WM 2026: Vozinhas Mutter darf in die USA einreisen – Sport
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Wichtige Updates
Sechs Tore, viel Spektakel: England gewinnt 4:2 gegen Kroatien
„Ich sehe nichts Falsches daran“: Rüdiger spricht über das WM-Gebet von Felix Nmecha
Ein Paraguayer pfeift das Deutschland-Spiel
Mexikanische Ente macht WM-Karriere – Im Trikot mit Söckchen
Messi zieht mit Miroslav Klose gleich
Das Wichtigste aus der Nacht
Im zweiten Spiel der England-Gruppe L lieferten sich Ghana und Panama ein, Pardon, über weite Strecken ereignisloses Match. Ehe die Afrikaner in der Nachspielzeit noch das Tor des Tages erzielten.
Neben Kane war ein zweiter Bayern-Spieler der Protagonist des Abends. Luis Diaz erzielte für Kolumbien das 2:1 beim 3:1-Sieg seiner Mannschaft gegen Usbekistan. Damit hat die FC-Bayern-Offensivreihe Kane, Olise, Diaz einen höchst erfolgreichen ersten WM-Spieltag hinter sich. Olise bereitet bei Frankreichs Sieg zwei Tore vor.
Vozinha sagte nach dem 0:0 gegen Spanien, seine Mutter hätte nicht in die USA reisen können, weil man das Geld fürs Visum nicht rechtzeitig hinterlegen konnte. Reisende von den Kapverden müssen vor dem Erhalt eines US-Visums 15 000 Dollar Kaution hinterlegen.
Tah über Gebet auf dem Platz: „Es ist am Ende ein schönes Zeichen“
Auf Initiative von Nmecha hatten der 25-Jährige, Tah und Gegenspieler nach dem 7:1 beim WM-Auftakt des DFB-Teams gegen Curaçao einen Gebetskreis auf dem Platz gebildet. Die Szene in Houston hatte für Aufsehen gesorgt. Nmecha spricht öffentlich oft über seinen christlichen Glauben und persönliche Ansichten. In der Vergangenheit hatten seine Social-Media-Posts mehrfach auch Kritik ausgelöst.
Glücksspielbehörde leitet offenbar Prüfverfahren gegen Fifa-Sponsor ein
Nach Angaben der GGL verfügt das Unternehmen in Deutschland über keine Glücksspiellizenz. Werben dürfen hierzulande nur Anbieter, die auf der sogenannten „Whitelist“ geführt werden. ADI Predictstreet ist bei den WM-Spielen mit Bandenwerbung präsent sowie auf den Sponsorenwänden bei offiziellen Interviews und Pressekonferenzen.
ADI Predictstreet sieht derweil keinen Gesetzesverstoß. Das Unternehmen betreibe keine Marketing- oder Werbeaktivitäten, die auf Deutschland ausgerichtet seien, teilte ein Sprecher dem RND mit. Der Weltverband Fifa äußerte sich nach RND-Angaben bislang trotz mehrfacher Nachfrage nicht. ZDF-Sprecher Thomas Hagedorn erklärte dem RedaktionsNetzwerk, dass die Bilder vom Host-Broadcaster zur Verfügung gestellt werden würden. Der Sender sowie die ARD hätten „auf die Bandenwerbung in den WM-Stadien, die Teil der realen Umwelt ist, keinen Einfluss. Die Darstellungen stehen im Einklang mit dem Medienstaatsvertrag.“
Die Fifa hatte die mehrjährige Partnerschaft mit dem Unternehmen, das zum Firmennetzwerk der Herrscherfamilie von Abu Dhabi gehört und einen sogenannten Prognosemarkt anbietet, am 2. April bekanntgegeben.
Südafrikas Nationaltrainer will wegen Rot-Sperre protestieren – und verweist auf Messi
Der Coach kündigte einen Einspruch an. Die Disziplinarkommission der Fifa hatte eine Sperre von drei Spielen aufgrund der Schwere des Vergehens ausgesprochen. Zwane hatte beim 0:2 zum Auftakt gegen Mexiko die rote Karte für eine Tätlichkeit gesehen – allerdings erst nach Eingriff des Videoschiedsrichters. „Die rote Karte war übertrieben“, meinte Broos.
