Tunesien lässt Hervé Renard als neuen Trainer einfliegen


Fußballtrainer Hervé Renard steht am Spielfeldrand und klatscht in die Hände

Fußballtrainer Hervé Renard übernimmt die Nationalmannschaft Tunesiens.

Quelle: William West / AFP


Der tunesische Fußballverband ersetzt nach nur einem Spiel bei der laufenden WM Sabri Lamouchi als Nationaltrainer durch Hervé Renard. Der Franzose solle das Nationalteam für das restliche Turnier anführen, teilte der Verband mit. Tunesien hat Montagnacht mit 1:5 gegen Schweden verloren.

Renard muss noch ins Quartier der tunesischen Nationalmannschaft in Mexiko reisen. Viel Zeit bleibt ihm nicht, um das nordafrikanische Team auf das zweite Gruppenspiel vorzubereiten. Am Sonntag wartet mit Japan der nächste schwere Gegner.

Schwedens Alexander Isak schießt aufs Tor

In der WM-Gruppe F trafen im mexikanischen Monterrey Schweden und Tunesien aufeinander. Zwischen den Teams entwickelte sich eine torreiche Partie.

15.06.2026 | 8:25 min


Lamouchi nur fünf Monate im Amt

Der 54-jährige Sabri Lamouchi hatte den Posten des Nationaltrainers erst nach dem Afrika Cup im Januar dieses Jahres übernommen. Seit seiner Verpflichtung hatte es nur einen Sieg beim 1:0 gegen Haiti gegeben. In der Vorbereitung auf die WM verlor das Team des früheren französischen Nationalspielers mit 0:1 gegen Österreich sowie bei der Generalprobe mit 0:5 gegen Belgien. Es ist die erste Trainer-Entlassung bei dieser WM.

Lamouchi ist bereits der zweite tunesische Nationaltrainer, der während einer WM entlassen wurde. Henryk Kasperczak aus Polen musste bei der Weltmeisterschaft 1998 nach zwei Niederlagen (0:2 gegen England und 0:1 gegen Kolumbien) seine Koffer packen. Damals übernahm interimsmäßig der Tunesier Ali Selmi.

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Renard zweifacher Afrika-Cup-Sieger

Nun soll es wieder ein Franzose richten. Der 57 Jahre alte Renard war zuletzt als Trainer Saudi-Arabiens tätig. Er besitzt bereits einige Erfahrung als Coach afrikanischer Nationalteams und führte Sambia 2012 sowie die Elfenbeinküste 2015 zum Afrika-Cup-Titel. Auch war er Trainer bei den vergangenen beiden Weltmeisterschaften. 2018 als Coach von Marokko und 2022 auf der Trainerbank von Saudi-Arabien.

Seine Erfahrung ist von Vorteil, denn Tunesien steht in den verbleibenden beiden Vorrundenspielen stark unter Druck. Nach Japan wartet mit den Niederlanden ein weiterer schwerer Brocken als Gegner in der Gruppe F.

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Lange sah die Niederlande wie der Sieger im Spiel gegen Japan aus. Doch kurz vor Schluss traf Koki Ogawa noch zum Ausgleich für die „Blue Samurai“.

15.06.2026 | 9:01 min


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