeitet als Motorrad-Taxi-Fahrer. „Wir fürchten uns sehr vor dieser Krankheit. Jeden Tag sterben Menschen, jeden Tag begraben wir zwei, drei oder sogar mehr Tote“, erzählt Jean Marc.
Inzwischen wurden erste Fälle einer seltenen Ebola-Variante nachgewiesen. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es für diese Variante derzeit keinen zugelassenen Impfstoff.
Betroffene Region nur schwer zu erreichen
Der Ausbruch ist auch deshalb gefährlich, weil Teile der Region Ituri sehr abgeschieden und deshalb schwer erreichbar sind. Dort gibt es dichten Regenwald und kein ausgebautes Straßennetz. Es ist daher schwierig, genau zu sagen, wie viele Menschen dort wirklich infiziert sind. Gleichermaßen ist es schwierig, diesen Menschen zu helfen.
Der letzte Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo endete vor knapp einem halben Jahr. Er konnte innerhalb von drei Monaten eingedämmt werden. Zum Schutz der Bevölkerung wurden knapp 50.000 Menschen gegen Ebola geimpft.
WHO stellt medizinische Hilfsgüter und Notfallfonds bereit
Ebola ist eine Virus-Infektion, die von Mensch zu Mensch übertragen wird – vor allem durch Blut oder andere Körperflüssigkeiten. Wird die Krankheit nicht behandelt, endet sie meist tödlich.
Die Weltgesundheitsorganisation ist bereits vor Ort und unterstützt die örtlichen Gesundheitsbehörden, sagt WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. „Wir haben medizinische Hilfsgüter und Schutzausrüstung nach Bunia geschickt und 500.000 US-Dollar aus dem Notfallfonds für Katastrophen freigegeben, um den Ausbruch einzudämmen“, so der WHO-Chef.
Die Zahl der Infizierten und Toten könnte noch steigen. Auch im Nachbarland Uganda gibt es einen ersten Fall. Durch den lebhaften Grenzverkehr könnte sich Ebola auch dort weiter ausbreiten.

