News zu Iran: US-Militär: Schiffe haben Straße von Hormus durchfahren – Politik
Viele Angaben stammen von Konfliktparteien und lassen sich teilweise nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.
Wichtige Updates
Iran: Haben US-Streitkräfte an Eindringen in Meerenge gehindert
Iran warnt USA vor Aktionen in der Straße von Hormus
Trump: Werden ab Montag Schiffe aus der Straße von Hormus leiten
Trump will neuen Friedensvorschlag von Iran prüfen
US-Regierung billigt Waffenexporte an Partner im Iran-Krieg
US-Militär: Mehrere Schiffe haben Straße von Hormus durchfahren
Zuvor hatten iranische Streitkräfte behauptet, US-Marineschiffe am Durchqueren der Straße von Hormus gehindert zu haben. Aus Iran gab es auch Berichte, wonach zwei iranische Raketen ein US-Kriegsschiff getroffen hätten. Das wiederum dementieren die USA und betonen, kein Schiff sei getroffen worden.
US-Präsident Trump hatte am Sonntag eine Initiative angekündigt, um Schiffen zu helfen, die wegen Irans Blockade der Meerenge feststecken.
Minenjagdboot Fulda unterwegs ins Mittelmeer – Einsatz in Straße von Hormus geplant
Ein Einsatz der Fulda vor Ort ist jedoch noch längst nicht beschlossen: Voraussetzung ist ein Ende der Kampfhandlung, die Zustimmung des Deutschen Bundestages und ein entsprechender völkerrechtlicher Rahmen. Unter Führung Frankreichs und Großbritanniens bereitet ein internationales Bündnis derzeit einen möglichen Marineeinsatz vor.
Für den Befehlshaber der Flotte, Vizeadmiral Axel Deertz, zeigt der Einsatz, „mit welcher Wucht globale Sicherheitsfragen in unseren Alltag eindringen“. Das Auslaufen sei deshalb Routine und Ausnahme zugleich, so Deertz. Die gegenwärtige Krise sei „eine Episode in einer Welt voller Unordnung“. Die Soldaten führen nicht in ein Übungsvorhaben, sondern in ein Krisengebiet, das sich dynamisch entwickeln könne.
Andere, sogenannte Hohlstablenkboote der Seehund-Klasse können zudem magnetische und akustische Signaturen von Schiffen simulieren, um Minen gefahrlos zur Detonation zu bringen.
Nach Marineangaben kann die Fulda auf extrem leise Schleichfahrt gehen, um selbst der Gefahr durch Minen zu entgehen. Die Minenjagdboote besitzen einen Rumpf aus nicht-magnetischem Stahl. Zudem haben die Boote eine Magnet-Eigenschutz-Anlage. Diese kann Magnetfelder unterdrücken, die durch elektrische und elektronische Systeme an Bord entstehen.
Iran definiert neue Kontrollzone in der Straße von Hormus
Die iranischen Streitkräfte haben in der Straße von Hormus eine neue Kontrollzone definiert. Die mit der mächtigen Revolutionsgarde verbundene Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlichte dazu auf Telegram eine Karte, die den Bereich ausweist. Sie reicht demnach von der iranischen Insel Qeschm südlich im Persischen Golf bis nach Umm al-Qaiwain an die Nordwestküste der Vereinigten Arabischen Emirate. Weiter östlich im Golf von Oman definiert die iranische Marine das Kontrollgebiet vom iranischen Küstenort Kuh-e Mobarak südlich bis zur emiratischen Hafenstadt Fudschaira.
Emirate verurteilen Drohnenangriff Teherans auf staatlichen Öltanker
Das Außenministerium sprach von einem „iranischen Terrorangriff“. Er habe sich im Seegebiet der Straße von Hormus ereignet. Das Vorgehen stelle eine „Piraterie“ durch die iranischen Revolutionsgarden dar und gefährde sowohl die regionale Stabilität als auch die globale Energiesicherheit. Die Straße von Hormus dürfe nicht als politisches oder wirtschaftliches Druckmittel missbraucht werden. Die VAE forderten Iran auf, derartige Angriffe einzustellen und alle feindseligen Handlungen zu beenden.
Hapag-Lloyd: Schiffe können die Straße von Hormus weiterhin nicht passieren
US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, Schiffe befreien zu wollen, die wegen des Krieges zwischen den USA, Israel und Iran im Persischen Golf festsitzen. Das iranische Militär warnte die US-Streitkräfte aber umgehend vor dem angekündigten Einsatz. Iran blockiert seit mehr als zwei Monaten fast die gesamte Schifffahrt im Golf.