Lionel Messi war nach einem harten Foul mit offener Sohle auf der Wade seines Gegenspielers im Spiel gegen Algerien in der Nacht zum Mittwoch mit einer Ermahnung davongekommen, der VAR hatte nicht eingegriffen. Es gab nicht einmal Gelb für Messi.
„Ich sehe nichts Falsches daran“: Rüdiger spricht über das WM-Gebet von Felix Nmecha
Nationalverteidiger Antonio Rüdiger hat auf einer Pressekonferenz im deutschen WM-Quartier in Winston-Salem seinen Teamkollegen Felix Nmecha verteidigt. „Es ist etwas Persönliches. Er hat das gemacht, und ich sehe nichts Falsches daran“, sagte Rüdiger zu dem Gebetskreis, den Nmecha mit Jonathan Tah und Gegenspielern nach dem 7:1 für das DFB-Team gegen Curaçao gebildet hatte.
Die Szene im WM-Stadion von Houston hatte unterschiedliche Kommentare ausgelöst. Nmecha spricht öffentlich oft über seinen christlichen Glauben und persönliche Ansichten. In der Vergangenheit hatten seine Social-Media-Posts mehrfach auch Kritik ausgelöst. Es seien doch „schöne Bilder“ gewesen, meinte Rüdiger. Im DFB-Team sei das religiöse Bekenntnis des Dortmunders kein Thema, versicherte Rüdiger.
Der Abwehrspieler von Real Madrid war mehrfach selbst für seinen muslimischen Glauben in die Kritik geraten. Andere Internet-Kommentare richteten sich mehrfach gegen sein kontroverses Verhalten auf dem Platz. „Ich weiß nicht, ehrlich gesagt, warum das so ist. Wie gesagt, für mich, so in der Social-Media-Welt, da bin ich der Buhmann. Das ist auch für mich okay“, sagte der Berliner. „Seriöse Kritik ist immer bei mir willkommen“, versicherte er.
Felix Nmecha und die Glaubensfrage
Nmecha steht trotzdem in der Kritik. Nicht wegen seiner Performance auf dem Platz, sondern wegen seines Glaubens. Weil er Social-Media-Posts von fundamentalistischen Aktivisten gutgeheißen hatte, gab es 2023 in Dortmund Fans, die dagegen protestierten, ihn zu holen, und sei er noch so talentiert. Nmecha ist Teil des internationalen Netzwerks „Ballers in God“, dem man eine Nähe zu evangelikalen Freikirchen nachsagt, die unter anderem meinen, Homosexualität „heilen“ zu können.
Dass er an Gott glaubt, zeigte Nmecha am Sonntag auch auf dem Platz. Nach dem 7:1 gegen Curaçao bildete er mit seinem Teamkollegen Jonathan Tah und fünf Spielern von der Karibikinsel einen Kreis – und betete. Nmecha erklärte anschließend am Mikrofon:
„Wir sind alle Christen, wir sind Brüder. Wir haben ein kleines Gebet zusammen gemacht.“
Felix Nmecha, deutscher Nationalspieler
Kaum jemand zweifelt an der Klasse des Fußballers Felix Nmecha, aber über seine Frömmigkeit wird diskutiert. David Kulessa und Philipp Selldorf sind der Frage nachgegangen, ob Nmecha nur ein sanfter Mensch oder ein christlicher Missionar ist. Den Text lesen Sie hier:
Drohne beim Training? Südkorea befürchtet Spionage-Vorfall
Entdeckt wurden die vermeintlichen Spionageversuche von einem südkoreanischen Sicherheitsmitarbeiter, im Anschluss brachten die zuständigen Sicherheitsbeauftragten das Objekt zum Absturz. Große taktische Geheimnisse soll das Fluggerät allerdings nicht aufgedeckt haben – die Mannschaft um Kapitän Heung-Min Son befand sich den Berichten zufolge noch mitten in ihrem Aufwärmprogramm. Auch der Fifa soll der Vorfall schon gemeldet worden sein.
In der Nacht auf Freitag (3.00 Uhr MESZ) sind die „Taeguk Warriors“ wieder im Einsatz, im Estadio Akron, gelegen im Vorort Zapopan der Millionenstadt Guadalajara, geht es dann möglicherweise bereits um den Gruppensieg. In ihren Auftaktpartien feierten sowohl die Südkoreaner (2:1 gegen Tschechien) als auch die Mexikaner (2:0 gegen Südafrika).
