Hantavirus-Ausbruch: Kreuzfahrtschiff darf nach Spanien


Das Schiff "Hondius" vor Kap Verde.

Stand: 06.05.2026 • 02:40 Uhr

Wegen mehrerer Infektionen mit dem Hantavirus hatte Kap Verde einem Kreuzfahrtschiff das Anlegen verweigert. Nun darf die „Hondius“ nach Spanien. An Bord des Schiffs waren drei Passagiere gestorben.

Spanien hat dem von Hantavirus-Fällen betroffenen Kreuzfahrtschiff „Hondius“ das Anlaufen eines Hafens auf den Kanarischen Inseln erlaubt. Diese Entscheidung sei in Abstimmung mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der EU gemäß internationalem Recht und humanitären Prinzipien getroffen worden, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid mit.

Das Schiff mit insgesamt etwa 150 Menschen an Bord war von Argentinien aufgebrochen und ankert derzeit vor Kap Verde – ein kleiner Inselstaat vor Westafrika. Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) untersuche das Schiff eingehend, um festzustellen, welche Personen dringend von Kap Verde aus evakuiert werden müssten, erklärte das spanische Ministerium.

„Kanaren sind nächstgelegener Ort mit den nötigen Kapazitäten“

Die übrigen Passagiere würden mit dem Schiff zu den Kanarischen Inseln vor der Westküste Nordafrikas fahren, wo sie voraussichtlich in drei bis vier Tagen eintreffen werden. Welcher Hafen genau angelaufen werde, stehe noch nicht fest. Dort angekommen, sollen Besatzung und Passagiere untersucht, gegebenenfalls medizinisch versorgt und in ihre Heimatländer zurückgebracht werden, so das Ministerium. Die WHO habe erklärt, dass Kap Verde diesen Einsatz nicht selbst durchführen könne. Die Kanarischen Inseln seien daher der nächstgelegene Ort mit den notwendigen Kapazitäten. Kap Verde hatte das Anlegen verweigert.

Bislang sind drei Passagiere der unter niederländischer Flagge fahrenden „Hondius“ gestorben, ein niederländisches Ehepaar und eine Deutsche. Die WHO geht derzeit von insgesamt sieben Erkrankungsfällen aus. Sie vermutet, dass diese von dem verstorbenen niederländischen Ehepaar ausgingen, das sich noch an Land in Argentinien angesteckt haben könnte.



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