Den Crews an Bord der verbliebenen vier Schiffe von Hapag-Lloyd gehe es „unter den Umständen okay“, erklärte die Sprecherin am Montag weiter. Versorgungsschiffe lieferten Proviant und Trinkwasser. US-Präsident Trump hatte zuletzt mit Blick auf den Iran-Krieg deutliche Kritik an nach seiner Ansicht mangelnder Unterstützung und unbotmäßiger Kritik europäischer Staaten geäußert. Besonders im Visier hat er dabei Deutschland.
Iran: Haben US-Streitkräfte an Eindringen in Meerenge gehindert
Der Nachrichtensender Aljazeera berichtet, die iranische Marine habe ein US-Kriegsschiff mit Raketen angegriffen. Zwei Raketen hätten ein Schiff der US-Marine in der Nähe der Insel Jask in der Straße von Hormus getroffen, nachdem es Warnungen der Revolutionsgarde zum Anhalten ignoriert hatte, teilte die Revolutionsgarde mit. Auch das iranische Staatsfernsehen berichtet über den Beschuss. Das US-Kriegsschiff sei zum Umkehren gezwungen worden, meldet die iranische Nachrichtenagentur Fars.
Die USA dementieren den Angriff. Das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom teilte auf X mit, Berichte iranischer Medien, dass ein Schiff von zwei Raketen getroffen worden sei, seien falsch.
Zuvor hatte die iranische Militärführung gewarnt, ausländische Streitkräfte anzugreifen, sollten diese versuchen, die Meerenge zu durchfahren. Ein iranischer Außenamtssprecher hatte bei einer Pressekonferenz ebenfalls gesagt, dass das Land seine eigenen Interessen verteidigen werde. Der Außenamtssprecher nahm dabei Bezug auf Äußerungen von US-Präsident Donald Trump. Die USA wollen heute eine Initiative starten, um Schiffen zu helfen, die wegen der Blockade der Straße von Hormus feststecken. Für den Fall etwaiger Behinderungen der Initiative „Projekt Freiheit“ warnte Trump auf seiner Plattform Truth Social, dagegen mit Härte vorzugehen.
Hisbollah-Chef: „Es gibt keine Waffenruhe“
Es gebe darüber hinaus keine „gelbe Linie“ oder Pufferzone, betonte er. Das israelische Militär hat Südlibanon – nach dem Modell des auch nach einer Waffenruhe weiter zur Hälfte von Israel besetzten Gazastreifens – in mehrere Zonen aufgeteilt. Die sogenannte „gelbe Linie“ verläuft sechs bis zehn Kilometer entfernt von der israelischen Grenze. In dieser Zone, in der Dutzende Dörfern liegen, führt Israel weiterhin militärische Einsätze durch, auch mit Bodentruppen.
Kassim betonte, ein Ausweg aus dem Konflikt könne nicht in einer Kapitulation liegen. Gespräche und Verhandlungen mit Israel kämen einer Kapitulation gleich.
Crew eines vom US-Militär festgesetzten iranischen Frachters in Iran eingetroffen
Irans Militär hatte den USA nach dem Angriff „bewaffnete Seepiraterie“ vorgeworfen. In der Zwischenzeit sei die Crew auf dem Frachter festgehalten worden, hieß es in der pakistanischen Mitteilung weiter. Das Schiff selbst werde nach nötigen Reparaturen in pakistanische Hoheitsgewässer überführt und seinen iranischen Eignern zurückgegeben. Pakistan begrüße die Übergabe als vertrauensbildende Maßnahme zwischen den Kriegsparteien.
Rutte beschwichtigt: Europäer haben Trumps Botschaft verstanden
Trump wirft einigen Nato-Staaten vor, die USA im Iran-Krieg nicht ausreichend zu unterstützen. So hatte Spanien den USA die Nutzung von Stützpunkten im Land für Einsätze in Iran untersagt. „Ja, es gab eine gewisse Enttäuschung auf US-Seite, aber die Europäer haben zugehört“, sagte Rutte bei einem Gipfel der Europäischen Politischen Gemeinschaft in Armenien. Trump hatte zuletzt einige Schritte mit Blick auf die Nato angekündigt, die von vielen als eine Art Bestrafung für nach Trumps Ansicht mangelnde Unterstützung oder unbotmäßige Kritik interpretiert worden waren.
