Antisemitismus im Kulturbetrieb: „Alle berichten von solchen Erfahrungen“ – Kultur
Die jüngste Chronik antisemitischer Übergriffe der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (Rias) dokumentiert für das vergangene Jahr 160 solcher Vorfälle im Kunstbetrieb – Störungen bei Veranstaltungen, Angriffe auf jüdische Künstler, antisemitische Statements bei Konzerten und Ausstellungen. Seit dem 7. Oktober 2023 und dem Krieg in Gaza haben solche Übergriffe deutlich zugenommen. Stella Leder und das von ihr geleitete „Institut für Neue Soziale Plastik“ beschäftigen sich seit 2015 mit Antisemitismus-Prävention im Kulturbetrieb. Nach Leders Beobachtung werden „antisemitische Positionen schleichend normalisiert“.