WM-Reporter im Gangsta’s Paradise
Da bucht man eine Unterkunft in vermeintlich bester Lage, keine zehn Autominuten vom Fußballstadion entfernt, und dann stellt sich heraus: Das Stadtviertel heißt zwar „Sunnyside“, gehört aber zu den gefährlichsten Ecken der USA. Genau das ist meinem Kollegen Philipp Schneider passiert, der für die SZ aktuell die deutsche Nationalmannschaft begleitet – in diesem Fall nach Houston zum ersten Vorrundenspiel gegen Curaçao.
Philipp schreibt: „Sunnyside, verrät eine Blitzrecherche über Houstons Problem-Stadtviertel, die einer auch vor der Buchung hätte unternehmen können, war 2015 der zweitgefährlichste Ort in den USA! Zum Opfer eines Gewaltverbrechens, die Info spuckt das Internet zackig aus, wird einer in Sunnyside (beliebtestes Tattoo der Gangmitglieder: „Sunnyside Pride“) demnach mit der Wahrscheinlichkeit, dass Nico Schlotterbeck in einem Vorrundenspiel der WM einen fatalen Fehlpass spielt: 1:11! Die häufigsten Straftaten, heißt es, sind Körperverletzung, Einschüchterung und Raub.“
Die gesamte Kolumne lesen Sie hier:
Nach Ebola-Quarantäne: Der Kongo steigt in die WM ein
Die Nationalmannschaft vertritt in Amerika ein Land, das gerade einen schweren Ebola-Ausbruch verkraften muss. Das hatte auch Einfluss auf die Fußballspieler: Vor ihrer Abreise in die USA hatte sich die kongolesische Nationalmannschaft wegen der US-Vorgaben für eine 21-tägige Quarantänezeit außerhalb des Landes aufhalten müssen, Testspiele wurden abgesagt. Das Team begab sich stattdessen in Belgien in gemeinsame Isolation.
Die Profis, die es nun unter anderem mit Cristiano Ronaldo aufnehmen werden, leben allesamt im Ausland, sind aber dennoch „betroffen“ von der Situation, sagte der französische Trainer des kongolesischen Teams, Sébastien Desabre. Selbstbewusst sind sie dennoch:
„Wir fahren mit unseren Stärken und unseren eigenen Waffen zur Weltmeisterschaft. Man wird mit uns rechnen müssen.“
Cédric Bakambu, Stürmer der DR Kongo
Ein Paraguayer pfeift das Deutschland-Spiel
Als Vierter Offizieller ist Khalid Alturais (Saudi-Arabien) im Einsatz. Die Video-Assistenten gab der Weltverband nicht bekannt. Der in Asunción geborene Benitez steht seit 2019 auf der Fifa-Liste. Er war 2024 bei der Copa América im Einsatz, bei der Klub-WM im vergangenen Jahr pfiff er das Gruppenspiel zwischen Borussia Dortmund und den Mamelodi Sundowns aus Südafrika (4:3). Nationalspieler Felix Nmecha hat daran gute Erinnerung – er traf damals für den BVB.
Trinkpausen? Nicht in der Bundesliga und bei der Uefa
In der Bundesliga sind Trinkpausen im Regelwerk weiterhin keine Pflicht, aber bei Bedarf schon länger möglich. Bei großer Hitze können die Referees reagieren und den Teams solche Pausen ermöglichen. In den medizinischen Vorschriften der Uefa heißt es, dass bei Temperaturen ab 35 Grad oder wenn der Hitzeindex WBGT den Wert von 32 überschreitet, die Pausen genutzt werden sollen. Bei geringeren Werten kann der Schiedsrichter Trinkpausen erlauben, wenn er das für angebracht hält. So machte es etwa DFB-Schiedsrichter Daniel Siebert beim Champions-League-Finale in Budapest zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Arsenal. Was gegen die ständigen Unterbrechungen spricht, hat SZ-Sportchef Claudio Catuogno hier kommentiert:
Napoleon-Effekt: Kleine Schiedsrichter bestrafen größere Spieler
Zusammen mit Mario Lackner von der Universität Linz hat Sonnabend das Größenverhältnis zwischen Schiedsrichtern und Spielern im Profifußball untersucht. Das zentrale Ergebnis: Schiedsrichter bestrafen Spieler, die größer sind als sie selbst, häufiger und härter. „Es werden öfter Fouls gepfiffen und häufiger gelbe Karten vergeben – offenbar als unbewusster Ausgleich fehlender körperlicher Dominanz“, fasst Sonnabend zusammen.