Fünf weitere Menschen in Iran hingerichtet
Erst am Samstag hatte Iran zwei Männer hingerichtet. Der oberste Gerichtshof habe die Todesurteile wegen der Spionage für Israel und Kooperation mit dem israelischen Geheimdienst bestätigt, hieß es ebenfalls bei Misan. Die Männer hätten demnach vertrauliche Informationen weitergegeben.
Seit Kriegsbeginn geht Irans Justiz mit äußerster Härte gegen Kritiker vor. Mehrere Männer wurden seitdem bereits wegen mutmaßlicher Spionage für Israel hingerichtet. Menschenrechtsgruppen kritisieren seit Langem den Einsatz der Todesstrafe in Iran. Sie werfen den Behörden vor, Hinrichtungen vor allem als Mittel der Einschüchterung zu nutzen. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben des Menschenrechtsnetzwerks HRANA mehr als 2000 Menschen hingerichtet – so viele wie seit Jahrzehnten nicht mehr.
Behörde: Neuer Angriff auf Schiff in Straße von Hormus
In der Straße von Hormus ist erneut ein Schiff angegriffen worden. Ein Tanker sei von „unbekannten Projektilen“ getroffen worden, teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) auf der Plattform X mit. Der Vorfall ereignete sich demnach am Sonntagabend in der strategisch bedeutenden Meerenge, rund 145 Kilometer nördlich von Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Besatzung sei in Sicherheit und es seien keine Auswirkungen auf die Umwelt gemeldet worden.
Iran warnt USA vor Aktionen in der Straße von Hormus
Zuvor hatte US-Präsident Trump angekündigt, von diesem Montag an eine Initiative „Project Freedom“ zu starten, um Schiffen zu helfen, die wegen der Blockade der Straße von Hormus feststecken. Für den Fall etwaiger Behinderungen der Initiative drohte Trump, dagegen mit Härte vorzugehen.
Trump: Werden ab Montag Schiffe aus der Straße von Hormus leiten
„Ich bin mir voll und ganz bewusst, dass meine Vertreter sehr positive Gespräche mit Iran führen und dass diese Gespräche zu etwas sehr Positivem für alle führen könnten“, fuhr Trump fort. Auch in diesem Fall nannte er keine Details. Die Verlegung der Schiffe sei dazu gedacht, Menschen, Unternehmen und Länder zu befreien, die absolut nichts falsch gemacht hätten und Opfer der Umstände seien. „Dies ist eine humanitäre Geste im Namen der Vereinigten Staaten, der Länder des Nahen Ostens, aber insbesondere Irans.“ Auf vielen der Schiffe würden Lebensmittel knapp. „Ich denke, es wäre ein großer Schritt, um den guten Willen all derer zu zeigen, die in den vergangenen Monaten so erbittert gekämpft haben. Sollte dieser humanitäre Prozess in irgendeiner Weise gestört werden, muss dieser Störung leider mit Härte begegnet werden.“
Das US-Militär unterstützt eigenen Angaben zufolge den angekündigten Einsatz zur Sicherung der Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus. Der Einsatz erfolge auf Anweisung des US-Präsidenten und solle Handelsschiffen die freie Durchfahrt durch den wichtigen internationalen Handelskorridor ermöglichen, teilte das amerikanische Militär mit.
Kurz nach der Ankündigung Trumps verwies Iran darauf, dass man jegliche Einmischungen in der Straße von Hormus als Verstoß gegen die Waffenruhe werten und entsprechend reagieren werde. Das schrieb der Leiter der Sicherheitskommission im Parlament, Ebrahim Azizi, auf der Plattform X. Die Straße von Hormus und der Persische Golf würden nicht durch „Trumps wahnhafte Beiträge gesteuert“.
Iran: Prüfen amerikanische Antwort auf unseren Vorschlag
Baghai sagte laut Nachrichtenagentur Fars zudem, im iranischen 14-Punkte-Plan für ein Kriegsende sei kein nukleares Thema vorgesehen. Irans Atomprogramm und das in der Islamischen Republik angereicherte Uran sind seit Langem einer der zentralen Streitpunkte in den Spannungen mit den USA. Berichten zufolge möchte Teheran dieses Thema erst später angehen.
Am Freitag war bekannt geworden, dass Iran einen neuen Vorschlag an die Vermittler in Pakistan übergeben hatte. Das hatte die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtet, ohne auf Inhalte einzugehen. Bisher waren die Kriegsparteien bei keinem von der einen an die andere Seite übermittelten Vorschlag zu einem Konsens gekommen.

