G7-Gruppe macht der Ukraine neue Hoffnung


Die G7-Staaten haben der Ukraine ihre geschlossene Unterstützung zugesichert. Man stehe geeint hinter der Ukraine und unterstütze deren territoriale ​Unversehrtheit, teilen die Staats- und Regierungschefs der sieben großen demokratischen Industrienationen ​in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Sie haben sich zu einem Gipfeltreffen ​in dem französischen Ort Évian am Genfer See versammelt. Zur G7 gehören neben Frankreich, das derzeit den Vorsitz innehat, die USA, Deutschland, Großbritannien, Italien, Japan und Kanada – auch Vertreter der Europäischen Union sitzen immer mit am Tisch. 

Strafmaßnahmen im Öl-und Gassektor werden verschärft

Der Druck auf die russische Kriegswirtschaft soll erhöht werden. „In diesem Zusammenhang werden ‌wir unsere Sanktionen verstärken, darunter jene im Öl- ‌und ​Gassektor“, heißt es in dem Dokument weiter.

G7-Gipfel 2026 | Emmanuel Macron und Wolodymyr Selenskyj gehen in Évian durch eine Parkanlage
Frankreichs Präsident Macron: Wir stehen fest an der Seite der Ukraine – hier mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj (l.) Bild: Ludovic Marin/AFP

Zudem vereinbarten die Gipfelteilnehmer, die Lieferung von weitreichenden Waffen und Luftverteidigungskapazitäten an die Ukraine auszuweiten. Mit dem Ausbau der Unterstützung soll nach Angaben der G7-Gruppe die neue Dynamik unterstützt werden, die in den vergangenen Monaten durch ukrainische Fortschritte an der Front entstanden ist. Im Hinblick auf das geplante Rahmenabkommen zwischen den USA und Iran wird von einem „richtigen Zeitpunkt“ gesprochen.

Neben weiteren Waffen versprechen die G7-Staaten der Ukraine in der Erklärung auch zusätzliche Unterstützung, um den kommenden Winter zu bewältigen. Darüber hinaus sichern sie dem Land zu, die Vergabe von Lizenzen für eine Steigerung der militärischen Produktion zu prüfen.

Merz: Tag der Hoffnung für die Ukraine

Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz zeigte sich am Dienstag am Rande des Gipfels sehr zufrieden. Vor Journalisten sprach er von einem „Tag der Hoffnung“ und sagte zur aktuellen Lage der Ukraine: „Das kann vielleicht erstmals eine Chance auf einen Frieden eröffnen.“ Merz blickte dabei auch auf das Auftreten von US-Präsident Donald Trump, und sagte, er habe diesen „sehr kooperativ gesehen“.

Frankreich Evian 2026 | G7-Gipfel | Wolodymyr Selenskyj und Donald Trump im Vier-Augen-Gespräch
Der ukrainische Präsident Selenskyj (l.) und US-Präsident Trump in Évian Bild: Ukrainian Presidential Press Service/AFP

Trump rief Russland dazu auf, „diesen Krieg zu beenden“. Das Land habe so viele Menschen verloren wie auch die Ukraine, sagte der US-Präsident. „Sowas gab es seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr.“

Macron: Moment des strategischen Erwachens

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezeichnete das Gipfeltreffen als „Moment des strategischen Erwachens“. Gemeinsam hätten sich die USA, Kanada, Japan und die Europäer dazu entschlossen, der Ukraine zur Seite zu stehen.

G7-Staaten hoffen auf Frieden in der Golf-Region

In ihrer Erklärung geht die G7-Gruppe auch ausführlicher auf den Iran-Krieg ein. Die von Präsident Trump erzielte Vereinbarung, die am Freitag in der Schweiz von Vertretern Washingtons und Teherans unterzeichnet werden soll, könne „Frieden und Sicherheit für alle in der Region bringen“, heißt es.

G7-Gipfel 2026 | Friedrich Merz hat Donald Trump ein DFB-Trikot mit der Nr. 47 auf dem Rücken überreicht
Am Rande in Évian: Bundeskanzler Merz schenkt US-Präsident Trump zu dessen 80. Geburtstag ein DFB-Fußball-Trikot mit der Nr. 47 – Trump ist der 47. Präsident der Vereinigten Staaten Bild: Michael Kappeler/dpa/picture alliance

„Wir unterstützen die Umsetzung des Abkommens und sind bereit, dazu beizutragen“, versichern die G7-Staaten weiter. In Bezug auf die Straße von Hormus am Persischen Golf bekräftigen sie, dass „das Recht auf ungehinderte und gebührenfreie Durchfahrt die Grundlage des internationalen Handels bildet“.

„Iran darf niemals eine Atomwaffe erlangen“

Es seien nun Verhandlungen mit dem Ziel eines „umfassenden und weitreichenden“ Folgeabkommens nötig, um „die von Iran in der Region und darüber hinaus ausgehenden Bedrohungen“ anzugehen und „sicherzustellen, dass Iran niemals eine Atomwaffe erlangt“, heißt es weiter. 

se/AR (dpa, rtr, ap, afp, ARD) 



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