Viele Tote durch russische Bombenangriffe auf die Ukraine


Zerstörung nach einem Bombenangriff auf die Stadt Saporischschja

Stand: 05.05.2026 • 21:58 Uhr

Kurz vor dem Beginn einer möglichen Feuerpause fallen russische Bomben auf mehrere Städte in der Ukraine. Es gibt viele Tote und Verletzte. Präsident Selenskyj wirft Russland „blanken Zynismus“ vor.

In den kommenden Tagen soll zwischen Russland und der Ukraine eine Waffenruhe gelten. Kurz vor dem möglichen Inkrafttreten hat Moskau schwere Angriffe gestartet.

In der Stadt Saporischschja wurden mindestens zwölf Menschen getötet. Mehr als ein Dutzend weitere wurden verletzt. Das teilte der Gouverneur der südostukrainischen Region Saporischschja, Iwan Fedorow, mit.

Angriff auf Kramatorsk

Parallel dazu wurden in der ostukrainischen Stadt Kramatorsk laut Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens fünf Menschen durch russische Bomben getötet. Der russische Angriff habe „mitten auf das Stadtzentrum“ gezielt. Am Abend meldete Selenskyj vier weitere Tote bei einem russischen Angriff auf die zentralukrainische Stadt Dnipro.

Auch in anderen Teilen des Landes gab es Tote und Verletzte. In der zentralukrainischen Region Poltawa habe ein russischer Drohnen- und Raketenangriff vier Menschen getötet, hieß es von den örtlichen Behörden. In der Region Charkiw wurde laut Staatsanwaltschaft ein Mensch getötet.

Konfliktparteien als Quelle

Angaben der Konfliktparteien oder von Beobachtern zum Kriegsgeschehen können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.

Selenskyj sieht „blanken Zynismus“

Angesichts dieser Attacken sprach Selenskyj von „blankem Zynismus“. Es sei absolut zynisch, um eine Waffenruhe für Propagandafeierlichkeiten zu bitten, und in den Tagen davor solche Drohnen- und Raketenangriffe zu verüben, schrieb er in sozialen Medien.

Das russische Verteidigungsministerium hatte eine Feuerpause für Freitag und Samstag angekündigt. Russland feiert am 9. Mai den Sieg der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg über Nazi-Deutschland. Selenskyj erklärte wenig später, die Ukraine wolle ihrerseits in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch eine Waffenruhe beginnen lassen. Davor griff auch Kiew noch einmal verstärkt das russische Hinterland an.



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