Die zunächst in der Männer-Bundesliga nachgewiesenen Ergebnisse wurden anschließend gemeinsam mit dem Hagener Psychologen Tobias Wingen auf die Frauen-Bundesliga übertragen. Dabei zeigte sich derselbe Effekt: „Schiedsrichterinnen sanktionieren ebenfalls häufiger mit gelben Karten, wenn sie kleiner als die Spielerin sind“, sagt Sonnabend. „Dass sich der Zusammenhang bei Männern als auch in ähnlicher Größenordnung bei Frauen zeigt, hat uns überrascht.“
Für internationale Turniere wie die Fußball-Weltmeisterschaft erwartet Sonnabend einen schwächeren Napoleon-Effekt, da besonders fähige und erfahrene Schiedsrichter eingesetzt würden. Zudem weist der Wissenschaftler darauf hin, dass Bundesliga-Schiedsrichter ohnehin im Durchschnitt größer seien als der Durchschnittsmann in Deutschland und die meisten Bundesliga-Spieler: „Das deutet auf eine Selektion nach Körpergröße hin.“
Drei Jahre nach Wutrede: Tuchel nennt Turpin „Top-Schiedsrichter“
Das Auftaktspiel der Engländer am Mittwochabend gegen Kroatien wird von Schiedsrichter Clément Turpin gepfiffen. Tuchel hatte Turpin als Coach von Bayern München vor gut drei Jahren massiv kritisiert. „Note sechs“, schimpfte er damals nach dem Viertelfinal-Aus in der Champions League gegen Manchester City über Turpin. Dieser habe „absolut furchtbar“ gepfiffen: „Note sechs von der ersten Minute, von der ersten Entscheidung an.“ Der heute 52-Jährige monierte, dass jede kleine Entscheidung gegen seine Mannschaft ausgefallen sei.
Nun erinnerte sich Tuchel zurück: „Er war mit meinem Verhalten während des Spiels nicht zufrieden, deshalb hat er mir die rote Karte gezeigt, und ich war mit seiner Leistung nicht zufrieden.“ Als Trainer sei es immer besser, so der Manager der „Three Lions“, „nicht über den Schiedsrichter zu sprechen. Das ist vielleicht nicht immer möglich – es war ein emotionaler Abend, ein sehr wichtiges Champions-League-Spiel.“
Angesprochen auf die bevorstehende neuerliche Begegnung mit dem französischen Schiedsrichter sagte Tuchel auf die Frage, ob besorgt sei: „Nein, er ist ein Top-Schiedsrichter.“
Warum Tuchel auch bei seinem WM-Kader auf Harmonie setzt, lesen Sie hier:
Alphonso Davies zurück im Mannschaftstraining
„Ich weiß nicht, ob er spielen kann, er hat nicht mit uns trainiert“, sagte sein Stellvertreter Stephen Eustáquio am Dienstag. Nach der Ankunft in Vancouver am Wochenende weilte der 25-Jährige im Stadion beim Sieg der Australier gegen die Türkei, am Montag befand er sich wegen seiner im April erlittenen Oberschenkelverletzung noch im Aufbautraining. Wie der kanadische Sender CBC und auch The Athletic berichteten, habe Davies am Dienstag die ersten 15 Minuten der Einheit mit dem Team absolviert.
Ansonsten habe der Verband keine Informationen zu seinem Zustand herausgegeben. Im zugänglichen Teil des Trainings war Davies immerhin mit dem Ball am Fuß zu sehen – und mit seinem typischen Lachen im Gesicht. Auch Nationaltrainer Jesse Marsch hatte bereits vor dem Auftaktspiel gegen Bosnien-Herzegowina in Toronto (1:1), das Davies wegen der Blessur verpasste, Optimismus verbreiten wollen. Er sei „sehr hoffnungsvoll“, sagte der US-Amerikaner in Bezug auf ein baldiges Comeback seines wichtigsten Spielers.

