DRK-Chef fordert Verdopplung des Taschengeldes im FSJ
Soziale Einrichtungen sind auf Helfer angewiesen. Sie zu finden ist schwierig. Um attraktiver zu werden, fordert DRK-Chef Gröhe nun eine Verdopplung der Bezüge für Helfer im Freiwilliges Soziales Jahr.
Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Hermann Gröhe, fordert eine Verdoppelung des sogenannten Taschengeldes für junge Leute, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) leisten.
Gröhe: „Möglichkeiten für junge Menschen erhöhen“
„Hier muss in der Tat mehr geschehen. Bei einem Taschengeld von ungefähr 400 Euro im Freiwilligendienst können sich wahrlich nicht alle jungen Menschen einen solchen Dienst an unserem Gemeinwesen leisten“, sagte Gröhe dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
Der DRK-Chef hält eine Anhebung auf den BAföG-Höchstsatz von 990 Euro und ein Deutschlandticket für nötig, um den Dienst attraktiver zu machen. „Das wäre insgesamt noch immer weit weniger als der Wehrsold von 2.600 Euro. Dies würde aber die Möglichkeiten für junge Menschen erhöhen, einen Freiwilligendienst zu machen, auch wenn sie aus Familien kommen, die jeden Cent umdrehen müssen“, sagte Gröhe.
Was ist das FSJ?
Ein FSJ können in Deutschland Menschen zwischen 16 und 27 Jahren machen. Es dient der Orientierung. FSJ’ler arbeiten meist in sozialen Einrichtungen wie dem DRK, bei der Caritas oder den Maltesern. Das FSJ dauert zwischen sechs und 18 Monate. Etwa 50.000 Menschen absolvieren jedes Jahr den Dienst. In den Einrichtungen übernehmen sie wichtige Hilfsrollen.
