Erinnerung an Brandenburger SPD-Ikone: Potsdam soll Regine-Hildebrandt-Straße bekommen

Ein Abschnitt der innenstadtnahen Heilig-Geist-Straße soll einen neuen Namen erhalten: Der nördliche Teil zwischen Am Kanal und Holzmarktstraße soll künftig Regine-Hildebrandt-Straße heißen. So sieht es eine Beschlussvorlage vor, die das Rathaus eingebracht hat.
Damit will die Stadt an die 2001 verstorbene SPD-Ikone erinnern, die nach der Wende 1989 als Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen das Land Brandenburg maßgeblich prägte und als „Mutter Courage des Ostens“ auch bundesweit bekannt wurde.
Das Rathaus begründet die Umbenennung damit, dass vor Ort neue Wohngebäude errichtet werden, die eine für die Post nutzbare Adresse benötigen. Doch die Hausnummern der bestehenden Heilig-Geist-Straße seien bereits vollständig vergeben, im Zweifel müssten die Häuser in der gesamten Heilig-Geist-Straße umnummeriert werden – „eine übermäßige Härte gegenüber den betroffenen Anwohnern“, so das Rathaus. Hinzu kommt, dass der betroffene Abschnitt laut Vorlage historisch nie zur Heilig-Geist-Straße gehörte.
Daher wird nun der Name Regine Hildebrandt vorgeschlagen. Die Stadtverordneten hatten eine potenzielle Benennung mit diesem Namen bereits 2012 beschlossen. Vor der finalen Entscheidung durch die Stadtverordneten berät am Donnerstag der Ausschuss für Kultur.
